FEUER IN SENIOREN-ANLAGE

Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte in Templin

Der verheerende Brand im Dachgeschoss einer Seniorenanlage in Templin hat mindestens einen Toten und mehrere Verletzte gefordert. Alle 89 Bewohner müssen evakuiert werden.
Mit mehreren C-Rohren und auch von der Drehleiter aus wurde der Löschangriff unternommen.
Mit mehreren C-Rohren und auch von der Drehleiter aus wurde der Löschangriff unternommen. Uwe Werner
Der Dachstuhl brannte in voller Ausdehnung. Das Feuer war gegen 19 Uhr noch nicht unter Kontrolle. r
Der Dachstuhl brannte in voller Ausdehnung. Das Feuer war gegen 19 Uhr noch nicht unter Kontrolle. Uwe Werner
Die Rauchfahne zog über große Teile der Stadt.
Die Rauchfahne zog über große Teile der Stadt. Uwe Werner
Bürgermeister Detlef Tabbert halt umgehend dabei, Ausweichquartiere für die Evakuierten zu organisieren.
Bürgermeister Detlef Tabbert hatte umgehend Ausweichquartiere für die Evakuierten organisiert. Uwe Werner
Auch ein Rettungshubschrauber sowie ein Polizeihelikopter zur Branderkundung aus der Luft waren im Einsatz.
Auch ein Rettungshubschrauber sowie ein Polizeihelikopter zur Branderkundung aus der Luft waren im Einsatz. Uwe Werner
Der Dachstuhl brannte komplett aus.r
Der Dachstuhl brannte komplett aus. Uwe Werner
Die Feuerwehren aus Templin und Umgebung sowie eine weitere Drehleiter aus Prenzlau waren bis spät abends gefordert.
Die Feuerwehren aus Templin und Umgebung sowie eine weitere Drehleiter aus Prenzlau waren bis spät abends gefordert. Uwe Werner
Das ganze Ausmaß der Schäden sowie die Brandursache waren an frühen Abend noch nicht bekannt.
Das ganze Ausmaß der Schäden sowie die Brandursache waren am frühen Abend noch nicht bekannt. Uwe Werner
Templin.

Bei einem Großfeuer in der betreuten Seniorenwohnstätte des DRK im Haselweg/Ecke Kastanienweg in Templin wurden am späten Sonnabendnachmittag mehrere Bewohner verletzt. Es gibt nach Auskunft der Polizei mindestens einen Toten zu beklagen, eine weitere Person wurde am Sonnabendabend noch vermisst. Neben 80 Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren aus Templin und den dazugehörigen Ortsteilen, aus Prenzlau, Fürstenberg und Lychen kamen zahlreiche Sanitäter, Notärzte und Polizisten zum Einsatz.

+++ Update: Der Tag nach dem Großfeuer +++

Ein Drittel der Anlage unbewohnbar 

Zur konkreten Zahl der Verletzten und die Schwere ihrer Verletzungen, zur Brandursache sowie zu den weiteren Schäden konnte die Einsatzleitung vor Ort am Abend noch keine genauen Angaben machen. Neben einem Rettungshubschrauber kam auch ein mit Wärmebildkamera ausgestatteter Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Nach Angaben von Augenzeugen war der Brand kurz vor 17 Uhr im Bereich der Dachgeschosswohnungen ausgebrochen. Dicke Rauchwolken waren über Templin sichtbar. Das Feuer, so schilderte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) dem Uckermark Kurier, habe sich auf circa einem Drittel des Dachgeschosses der Wohnanlage ausgebreitet. Rund ein Drittel der Wohnungen werde definitiv für längere Zeit nicht bewohnbar sein. Alle 89 Bewohner der Wohnanlage musste evakuiert werden. Zuvor wurde bei ihnen der Verdacht einer möglichen Rauchvergiftung abgeklärt.

Polizei richtet Auskunftsstelle für Angehörige ein

Einige der betroffenen Bewohner kamen noch am Sonnabend bei ihren Familienangehörigen unter, andere wurden unter anderem in Räumlichkeiten des DRK, im Seniorenlandsitz Templin und in Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Uckermark vorläufig untergebracht. Die Koordination der Evakuierungsmaßnahmen übernahm der DRK-Kreisverband unter Leitung des Geschäftsführers Nico Brückmann. Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg hat eine Auskunftsstelle eingerichtet, bei der Bürger sich über den Verbleib möglicherweise betroffener Angehöriger informieren können - unter der Telefonnummer 0331/505950.

Ab Sonntag, dem 12. Juli, 9 Uhr ist die DRK-Sozialstation in Templin für weitere Fragen von Angehörigen telefonisch unter der Rufnummer 03987 700 633 zu erreichen. „Am Sonntag werden wir auch einen ersten Überblick haben, inwieweit über die Unterbringung hinaus weitere Hilfe notwendig sein wird”, stellte Bürgermeister Detlef Tabbert in Aussicht. Dieser zollte großen Respekt für alle Einsatzkräfte, die in dieser Katastrophe für Templin ihr bestmögliches gegeben und so noch größeren Schaden an Leib und Leben verhindert hätten.

Dramatische Stunden

Es waren dramatische Stunden für die Bewohner ebenso wie für die zahlreichen Rettungskräfte gewesen. Dicke schwarze Rauchschwaden zogen aus dem Norden Templins über die Stadt. Feuerwehren, Rettungsfahrzeuge und Polizeieinsatzfahrzeuge waren ab kurz vor 17 Uhr stundenlang mit Blaulicht und Notsignal unterwegs. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Templin, Röddelin, Gandenitz, Klosterwalde, Storkow und Vietmannsdorf bekämpften das Feuer zunächst mit mehreren Strahlrohren vom Boden und über die Drehleiter. Eine weitere Drehleiter der Feuerwehr aus Prenzlau wurde später zur Unterstützung an die Unglücksstelle beordert. Viele Einsatzkräfte mussten abwechselnd unter Atemschutz arbeiten.

Ursache noch ungeklärt

„Große Teile des Wohnkomplexes brannten in voller Ausdehnung. Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle. Wir werden wohl noch bis in den späten Abend oder die Nacht zu tun haben”, informierte der Einsatzleiter der Templiner Feuerwehr, Stefan Hennig, auf Nachfrage des Uckermark Kuriers. Über die Brandursache und zur Höhe des Sachschadens lagen bis zur Stunde noch keine Angaben vor. Für den DRK-Kreisverband liegt jetzt der Schwerpunkt darauf, die Pflege und Betreuung der überwiegend betagten und hilfebedürftigen Bewohner zu organisieren.

Der Nordkurier / Uckermark Kurier berichtet Online und Print fortlaufend vom weiteren Geschehen.

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