AUFNAHMESTOPP

Krankenhaus Prenzlau nimmt nur noch absolute Notfälle auf

Im Kreiskrankenhaus ist ein Coronafall aufgetreten. Aus diesem Grund wurde ein Aufnahmestopp verhängt.
Im Kreiskrankenhaus Prenzlau werden vorläufig keine Patienten mehr stationär aufgenommen. Notfallpatienten, die mit
Im Kreiskrankenhaus Prenzlau werden vorläufig keine Patienten mehr stationär aufgenommen. Notfallpatienten, die mit dem Rettungswagen eingeliefert werden, werden nach Stabilisierung in umliegende Krankenhäuser verlegt. Mathias Scherfling
Prenzlau ·

Die Corona-Zahlen steigen, auch in der Uckermark. Nach einem Coronafall im GLG Kreiskrankenhaus Prenzlau werden außer zur akuten Notfallversorgung seit Mittwoch keine Patienten mehr aufgenommen. Außerdem gilt eine Besuchssperre. „Der Aufnahmestopp bedeutet, dass keine geplanten Behandlungen oder Operationen, zum Beispiel der Orthopädie oder Geriatrie, durchgeführt werden. Diese werden vorerst verschoben. Das gilt nicht für Notfallpatienten. Wenn potenziell das Leben gefährdet ist, nehmen wir diesen Patienten natürlich auf. Wenn er oder sie dann stabilisiert ist, wird der Patient gegebenenfalls in ein anderes Krankenhaus verlegt“, sagt Dr. Thomas Rösel, Leiter der Rettungsstelle im Kreiskrankenhaus.

Vorbeugende Maßnahmen

Andreas Gericke, Pressesprecher der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG), sagt dazu, dass diese Maßnahmen vorbeugend aus Sicherheitsgründen getroffen wurden. Die Notaufnahme sei auch weiterhin geöffnet. „Nur Ärzte können einschätzen, ob es sich um einen Notfall handelt. Wenn jemand Symptome an sich bemerkt, die ihm bedrohlich erscheinen, wird er schnellstmöglich den Rettungsdienst rufen“, so Andreas Gericke. „Beispielsweise bei Verdacht auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt ist das die richtige Reaktion. Wer die Rettungsstelle im Krankenhaus aufsucht, wird dort selbstverständlich auch ärztlich untersucht und im lebensbedrohlichen Fall sofort behandelt. Besteht keine Notsituation, ist ohnehin der Hausarzt der richtige Ansprechpartner. Im transportfähigen Zustand kann ein im Notfall versorgter Patient dann zu einem anderen Krankenhaus gebracht werden.“

Generelle Besuchssperre

Thomas Rösel meint, es deute vieles daraufhin, dass in den nächsten Tagen, sobald die Infektionswege bekannt seien, das Krankenhaus wieder geöffnet werde. „Allein auf Grund der Tatsache, dass sich beispielsweise Pasewalk auch schon abgemeldet hat. Verhängt ein Krankenhaus einen Aufnahmestopp, dann führt das zwangsläufig zu einer tendenziellen Überlastung der umliegenden Krankenhäuser. Es gibt ja nicht nur Corona-Fälle. Der normale Krankenhausbetrieb läuft weiter“, lässt der Leiter der Rettungsstelle wissen. Derzeit gelte eine generelle Besuchssperre. „Hier wird nur bei kritisch erkrankten Patienten Einzelpersonen der Besuch gestattet. Das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung“, so Thomas Rösel.

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