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Der Landkreis Uckermark hat keinen Gebrauch von der Förderung des Landes für eine Aufstockung der Schülerbeförderung mit dem Bus gemacht. Sigrid Werner
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Kreis Uckermark schlägt Busverkehrsförderung aus

Wirtschaftlich würde es sich nicht lohnen, zusätzliche Busse für die Schülerbeförderung einzusetzen, so die Kreisverwaltung Uckermark.
Prenzlau

Die Politiker im Bund und in den Ländern sind sich einig, dass trotz der rollenden vierten Corona-Welle Schulen möglichst nicht geschlossen werden sollten. Um das Infektionsgeschehen engmaschig zu kontrollieren, müssen sich Schüler dreimal in Woche einem Schnelltest unterziehen, für Lehrer wie Beschäftigte gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen oder täglich getestet).

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Das brandenburgische Verkehrsministerium ist indes noch einen Schritt weitergegangen. Schon im März vergangenen Jahres hat es eine Richtlinie zur Förderung zusätzlicher Busverkehre bei der Schülerbeförderung erlassen. Die Zielrichtung ist klar: Übervolle Busse zur Schülerbeförderung als potenzieller Infektionsherd sollen vermieden werden. Die Landkreise als Träger der Schülerbeförderung sollen zusätzliche Busse einsetzen, die Mehrkosten würde das Land mit bis zu 80 Prozent fördern.

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Der Landkreis Uckermark hat das Förderprogramm bislang allerdings nicht in Anspruch genommen. Der Kreis habe als Aufgabenträger für den (übrigen) öffentlichen Personennahverkehr die Förderrichtlinie des Ministeriums mit Interesse zur Kenntnis genommen, so Pressesprecherin Ramona Fischer. „Gemeinsam mit dem beauftragten Unternehmen, der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG), wurde geprüft, ob eine Förderung beantragt werden sollte, um auf einigen stark frequentierten Streckenabschnitten Entlastung für die Schülerbeförderung zu schaffen.“

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Allerdings sei auch durch die UVG eingeschätzt worden, dass eine Aufstockung des Fahrzeugbestandes wirtschaftlich nicht darstellbar sei. „Diese Fahrzeuge würden täglich nur rund 40 Kilometer unterwegs sein. Das erforderliche zusätzliche Personal wäre täglich auch nur für maximal zwei bis drei Stunden im Einsatz“, erklärte Ramona Fischer. Ungeachtet dessen würden sich Landkreis und UVG weiterhin darum bemühen, Wege zu finden, um die Schülerbeförderung bedarfsgerecht und effizient zu organisieren.

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