Mäx ist ein Familienhund, der am liebsten bei seinen Zweibeinern ist. Tochter Kyara genießt die Kuschelstunden mit
Mäx ist ein Familienhund, der am liebsten bei seinen Zweibeinern ist. Tochter Kyara genießt die Kuschelstunden mit dem Hünen mindestens genauso. privat
So entdeckten die Hurtiennes den Ausreißer kurz hinter Prenzlau. Zum Gluck trug er ein leuchtendes Halsband.
So entdeckten die Hurtiennes den Ausreißer kurz hinter Prenzlau. Zum Gluck trug er ein leuchtendes Halsband. privat
Auf der Rückbank des fremden Autos trat Mäx den Weg zum Tierheim an.
Auf der Rückbank des fremden Autos trat Mäx den Weg zum Tierheim an. Privat
Ausreißer

Mäx, der weiße Riese, ist wieder zu Hause

Erst ein Jahr alt, und schon stiften gegangen – ein Schweizer Schäferhund aus Alexanderhof hat für Aufregung gesorgt. Fast wäre das Tier unter die Räder gekommen.
Prenzlau

Um ein Haar wäre es um den sanftmütigen Mäx aus Alexanderhof geschehen gewesen. Der erst ein Jahr alte Rüde war von zu Hause ausgebüxt und irrte am Wochenende vor den Toren Prenzlaus umher. Glücklicherweise wurde dort Familie Hurtienne aus Schmölln auf das Tier aufmerksam. „Wir kamen gerade vom Einkaufen, als wir mitten auf der Fahrbahn ein großes, weißes Fellknäuel sahen“, schildert Daniela Hurtienne dem Uckermark Kurier. Beim Näherkommen hätte sich die Erscheinung dann als majestätischer Hund entpuppt, ein Schweizer Schäferhund, wie sie mittlerweile wissen. „Ich habe zu meinem Mann gesagt: Fahr schnell rechts ran, dem müssen wir doch helfen, bevor er unter die Räder kommt“, erinnert sich die Mutter eines 20-jährigen Sohnes an diese brenzlige Szene: „Aber ganz ehrlich: Etwas mulmig war mir schon zumute, als ich versucht habe, den Riesen am Halsband von der Straße zu ziehen. Ich wusste ja nicht, wie er reagiert, ob er vielleicht sogar knurrt oder beißt.“

Nicht angebellt

Glücklicherweise sei der Vierbeiner aber sehr lieb und folgsam gewesen, setzt sie dankbar hinzu: „Er hat uns nicht mal angebellt, sondern war total zutraulich. Es schien fast, als wäre er erleichtert, dass ihn endlich jemand gefunden hatte und in Sicherheit brachte.“ Parallel zur Polizei riefen die Finder in dieser Situation ihren Jungen an, der in Prenzlau lebt: „Der brachte uns schnell eine Leine, damit wir den Hund wegführen konnten. Ich hatte Sorge, dass er es nicht auf Dauer zulässt, dass man ihn so eng am Halsband führt.“

+++ Hundebesitzer in Prenzlau glücklich gemacht +++

Zwischenzeitlich war der gelernten Kosmetikerin die Idee gekommen, den Ausreißer in ihr Auto zu locken: „Ich habe ihn gestreichelt und ihm gut zugeredet. Und siehe da, als ich die Hintertür geöffnet hatte, sprang er sofort auf den Sitz. Er war das Fahren offenbar schon gewöhnt.“ Zur Belohnung gab es eine Scheibe Käse, die der zitternde Findling dankbar verspeiste. Kurze Zeit später sei dann auch die Polizei gekommen und habe den Sachverhalt zu den Akten genommen, verrät Familie Hurtienne weiter. Wenig später seien sie dann mit ihm zum Tierheim Prenzlau gefahren, um ihn abzugeben, berichtet die Uckermärkerin: „Dort fanden die Mitarbeiter dann schnell heraus, dass er gechipt ist. Nur leider war keine Registrierung des Chips bei Tasso zu finden, so dass wir danach immer noch keinen Anhaltspunkt hatten, wohin er gehört.“

Dank an Finder

Auch die Nummer auf der Steuermarke habe zunächst nicht weitergeholfen. Dank eines Posts in den sozialen Medien erfuhren die Besitzer aber noch am selben Abend, dass ihr Liebling sich angefunden hat und in guten Händen ist.“ Familie Schwarz aus Alexanderhof ist super glücklich und dankbar, dass die Sache einen guten Ausgang genommen hat: „Nochmal ein riesiges Dankeschön an die Finder, die haben Schlimmes verhindert und super reagiert. Es ist wirklich erstaunlich, dass sie sich zugetraut haben, diesen fremden, großen Hund in ihrem Auto mitzunehmen.“

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Nach seinem Verschwinden hatten die Besitzer Mäx mit mehreren Personen über drei Stunden in seinem Umfeld gesucht gehabt, immer mit der Angst im Nacken, dass ihm etwas zugestoßen ist, er vielleicht von einem Auto erfasst wurde oder im Eis eines Sees eingebrochen. Man kann sich sicher vorstellen, wie groß die Wiedersehensfreude am nächsten Tag war. Helferin Diana Hurtienne, die selbst Hunde hat, ist sicher, dass es letztlich das Leuchthalsband war, das dem Vierbeiner das Leben gerettet hat: „So etwas sollte gerade in der dunklen Jahreszeit jedes Herrchen seinem Liebling umbinden.“

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