URSACHENSUCHE BEI DER LUFTWAFFE

Laute Knallgeräusche machen Angst

Vibrierende Scheiben und wackelnde Wände – das haben Leser am Mittwoch in der Uckermark beobachtet. Die Ursache könnte bei der Luftwaffe liegen.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Daskönnte die Ursache gewesen sein.
Daskönnte die Ursache gewesen sein. Julian Stratenschulte
Prenzlau.

Anja Karpa war die Erste, die sich am Mittwoch besorgt an den Uckermark Kurier wandte. Die junge Frau aus Ferdinandshorst bei Fürstenwerder hatte seit 10 Uhr immer wieder laute Knallgeräusche gehört und war in Sorge geraten. Ähnlich ging es unserer Leserin Heidi Holzapfel. Sie schrieb: „Was ist denn in der Nähe von Prenzlau los? Es hat sechsmal in Folge furchtbar laut geknallt.”

Ihres Wissens sei das auch in Arendsee, Schönermark und Gollmitz gehört worden. Bei der zuständigen Polizei in Prenzlau konnte man sich keinen Reim auf das Ganze machen. Es lägen keine Hinweise auf ein Ereignis vor, dass das erklären würde, hieß es aus der Inspektion Uckermark.

Auch über Waren zu hören

Die Recherchen des Uckermark Kurier förderten folgenden Zusammenhang zu Tage. Donnerschläge hatten tags zuvor bereits den Himmel über der Seenplatte erschüttert. Über Malchow, Waren, Neustrelitz und Neubrandenburg waren sie zu hören. Zeugen berichteten von vibrierenden Schaufensterscheiben und Decken.

Eine Nachfrage beim Jagdfliegergeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage brachte die Erklärung. Wenn Jagdflieger die Schallmauer durchbrechen, wird das von einem heftigen Knall begleitet. Zwar gebe es hier zurzeit keine besondere Übung, aber die Piloten der Eurofighter seien momentan im Rahmen ihrer ganz normalen Routineausbildung hier unterwegs, sagte Presseoffizier Oberstleutnant Matthias Ackermann.

Besondere Ausbildung für Piloten

Hinzu kommt derzeit eine sogenannte Hochwertausbildung, bei der äußerst erfahrene Flugausbilder und Teams geschult werden, sagte er.

Besorgte oder verärgerte Bürger können sich in solchen und anderen Fällen stets an die Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundeswehr wenden. Dort sollen sämtliche Daten zu militärischen Flugbewegungen überwacht werden. Das kostenlose Bürgertelefon ist unter 0800 8620730 zu erreichen.

 

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