Corona-Schutzimpfung

Landkreis Uckermark arbeitet an Transportproblem

Viele Senioren sind nicht mehr mobil. Sie fragen sich, wie sie aus allen Ecken der Uckermark zum Impfzentrum nach Prenzlau kommen sollen.
Symbolbild: Ehe vor dem Prenzlauer Impfzentrum so viel Betrieb herrscht, wie hier in Berlin, wird es noch einige Zeit dauern.
Symbolbild: Ehe vor dem Prenzlauer Impfzentrum so viel Betrieb herrscht, wie hier in Berlin, wird es noch einige Zeit dauern. Landkreis arbeiten an Lösungen, um die über 80-Jährigen zum Impfzentrum zu bringen. Paul Zinken
Derzeit ist der Parkplatz vor der Sporthalle der Grabow-Schule verwaist. Der Bus wird zukünftig vor dem hier eingerichtet
Derzeit ist der Parkplatz vor der Sporthalle der Grabow-Schule verwaist. Der Bus wird zukünftig vor dem hier eingerichteten Impfzentrum halten. Mathias Scherfling
Uckermark

Viele Uckermärker, die ein gesetztes Alter erreicht haben und nicht mobil sind, fragen sich, wie sie – wenn es denn so weit ist – zum Impfzentrum in Prenzlau kommen. Ab spätestens 28. Januar sollen dort die ersten Bürger gegen Corona geimpft werden. Landrätin Karina Dörk (CDU) sagte dazu auf Nachfrage: „Zunächst haben wir die originären Buslinien. Und wir müssen schauen – das ist die Aufgabe, die wir zusammen mit den Bürgermeistern lösen müssen – ob wir möglicherweise Sonderbusse einsetzen. Diese Möglichkeit besteht, und wir haben es vorbesprochen.“ Zudem würden, sobald im Impfzentrum Impfungen verabreicht werden, auf der Internetseite des Kreises die Buslinien zum Impfzentrum noch einmal detailliert erläutert.

Stadtbus hält vor Impfzentrum

Für die rund 1800 Prenzlauer Senioren, die das betrifft, verspricht Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) eine Lösung. „Der Bus der Stadtlinie 448, der normalerweise vor der Grabow-Schule hält, wird weiter bis zum Impfzentrum fahren. Und die Menschen, die wirklich keine Möglichkeit haben, sich bringen zu lassen, mögen sich im Rathaus melden“, sagte Hendrik Sommer. Er habe schon einen Hol- und Bringedienst halbwegs organisiert. „Für die über 80-Jährigen bekommen wir das hin“, so das Prenzlauer Stadtoberhaupt.

Unerträgliche Situation

In Templin erneuerte Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) das Angebot der Stadt, den Landkreis dabei unterstützen zu wollen, ältere, nicht mobile Menschen zum Impfzentrum nach Prenzlau zu bringen, der Uckermark Kurier berichtete. Details will er dazu am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz mit der Landrätin besprechen. Für Tabbert ist es wichtig, dass die Senioren endlich Sicherheit bekommen, was die Corona-Schutzimpfung betrifft. „Die derzeitige Situation ist unerträglich“, sagte er. Es könne nicht sein, das Anrufer unter der 116117 keine Informationen bekommen. „So kann man mit älteren Bürgern nicht umgehen.“

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