Leere Klassenzimmer als ein Symbol der Krise: Die meisten Schüler müssen zu Hause lernen. Gerade für die Kleins
Leere Klassenzimmer als ein Symbol der Krise: Die meisten Schüler müssen zu Hause lernen. Gerade für die Kleinsten ist der Präsenzunterricht nur schwer zu ersetzen. (Symbolbild) Annette Riedl
Die Schul-Cloud steht auch Schülern in der Uckermark zur Verfügung, hat bisher aber nicht immer störungsfrei fu
Die Schul-Cloud steht auch Schülern in der Uckermark zur Verfügung, hat bisher aber nicht immer störungsfrei funktioniert. Annette Riedl
Coronakrise

Lehrer in der Uckermark beklagen leere Klassenzimmer

In den Schulen der Uckermark wird gerade auf Distanz unterrichtet. Die Pädagogen wissen, dass das eine Fülle von Problemen mit sich bringt.
Prenzlau

Wegen der Eindämmungsverordnung gegen das Coronavirus bleibt der Präsenzunterricht an den Schulen der Uckermark eine Ausnahme. Lediglich die Abschlussklassen, die Förderschulen „geistige Entwicklung“ sowie einige wenige Grundschüler in Notbetreuung werden in den Schulen unterrichtet. Für das Gros der Schüler ist dagegen nur Distanzunterricht möglich. Sollte das Infektionsgeschehen deutlich zurückgehen, steht für Ende Januar eine Öffnung der Grundschulen im Wechselmodell im Raum. Wegen der aktuellen Corona-Inzidenz ist diese Hoffnung aber noch weit.

Videokonferenzen für die jungen Schüler

„Es ist ganz klar, dass ein Präsenzunterricht nicht zu ersetzen ist“, sagt Beatrice Pilz, Schulleiterin an der Grundschule „Am Egelpfuhl“ in Templin. Auf der Internetseite der Schule sind für die Schüler Wochenpläne hinterlegt. Aufgaben können aber auch auf analogem Wege bereitgestellt und kontaktlos an der Schule abgegeben werden. Auf freiwilliger Basis bieten die Lehrer für die jungen Schüler Videokonferenzen an. „Die Eltern haben die E-Mail-Adressen der Fachlehrer“, so Pilz, um bei Problemen nachfragen zu können.

Präsenzunterricht für die Kleinen wichtig

„Bei uns sind die zehnten Klassen da“, so Konstanze Schlopsnies, Leiterin der Oberschule mit Grundschule „Carl Friedrich Grabow“ in Prenzlau. Um die nötigen Abstände einzuhalten, sind die Abschlussklassen in zwei Gruppen aufgeteilt. Alle anderen Jahrgänge lernen im Distanzunterricht. In Notbetreuung seien lediglich zwischen fünf und 15 Schüler an der Grabowschule. Im Distanzunterricht wird mit der Schul-Cloud gearbeitet. Die Cloud sei eine Entlastung, der Präsenzunterricht könne damit aber nicht kompensiert werden. „Gerade für die ganz Kleinen wäre Präsenzunterricht sehr wichtig“, meint Schlopsnies. „Es ist für alle Beteiligten eine sehr schwierige Situation.“

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