MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Mehr Ärzte in der Uckermark

Ärztemangel in Brandenburg ist ein heißes Thema im Wahlkampf. Eine Statistik zeigt jedoch: Immer mehr Ärzte lassen sich im Land nieder.
Die Zahl der ambulanten Ärzte hat in der Uckermark seit 2013 zugenommen.
Die Zahl der ambulanten Ärzte hat in der Uckermark seit 2013 zugenommen. Patrick Seeger
Uckermark.

Eine neue Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) zeigt, dass in Brandenburg die Zahl der Ärzte steigt. Auch in der Uckermark soll ein ähnlicher Positivtrend herrschen. Die KVBB und die Landespolitik bemühen sich weiterhin, mehr junge Mediziner ins Bundesland zu holen und der Landflucht entgegenzuwirken.

Aufwärtstrend seit einigen Jahren

In der Uckermark gibt es laut der KVBB mittlerweile mehr Ärzte als noch vor ein paar Jahren. Seit 2013 arbeiten im Landkreis drei Hausärzte mehr, nämlich 79. Die Zahl der Fachärzte ist ebenfalls gestiegen. Waren es vor sechs Jahren noch 106, sind es 2018 immerhin 113 gewesen.

Mehr Psychotherapeuten

Am deutlichsten ist ein Zuwachs bei Psychotherapeuten zu verzeichnen. Hier hat sich die Summe innerhalb der gemessenen fünf Jahre mit 16 auf 33 um mehr als das Doppelte gesteigert. Und das alles „trotz sinkender Bevölkerungszahl in der Uckermark“, wie eine Mitarbeiterin der KVBB betont.

Noch immer viel zu tun

Der Aufwärtstrend soll weiterhin anhalten. Die KVBB hätte gemeinsam mit den Krankenkassen im vergangenen Jahr über 8,2 Millionen Euro in die Nachwuchsförderung investiert. Darüber hinaus startet in Brandenburg zum Beginn des neuen Studienjahres 2019/2020 ein neues Förderprogramm der Landesregierung zur Stärkung der landärztlichen Versorgung. Medizinstudierende können sich für ein monatliches Stipendium bewerben. Trotzdem allem Bemühen liegt das Land bei der gesamten Arztdichte in Deutschland weiterhin auf dem letzten Platz.

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Kommentare (1)

Bei der Zulassung neuer Kassensitze, hat die KV mehrere Möglichkeiten, den Niederlassungsort festzulegen. Durch Missmanagement kommt es dann dazu, dass sich neue Ärzte eher in den Ballungszentren der Region niederlassen. Der ländliche Raum bleibt weiterhin unterversorgt.
Pasewalk hat übrigens mittlerweile 8 Psychotherapeuten.