ARBEITSEINSATZ IN NEU TEMMEN

Mauersteine im Nu vom Mörtel befreit

Kirchen sind nach wie vor ein Treffpunkt und bringen Menschen zusammen. Bestes Beispiel dafür ist das Gotteshaus in Neu Temmen.
Pfarrer Ralf Schwieger und Architektin Bettina Krassuski freuten sich über die vielen Helfer, unter ihnen Carola und Diet
Pfarrer Ralf Schwieger und Architektin Bettina Krassuski freuten sich über die vielen Helfer, unter ihnen Carola und Dietmar Schlender (von rechts). Ivonne Hackbarth
Der Kalkmörtel ließ sich leicht abklopfen, sodass die Steinberge schnell abgetragen waren.
Der Kalkmörtel ließ sich leicht abklopfen, sodass die Steinberge schnell abgetragen waren. Ivonne Hackbarth
Pfarrer Ralf Schwieger hielt zu Beginn eine kleine Andacht.
Pfarrer Ralf Schwieger hielt zu Beginn eine kleine Andacht. Ivonne Hackbarth
Architektin Bettina Krassuski aus Poratz wies die Helfer ein.
Architektin Bettina Krassuski aus Poratz wies die Helfer ein. Ivonne Hackbarth
Anton Pietzcker (15, rechts) aus Neu Temmen und Jonathan Helmert (14) halfen auch beim Arbeitseinsatz.
Anton Pietzcker (15, rechts) aus Neu Temmen und Jonathan Helmert (14) halfen auch beim Arbeitseinsatz. Ivonne Hackbarth
Neu Temmen.

Wenn Pfarrer Ralf Schwieger Hilfe braucht, dann muss er nicht lange bitten. Erst recht nicht, wenn es um das ambitionierte Vorhaben in Neu Temmen geht. In dem rund 25-Seelen-Dorf wird derzeit eine ganz besondere Kirche fertiggestellt: eine sogenannte NABU-Kirche, sozusagen als Symbol für das Bewahrenswerte dieser Welt. In ihr sollen künftig nicht nur Gottesdienste abgehalten werden, sondern auch die Umwelt und der Tierschutz eine große Rolle spielen. Ralf Schwieger und die evangelische Kirchengemeinde kooperieren dabei mit dem NABU-Regionalverband Templin.

Die Einwohner der umliegenden Dörfer stehen voll und ganz hinter dem Projekt, sowohl die Alteingesessenen als auch die Zugezogenen. Gemeinsam reifte Idee, das Gotteshaus von 1749 nach der Instandsetzung auch für den Naturschutz zu öffnen. Alle ziehen an einem Strang und klotzen neben den Handwerkern mächtig ran. Schließlich ist es ihr Ziel, den Weihnachtsgottesdienst in diesem Jahr gemeinsam in dem Fachwerkkirchlein zu feiern.

Steineklopfen wird zur Routine

So ging auch die Arbeit am Sonnabend schnell von der Hand. Dutzende Helfer hatten sich, ausgerüstet mit Hämmern, zum Steineklopfen auf den Weg nach Neu Temmen gemacht. Was auf sie zukommt, das wussten die meisten von ihnen bereits, denn schon bei der Turmsanierung hatten sie fleißig mitgeholfen.

Einer, der bei keinem Einsatz an der Neu Temmener Kirche fehlt, ist Reiner Desenick vom Gemeindekirchenrat. Pfarrer Schwieger ist froh darüber, dass er jemanden vor Ort hat, der über alles wacht und auf den er sich verlassen kann. Auch dieses Mal war Reiner Desenick natürlich dabei, ebenso wie Carola und Dietmar Schlender aus Temmen, Familie Krassuski aus Poratz oder die Jugendlichen Anton Pietzcker aus Neu Temmen und Jonathan Helmert aus Berlin.

Kirchenschiff bereits eingerüstet

Flugs hatten die vielen Helfer den Kalkmörtel von den Steinen und diese für die Maurer später aufgestapelt. Schon in der nächsten, spätestens in der übernächsten Woche wird das Holz für das Fachwerk an der einen Seite des Kirchenschiffes und den Giebel geliefert. Das Gerüst für die Arbeiter steht bereits. Danach kann das Gefache dann mit den geputzen Steinen ausgemauert.

Ein Kamerateam des ZDF begleitete den Arbeitseinsatz. Die Fernsehleute von der Kirchenredaktion vollen über das Uckermärker Projekt NABU-Kirche berichten. Geplant ist die Ausstrahlung am Pfingstsonntag.

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