FREISPRECHUNG IN PRENZLAU

Mit Schulterschlag zum Gesellen ernannt

Drei Jahre haben sie gebüffelt und in der Praxis ihr Bestes gegeben. Am Donnerstag ernteten 27 von ursprünglich 33 Azubis den Lohn ihrer Mühen.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Strahlende Gesichter auch bei der Dachdeckerzunft.
Strahlende Gesichter auch bei der Dachdeckerzunft. Claudia Marsal
Kreishandwerksmeister Siegfried Schön (Mitte) und Kornelia Stümke bei der Ausgabe der Briefe
Kreishandwerksmeister Siegfried Schön (Mitte) und Kornelia Stümke bei der Ausgabe der Briefe Claudia Marsal
Die Reihe der frischgebackenen Friseurinnen
Die Reihe der frischgebackenen Friseurinnen Claudia Marsal
Traditionell wurden 12 Kerzen entzündet.
Traditionell wurden 12 Kerzen entzündet. Claudia Marsal
Pfarrer Wolfgang Menze hieß die Gäste in der Katholischen Kirche willkommen.
Pfarrer Wolfgang Menze hieß die Gäste in der Katholischen Kirche willkommen. Claudia Marsal
Wenn der Papa einen Termin hat, muss Sohnemann mit.
Wenn der Papa einen Termin hat, muss Sohnemann mit. Claudia Marsal
Die Zuschauerreihen waren bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Zuschauerreihen waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Claudia Marsal
Musikalische Umrahmung vom Chor
Musikalische Umrahmung vom Chor Claudia Marsal
Dieses Duett machte den Gästen Spaß.
Dieses Duett machte den Gästen Spaß. Claudia Marsal
Prenzlau.

In der Katholischen Kirche zu Prenzlau wurden Donnerstagabend nach alter Sitte zwölf Kerzen entzündet. Dies geschah zu Ehren von 27 jungen Damen und Herren, die hier im Rahmen der feierlichen Freisprechung ihre Gesellenbriefe überreicht bekamen. Vier Kerzen entzündete ein Bäcker, der Symbolberuf für leibliches Wohlergehen; vier Kerzen ein Zimmermann, der Symbolberuf für ein stabiles und wohnliches Haus, und die letzten vier Kerzen ein Schornsteinfeger, der Symbolberuf für dauerndes Glück!

Freisprechung im traditionellen Rahmen

Die drei guten Wünsche und die zwölf Kerzen sollen die jungen Leute nicht nur an diesen Tag erinnern und sie auf ihrem weiteren Weg begleiten, sondern bedeuten nach alter Handwerkersitte auch, dass jedes Jahr aufs Neue zwölf Monate Wärme und Geborgenheit in der großen Familie des Handwerks bringt. Die eigentliche Freisprechung erfolgte mit einem symbolischen Schlag mittels eines handwerkstypischen Werkzeuges – zunächst auf die rechte Schulter mit den Worten: „Mit dem Gesellenschlag erhebe ich Sie in den Stand der Gesellen und befreie Sie von den Pflichten des Lehrlings.“ Und dann auf die linke Schulter mit den Worten: „Ich verpflichte Sie, Ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Ehre des Handwerks jederzeit einzusetzen.“

Die Übergabe der Gesellenbriefe im Dachdeckerhandwerk wurde vorgenommen durch den stellvertretenden Obermeister der Dachdeckerinnung Uckermark, Reiner Wieczorek, sowie durch Norbert Rescher, Vorstandsmitglied der Innung. Sechs Auszubildende waren hier geprüft und für fähig befunden worden.

Nur ein Elektroniker bestanden

Dem schloss sich der feierliche Akt für die Junggesellen im Elektroniker-Handwerk an. Hier hatten sich drei Umschüler und ein Auszubildender der Prüfung gestellt. Leider bestand nur ein Umschüler. Die Freisprechung der Junggesellinnen im Friseurhandwerk nahmen die stellvertretende Obermeisterin der Friseurinnung Uckermark, Angelika Bechly, sowie die Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Monika Lange-Gohlke vor. Hier hatten alle Prüflinge die Anforderungen erfüllt.

Danach waren die Junggesellen im Kfz-Mechatronikerhandwerk an der Reihe. Hier hatten acht von neun jungen Männern die Prüfer überzeugen können. Die Übergabe der Urkunden erfolgte durch den Obermeister der Kfz-Innung Uckermark, Steffen Münn, sowie durch das Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses, Karsten Galle.

Zum Abschluss die jungen Tischler

Im Maler- und Lackiererhandwerk war nur ein Auszubildender geprüft worden – mit Erfolg. Ihm übergab Kreishandwerksmeister Siegfried Schön persönlich den Gesellenbrief. Den Abschluss bildeten die Junggesellen im Tischlerhandwerk. Ihnen gratulierten der Obermeister der Tischler-Innung Uckermark Detlef Damm sowie der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Detlef Wuttke.

Das sind die neuen Gesellen

Dachdecker
Paul Herzberger (Dachdeckerei und Bauklempnerei Gregor Trentow in Hönow),
Jonas Kleinschmidt (Dachdeckermeister Tobias Steinmetzer in Frankfurt/Oder), Steven Kreutz (Dachdeckerei Störmann GmbH in Schöneiche), Niklas Rose (Hans.-J. Bley Bedachungen aller Art Brieskow-Finkenheerd GmbH in Brieskow-Finkenheerd), Steven Wienholz (Dachdeckermeister Steven Schönbrodt in Schorfheide/Finow), Max-Danny Zimmermann (Marco Riemelt Dachdecker GmbH in Wriezen)

Elektroniker
Steven Köhler (ABW GmbH, Angermünde)

Friseur
Joelle Pia Hübner (Haarstudio M & A von Friseurmeisterin Monika Abitz in Schwedt), Vanessa Kassebaum und Sylvana Pannenberg (City-Friseur Migber-Lorenz & Ockel in Templin), Janine Schröder und Monique Uhder (Frisur- und Haarpflege „Modische Linie eG“ in Prenzlau) sowie Isabelle Sydow (Friseurmeisterin Antje Tuchen in Templin)

Personenkraftwagentechniker
Henrik Backhaus (BIG Automobile GmbH, Schwedt), Phillipp Westphal (Autohaus Jahn GmbH in Prenzlau), Michael Eckert (Penkuner Autoservice Kühn in Krakow), Sebastian Solarz (City Car Michael Jachner in Schwedt) sowie Enrico Mentzer, Stev Zilesch und Steven Omieczynski (ABW GmbH Angermünde)

Tischler
Steven Blumenthal (Tischlerei und Küchenstudio Gösta Blum in Prenzlau), Tom Burrmann (Templiner Tischlerei Herder GmbH in Templin), Bert Tillmann Friedrich (ABW GmbH in Angermünde), Daniel-André Huwer (Möbel-Damm GmbH in Templin) sowie Lucas Petersen (ausgebildet im Betrieb von Heiko Jähnke in Templin)

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