Agrardialog Uckermark
Landwirte suchen neue Chancen

Wie können sich Landwirte auf den Klimawandel und seine Folgen wie lange Dürreperioden einstellen? Darum ging es unter anderem beim Agrardialog.
Wie können sich Landwirte auf den Klimawandel und seine Folgen wie lange Dürreperioden einstellen? Darum ging es unter anderem beim Agrardialog.
Sigrid Werner

Vom Feld in den Theatersaal: Im Frühjahr pflegen Bauern aus Uckermark, Barnim und Mecklenburg-Vorpommern in Schwedt den fachlichen Austausch.

Zum 16. Mal trafen sich Landwirte aus dem Nordosten Deutschlands zum gemeinsamen Agrar-Dialog. Organisiert wurde die Veranstaltung von der FGL Handelsgesellschaft mbH von der AGRAVIS Raiffeisengruppe und dem Bauernverband Uckermark. Im großen Saal der Uckermärkischen Bühnen Schwedt blieb diesmal kaum ein Platz leer. Landwirte aus der Uckermark, dem Barnim, Mecklenburg-Vorpommern tauschten sich mit Wissenschaftlern darüber aus, wie sich die Landwirtschaft an veränderte Bedingungen anpassen kann.

Hinweise zur Bestandesführung

Prof. Dr. Enno Bahrs, Direktor des Instituts für Landwirtschaftliche Betriebslehre an der Universität Hohenheim, brach eine Lanze dafür, auch in schwierigen Zeiten zu investieren und in der veränderten gesellschaftlichen Akzeptanz neue Chancen zur Erschließung neuer Marktpotenziale zu sehen. Dr. Gernot Verch von der Forschungsstation Dedelow gab Hinweise zur Bestandsführung nach dem Trocken- und Hitzerekordjahr 2018. Denn noch sind in der Uckermark die Wasservorräte in den Böden längst nicht aufgefüllt. 2019 fielen bislang schon wieder 30 Liter weniger Niederschlag als noch im Vorjahr.

Reaktion auf Klimawandel

Prof. Dr. Hansgeorg Schönberger von der N.U. Agrar GmbH Schackenthal referierte angesichts der unübersehbaren klimatischen Veränderungen zur Anpassung der Produktionstechnik an Trockenheit und Nässe im Nordosten Brandenburgs. Unter anderem riet er dazu, auch für die Region neue Kulturen wie Soja in die Fruchtfolgen aufzunehmen und Stroh stets gut in den Boden einzuarbeiten.