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Mehrheit will Reifenkiller auf B 198 entschärfen

Die Kritik an der Gramzower Verkehrsinsel auf der Bundesstraße 198 ist massiv. Jetzt liegen erste Umfrageergebnisse vor.
Heiko Schulze Heiko Schulze
Scharfkantig, rechteckig und in Granit ausgeführt stehen die Außenborde der Verkehrsinsel am Gramzower Ortseingang auf der B
Scharfkantig, rechteckig und in Granit ausgeführt stehen die Außenborde der Verkehrsinsel am Gramzower Ortseingang auf der B 198 weiter in Kritik. Heiko Schulze
Die Verkehrsinsel in Gramzow lässt weiter Reifen platzen. Aus Sicht des verantwortlichen Landesbetriebes Straßenwesen ist de
Die Verkehrsinsel in Gramzow lässt weiter Reifen platzen. Aus Sicht des verantwortlichen Landesbetriebes Straßenwesen ist dennoch alles in Ordnung. Heiko Schulze
Es geht auch anders: Abgeschrägte Bordsteinkante aus Granit an der Verkehrsinsel in Templin.
Es geht auch anders: Abgeschrägte Bordsteinkante aus Granit an der Verkehrsinsel in Templin. Horst Skoupy
Gramzow.

Die Diskussion über die vor einem Jahr neu ausgebaute Verkehrsinsel auf der B 198, Ortseingang Gramzow, ebbt nicht ab. In Kritik stehen vor allem die rechtwinkeligen Granitsteine als Begrenzung, an denen sich schon Dutzende Fahrzeugfahrer die Reifen aufgeschlitzt haben.

Vorläufige Ergebnisse

In der Onlineabstimmung unter www.nordkurier.de mit bisher 119 Teilnehmern spricht sich die Mehrheit von 39,5 Prozent dafür aus, dass die Steine – ähnlich wie beim Beispiel der Templiner Verkehrsinsel in Richtung Lychen, abgeschrägt werden. Knapp 32 Prozent finden die bauliche Ausführung der Gramzower Insel sogar „völlig daneben“, während 28,5 Prozent diese „vollkommen richtig und angemessen im Interesse der Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer“ halten.

Kontroverse Meinungen

„Selbst mit einem Sattelzug kommt man da durch, vielleicht nicht mit 50 km/h, aber es geht“, bricht in der Diskussion Philipp Siebert eine Lanze für die aktuelle Bauausführung. Auch der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg sieht keinen Grund für eine Veränderung, wie der Uckermark Kurier berichtete. Leser Michael Leu empfiehlt, vor der Insel vielleicht noch ein extra Schild hinzustellen mit einer 30 km/h-Begrenzung. Dass die Bauausführung der Gramzower Verkehrsinsel tatsächlich eine Ausnahme darstelle, bekräftigt Markus Raupach: „Die ist zu extrem. Schneller als 50 würde ich da auf keinen Fall fahren. Aber einmal kurz verlenkt – dann kracht es. Das kann auch nicht sein. Abgeschrägte Bordsteine wären wirklich besser. Gut fände ich zum Beispiel, wenn nachts oder bei schlechtem Wetter die Schilder blinken würden, so wie in Polen.“

Verstehe Aufregung nicht

Klaus Klossek aus dem Gramzower Ortsteil Meichow kann die ganze Aufregung um die Verkehrsinsel nicht verstehen: „Sie wurde in Verbindung mit dem Bau des Radweges errichtet, um die sichere Überquerung der Fahrbahn für Fußgänger und Radfahrer zu ermöglichen. Eine gute Sache. Ab dem Ortseingangsschild gilt Tempo 50. Wer sich dran hält, kommt sicher durch. Also sollte man nicht die Schuld bei anderen suchen, sondern sein eigenes Fahrverhalten kritisch unter die Lupe nehmen“, empfiehlt dieser.

Abstimmung möglich

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www.nordkurier.de/reifenkiller

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