KINDER IN ANGST

Mann mit Axt tyrannisiert Dorfbewohner

Ein Mann aus Carmzow soll seit mehreren Wochen einzelne Bewohner im Dorf bedrohen. Er sei bewaffnet und eine tickende Zeitbombe, schildert ein Anwohner.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Seit mehreren Wochen fühlen sich Bewohner des Dorfes Carmzow massiv bedroht.
Seit mehreren Wochen fühlen sich Bewohner des Dorfes Carmzow massiv bedroht. Konstantin Kraft
Die Kinder trauen sich nicht mehr allein zur Bushaltestelle.
Die Kinder trauen sich nicht mehr allein zur Bushaltestelle. Konstantin Kraft
Carmzow.

In Carmzow, Gemeinde Carmzow-Wallmow, geht die Angst um. Ein mutmaßlich drogen- und alkoholabhängiger Mann soll seit mehreren Wochen die Dorfgemeinschaft bedrohen.

Kinder wagen sich nicht zum Bus

Laut einer Schilderung von Anwohnern wurde er am vergangenen Wochenende das erste Mal handgreiflich gegen eine Person im Ort. Am Rande eines Fußballspieles soll er eine Frau gewürgt haben. Der Mann sei bewaffnet und eine tickende Zeitbombe, schildert ein Anwohner, er renne zuweilen mit einer Axt durch das Dorf und nötige die Dorfbewohner. Die Kinder im Dorf sollen sich mitunter nicht mehr zum Schulbus trauen, wenn sie den Mann an der Haltestelle sehen. Tagsüber bleiben die Türen und das Eingangstor der örtlichen Kita verschlossen.

Dorfbewohner fühlen sich alleine

„Wir fühlen uns alleine und im Stich gelassen“, betont eine Anwohnerin gegenüber dem Uckermark Kurier. Sie habe bereits die Polizei sowie den Sozialpsychiatrischen Dienst im Landkreis Uckermark alarmiert. Es gehe ihr nicht darum, den Mann „anzuschwärzen“, erklärt sie: „Dem Mann muss geholfen werden.“

Gespräche finden und fanden statt

„Der Sozialpsychiatrische Dienst ist mit diesem Fall befasst“, teilt die Pressestelle des Landkreises Uckermark auf Nachfrage mit. Auch die Polizei sei in Kenntnis gesetzt: „Es finden und fanden Gespräche mit dem Betroffenen und dem näheren Umfeld statt“, versichert die amtierende Pressesprecherin. „Der Mann ist der Polizei bekannt“, bestätigt ein Sprecher der Polizeidirektion Ost. Die Anzeigenbearbeitung solle nun an die Staatsanwaltschaft Neuruppin weitergeleitet werden.

zur Homepage

Kommentare (4)

... zwischen tyrannisieren und terrorisieren?

Wie immer,muß erst was schlimmes passieren,mir fehlen echt die Worte.

Das ist wieder typisch deutsch, würde der Typ sich vor dem Asylbewerberheim in Prenzlau rumtreiben hätte man ihn schon längst weggefangen aber so ist es ja nicht so schlimm. sicherlich hat er ja einen festen Wohnsitz.

Es ist wirklich unfassbar was hier in Deutschland abgeht und die Behörden stecken den Kopf in den Sand bzw. warten das was passiert und schauen zu. Sollte sich jetzt ein beherzter Familienvater zur Wehr setzen weil der Typ seine Familie bedroht greifen die Behörden sicherlich schnell zu, der Familienvater ist ja schließlich eine Bedrohung.

Mh, vor 20-30 Jahren hätte das die Dorfgemeinschaft geregelt. Ohne Polizei!
Der hätte sich nicht mehr getraut, vor die Tür mit einem Stück Holz zu treten.