KREISTAG UCKERMARK

Landrätin geht auf Distanz zu Windkraft-Moratorium

Die Windkraft hat derzeit keinen leichten Stand in der Uckermark. Doch einen Baustopp wird es mit Karina Dörk vorerst nicht geben.
Landrätin Karina Dörk (CDU) hat sich im Kreistag Uckermark gegen einen Ausbaustopp für Windkraft ausgesprochen.
Landrätin Karina Dörk (CDU) hat sich im Kreistag Uckermark gegen einen Ausbaustopp für Windkraft ausgesprochen. Patrick Pleul
Uckermark.

Landrätin Karina Dörk (CDU) hat sich bei der jüngsten Sitzung des Kreistages in Prenzlau gegen ein Moratorium für den Ausbau der Windkraft in der Uckermark ausgesprochen. Vorausgegangen war eine Anfrage des Kreistagsabgeordneten Rainer Ebeling (BVB/Freie Wähler), ob die Landrätin ein landesweites Moratorium für Windkraftanlagen unterstütze, „bis der weitere Netzausbau erfolgt ist“. Darüber hinaus wollte Ebeling wissen, ob der Landkreis Uckermark derzeit an Windkraftanlagen beteiligt sei.

Rechtskräftiger Windplan

„Der Landkreis ist an keiner Windkraftanlage beteiligt“, stellte Karina Dörk klar. Mit Blick auf die Forderung eines Moratoriums verwies die Landrätin auf die langjährige Arbeit in der Regionalplanung, als dessen Ergebnis ein rechtskräftiger Windplan erarbeitet worden sei. „Wir als Verwaltung müssen uns an Recht und Gesetz halten“, betonte sie.

Antrag aus dem Kreistag

Weiter sagte Dörk: „Unsere Mitarbeiter müssen sich darauf verlassen, dass das, was sie machen, auch von mir unterstützt wird.“ Grundsätzlich bestehe die Möglichkeit, aus dem Kreistag heraus einen Antrag in diese Richtung zu stellen. Die Landrätin selbst werde dies nicht tun, ließ aber offen, wie sie sich zu einem entsprechenden Antrag positionieren würde.

Bekenntnis zur Windkraft

„Wir reden über Klimawandel und darüber, dass wir keine Kernkraftwerke mehr wollen“, argumentierte die Landrätin. Dazu komme der Ausstieg aus der Kohlekraft. Vor diesem Hintergrund betonte Karina Dörk: „Ich selbst stehe zur Windkraft.“ Sie sei davon überzeugt, dass die Regionalräte bei der Planung der Eignungsgebiete eine verantwortungsvolle Arbeit geleistet hätten.

 

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Kommentare (2)

Die Frage sollte nicht lauten, ob der Landkreis an Windkraftanlagen beteiligt ist, sondern Frau Dörk selbst. Schließlich arbeitet Ihre ältere Schwester bei der Windfirma Notus Energy in Anklam. Außerdem gibt es da noch alten "Familienbesitz", der möglichst schnell mit Windkraftanlagen bebaut werden soll. Nein Frau Dörk ist in diesen Punkt vielleicht nicht ganz unparteiisch.

Transport und Baustoffhandel Karina Dörk GmbH? Arbeitet diese vielleicht auch mit beim Bau der Windparks?