KOMMUNEN PROTESTIEREN

Moratorium gegen Erdgaserkundung (Video)

In Energiewende-Zeiten nach fossilem Gas zu bohren, stößt in Uckermark und Oberhavel nicht auf Zuspruch. Fünf Städte wollen das verhindern.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Dirk Wendland (Zehdenick) Frank Stege (Gransee), Karola Gundlach (Lychen), Detlef Tabbert (Templin) und Robert Philipp (Fürstenberg/H.) fordern ein Moratorium.
Dirk Wendland (Zehdenick) Frank Stege (Gransee), Karola Gundlach (Lychen), Detlef Tabbert (Templin) und Robert Philipp (Fürstenberg/H.) fordern ein Moratorium. Sigrid Werner
Ulrike Werner von der Bürgerinitiative überreichte Protestbanner an die Bürgermeister.
Ulrike Werner von der Bürgerinitiative überreichte Protestbanner an die Bürgermeister. Sigrid Werner
Die Bürgerinitiative gegen Erdgasbohren hat Unterstützung bekommen.
Die Bürgerinitiative gegen Erdgasbohren hat Unterstützung bekommen. Sigrid Werner
Templin.

Die Kommunen und Ämter Templin, Lychen, Zehdenick, Gransee und Fürstenberg haben am Freitag ein Moratorium für die Erkundung und Erschließung neuer Erdgasfelder in Brandenburg gefordert. Genehmigungen sollen solange ausgesetzt werden, bis die Landesregierung anhand von Studien nachweisen kann, dass die Förderung von Erdgas keine Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden verursacht. Die Kommunen folgen damit Forderungen der Bürgerinitiative gegen Erdgasbohren in Uckermark und Oberhavel.

Appell an Landtagsfraktionen

Die Hauptverwaltungsbeamten wenden sich mit dem Segen ihrer Stadtverordneten und Gemeindevertreter mit diesem Appell an den Wirtschaftsminister des Landes. Zugleich unterzeichneten sie ein gemeinsames Schreiben an die Landtagsfraktionen. Darin rufen sie dazu auf, sich mit den Kommunen gegen die geplante Erdgasförderung in der Region und jede weitere Erkundung des fossilen Brennstoffes zur Wehr zu setzen.

Fossiler Brennstoff überflüssig

Seit 2014 wird in der Region Oberhavel-Uckermark von der Firma Jasper Resources GmbH die Erschließung eines neuen Erdgasfeldes vorangetrieben. Im Winter fand mit Genehmigung des Bergbauamtes eine seismische Erkundung statt. Nächster Schritt wäre eine Probebohrung. Eine Bürgerinitiative und die kommunale Gemeinschaft wollen eine politische Entscheidung erzwingen, um Zeit zu gewinnen, bis der fossile Brennstoff im Zuge der Energiewende überflüssig ist.

 

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