KULTURERBE

Mundartverein aus Prenzlau mit Max-Lindow-Preis geehrt

Am Sonntag wurde erstmals ein Preis in Prenzlau verliehen, der Akteure auszeichnet, die sich um die Pflege der uckermärkischen Mundart verdient machen.
Der erste Max-Lindow-Preis geht an den Prenzlauer Mundartverein Adbeernest e.V.
Der erste Max-Lindow-Preis geht an den Prenzlauer Mundartverein Adbeernest e.V. Konstantin Kraft
Prenzlau.

Der Prenzlauer Mundartverein Adbeernest e.V. ist am Sonntagnachmittag mit dem Max-Lindow-Preis ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden Verdienste um die Pflege und Verbreitung der uckermärkischen Heimat- und Muttersprache, dem Plattdeutsch, gewürdigt. In Anwesenheit von Landrätin Karina Dörk (CDU), Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) und Dr. Annegret Lindow, der Tochter von Max Lindow, wurde der Preis im Dominikanerkloster erstmals verliehen.

Bedeutendes Kulturerbe

„Mit dem Max-Lindow-Preis ehren wir heute einen Verein, der durch sein beispielhaftes Wirken und seine Ausstrahlung über die Grenzen der Uckermark hinaus bekannt ist”, sagte Dr. Stephan Diller, Leiter des Dominikanerklosters, in seiner Laudatio. Der Verein Adbeernest habe sich der Pflege der niederdeutschen Sprache als einem bedeutenden Kulturerbe mit großer Leidenschaft gewidmet.

Störche klappern

Das Wort „Adbeernest” bedeutet auf Hochdeutsch „Storchennest”. Es charakterisiere auf anschauliche Weise, was den Vereinsmitgliedern auf dem Herzen liege. „So, wie das Klappern von Störchen weit zu hören ist, tragen die Mitglieder des Adbeernestes ihre Botschaften nach außen”, so Diller. „Laut klappernd” sorgten sie dafür, dass Plattdeutsch gehört würde und sich Menschen dafür interessieren und begeistern.

Gut der Mundart

In Stellvertretung des gesamten Vereins nahmen der Vereinsvorsitzende Edwin Labahn sowie der langjährige Vorsitzende Friedrich Ninnemann die Medaille entgegen. Labahn bedankte sich auf Plattdeutsch bei den Gästen. Es bereite den Vereinsmitgliedern großen Spaß, die Mundart in die Welt zu tragen.

Es geht weiter

Der Max-Lindow-Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhalten die Preisträger eine Medaille. Auf der Rückseite steht ein Spruch von Max Lindow. Übersetzt heißt dieser „Es geht weiter”. Eine schöne Symbolik für die lebendige Tradition der uckermärkischen Mundart bis in die Gegenwart hinein.

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