WALDSTERBEN

Knicken auch in der Uckermark bald die Buchen ein?

Extreme Trockenheit lässt jetzt selbst Laubbäume in der waldreichen Uckermark schwächeln. Templins Stadtförster schlägt Alarm.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Frei stehende Baumkronen trocknen aus.
Frei stehende Baumkronen trocknen aus. Sigrid Werner
Die Buche im Stadtfest leidet, wie man sieht.
Die Buche im Stadtfest leidet, wie man sieht. Sigrid Werner
Werden solche Kahlschläge zur Schädlingsbekämpfung jetzt wieder häufiger zu sehen sein?
Werden solche Kahlschläge zur Schädlingsbekämpfung jetzt wieder häufiger zu sehen sein? Sigrid Werner
Templin.

Bringt die Trockenheit jetzt auch die Buchen um? Der Templiner Stadtförster Jürgen Schuppelius hat beim jüngsten Stadtentwicklungsausschuss in Templin Alarm geschlagen. Nach dem Trockensommer 2018 und fehlendem Niederschlag auch 2019 sind die Waldböden rund um Templin bis in große Tiefen ausgetrocknet. Fast überall leiden die Bäume. Ideale Bedingungen für Schädlinge. Inzwischen zeigen auch verbrannte Buchen-Baumkronen an, dass ihnen die extreme Witterung nicht bekommt. Trotz der bunten Mischung von 32 Baumarten im Templiner Stadtforst sind jede Menge großer, älterer Bäume im Oberwuchs regelrecht vertrocknet. „Wir können in der nächsten Zeit nicht mehr von einer geregelten Forstwirtschaft sprechen, wir müssen sehen, dass unser Wald überhaupt erhalten bleibt”, sagte der Stadtförster.

Waldumbau für mehr Vielfalt

Dabei hatte Templin in den vergangenen zehn Jahren schon konsequent auf Waldumbau auf Basis der natürlichen Verjüngung und damit mehr Vielfalt in seinen Wäldern gesetzt. Auf rund 63 Prozent der Stadtwaldfläche breitet sich unter der dürstenden Oberschicht schon junges Grün aus. Ob der Baumnachwuchs durchhält, wird die Zukunft zeigen.

 

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