NACH SAISONENDE

Mehr Radtourismus in der Uckermark

Die Dienstleistungsanbieter rund um Zweiräder gelten als Gewinner in der Corona-Krise. Doch wie sieht es konkret in der Region aus?
Die Uckermark lädt mit ihren herrlichen Landschaften immer mehr Radfahrer zu Touren ein.
Die Uckermark lädt mit ihren herrlichen Landschaften immer mehr Radfahrer zu Touren ein. Klaus-Peter Kappest
Prenzlau.

Der Radtourismus gehört zu den wenigen Gewinnern in der Corona-Krise, die Umsätze sind gestiegen – heißt es zumindest. Auch in der Uckermark berichten viele Beteiligte von boomenden Geschäften, wenngleich nicht alle. Die auf Fahrradtouristen spezialisierte „Pension Mitteltorturm“, an der Stephan Holzheimer als Mitinhaber beteiligt ist, blickt auf erfolgreiche Monate zurück. Die Herberge sei seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown im Frühjahr praktisch durchgehend ausgebucht gewesen. „Wir hatten zeitweise dreimal so viele Anfragen, wie wir Betten haben“, sagte Stephan Holzheimer.

Mehr Leihfahrräder vermietet

Deutlich mehr Radtouristen als in anderen Jahren hat auch Volker Daun, Inhaber des Radcenters Templin, festgestellt. „Wir haben es unter anderem an der Vermietung unserer Leihfahrräder gemerkt. Das war häufiger der Fall als in den Vorjahren“, schätzte er ein. Und nicht nur das: „Es kamen auch mehr Tagestouristen zu Reparaturen in die Werkstatt.“ Und einen weiteren Trend habe er ausmachen können: „Der E-Bike-Tourismus brummt.“

Anderer Trend bei Jugendherberge

Carola Winter, Leiterin der Radler- und Jugendherberge in Templin, kann den Trend dagegen nicht bestätigen. Das lag ihrer Ansicht nach an Corona und den damit einhergegangenen Einschränkungen. „Viele Herbergen hatten schließen müssen. Wir hatten noch Glück und konnten unsere Zimmer an Bauarbeiter vermieten.“ Im Juli, August und September habe der Betrieb allerdings richtig geboomt. „Weniger mit Radtouristen, sondern vielmehr mit Wandergruppen, Familien mit Kindern und Individualreisenden“, erzählte sie.

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