Der historische Stadtkern von Templin ist nicht gerade radfahrerfreundlich.
Der historische Stadtkern von Templin ist nicht gerade radfahrerfreundlich. Sigrid Werner
Radverkehrsstrategie

Land Brandenburg befragt Kommunen zum Radverkehr

Das Land hat eine Onlinebefragung zur Radverkehrsstrategie 2030 gestartet. Auch Kommunen dürfen mitreden. Nicht alle haben bislang die Chance genutzt.
Prenzlau

Die Landesregierung Brandenburg arbeitet derzeit an einer neuen Radverkehrsstrategie 2030 für das Land. Das Infrastrukturministerium hat dazu eine Onlinebefragung unter zuständigen Fachkollegen in den Kommunen gestartet. Ursprünglich sollten die Kommunen bis zum 14. Januar dem Ministerium ihre Rückmeldungen zuleiten. Bis zum 18. Januar sollen von 39 Gemeinden in der Uckermark nur 17 von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben. Dazu gehörten die Städte Templin, Angermünde sowie die Gemeinden in den Ämtern Brüssow und Gerswalde.

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Inzwischen habe sich auch die Stadt Prenzlau an der Umfrage beteiligt, versicherte Bürgermeister Hendrik Sommer. Aus den Ämtern Gartz, Gramzow und Oder-Welse gebe es bislang nur wenige Rückmeldungen, so das Land. Nachreichungen seien aber möglich, hieß es.

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In der online-Befragung geht es unter anderem um die Ausstattung der Radverkehrsinfrastruktur und deren Zustand, um die Sicherheit der Radfahrer und die Rolle des Radtourismus in den Regionen. Die Landesregierung will den Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsmittel (Bahn, Bus, Taxi, Fußgänger, Fahrrad sowie Carsharing und Mitfahrzentralen) bis 2030 von derzeit 40 auf 60 Prozent erhöhen. Dazu sollen öffentlicher Personennahverkehr und Fahrradnetze besser verbunden werden, Lücken im Radverkehrsnetz geschlossen werden. In der Online-Umfrage wird explizit nach Radverkehrsbeauftragten in den Kommunen gefragt, die es noch nicht überall gibt. Kommunen wie die Stadt Templin, die gerade an einem eigenen Radverkehrskonzept arbeitet, hoffen auf Fördermittel von Land und Bund, um Bürgern den Umstieg vom Kfz aufs Rad zu erleichtern.

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