RANDALE?

Nächtlicher Tumult in Prenzlau beschäftigt Anwohner

Was ist dran am Ärger mit tschetschenischen Jugendlichen? Fakt ist, dass die Polizei am frühen Sonnabendabend zu einem Einsatz ausrückte.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Lena Hensel hat den Vorfall mit dem Handy festgehalten, in den auch der Sohn von Lotti Jachtner (rechts) involviert war.
Lena Hensel hat den Vorfall mit dem Handy festgehalten, in den auch der Sohn von Lotti Jachtner (rechts) involviert war. Privat
Prenzlau.

Lotti Jachtner hat Angst um ihren Sohn. Der 14-Jährige wird seit längerer Zeit von jungen Tschetschenen bedroht, sagt die Prenzlauerin dem Uckermark Kurier. Seinen Höhepunkt habe das Ganze am vergangenen Sonnabend erreicht. Da stand der Siebentklässler vor einem Supermarkt und rief per Handy um Hilfe. „Er sollte dort verprügelt werden“, erinnert sich die junge Frau voller Grauen zurück. Zum Glück habe sie einen Arbeitskollegen in die Spur schicken können, der den Schüler aus der Gefahrenzone brachte. Parallel dazu lief ein Einsatz der Prenzlauer Polizei.

Aufruhr am Georg-Dreke-Ring

Der Diensthabende der Inspektion bestätigte dem Uckermark Kurier, dass es an besagtem Tag um 18.18  Uhr vor dem Netto eine Auseinandersetzung gegeben habe, in deren Folge dann eine Bestimmung des Aufenthaltsortes der drei beschuldigten Tschetschenen und Gefährderansprachen liefen. Lotti Jachtner zufolge sei es dabei aber leider nicht geblieben. Im Verlauf des Abends hätten Freunde ihren Großen informiert, dass die Schläger wieder nach ihm suchten. Sie habe sich mit ihm dann selbst an die benannte Stelle am Georg-Dreke-Ring begeben. „Vor Ort war schon die Hölle los“, erinnert sich die Kreisstädterin zurück. Das müsse so gegen 21.30 Uhr gewesen sein, setzt sie hinzu.

Plötzlich von Messern die Rede

Kurze Zeit später wählte ihr Sohn den Notruf, weil die Situation außer Kontrolle zu geraten drohte. „Überall schrien Jugendliche rum, plötzlich war auch von Messern die Rede“, lässt sie den Abend Revue passieren. Lotti Jachtner zufolge sei in dem Moment ein Streifenwagen um die Ecke gebogen. „Ich habe den Beamten gesagt, was Sache ist.“ Diesen Einsatz hingegen will die Polizei so nicht bestätigen.

Szenen wie aus dem Fernsehen

Auch nicht das, was Zeugin Lena Hensel dem Uckermark Kurier erzählt: „Solche schlimmen Szenen kennt man sonst ja nur aus dem Fernsehen.“ Sie sei immer noch geschockt von dem, was sie in der Nacht in Prenzlau miterlebt habe. Die 24-Jährige wohnt am Georg-Dreke-Ring gegenüber Kaufland und versichert, dass dort nächtliche Krawalle leider zum Alltag gehörten. Die Mutter von zwei Kindern berichtet, dass sich immer öfter Gruppen mit Migranten zusammenrotten würden. „Und was dann abgeht, macht uns Angst.“ An besagtem Abend habe es ihren Beobachtungen zufolge damit begonnen, dass drei jüngere Mädchen zunächst lautstark mit mehreren Jugendlichen mit Migrationshintergrund gestritten hätten.

Situation wirkt bedrohlich

„Ich habe gehört, dass sie diese der angedrohten Vergewaltigung beschuldigten“, erinnert sie sich zurück. „Wir f... euch jetzt“ sollen die jungen Männer gesagt haben. Innerhalb kürzester Zeit seien Eltern dazu gekommen, so Lena Hensel. „Auch ein Verwandter der Beschuldigten raste mit einem Pkw herbei.“ Von ihrem Balkon aus verfolgte Lena Hensel mit, wie sich die Lage zuspitzte. Auch Fotos machte sie. „Auf einmal waren da bestimmt 35 Menschen, die sich anbrüllten und zu schubsen und schlagen begannen. Als die Polizei mit einem Streifenwagen eintraf, liefen die meisten weg. Ich konnte aber noch sehen, dass von einigen wohl Personalien oder Aussagen aufgenommen wurden.“ Mehr wisse sie nicht. Mehr in Erfahrung bringen konnte bislang auch der Uckermark Kurier nicht.

Kein größerer Polizeieinsatz am Georg-Dreke-Ring

Die Pressestelle der Polizeidirektion Frankfurt/Oder teilte Montagvormittag mit, dass man einen solchen Einsatz nicht bestätigen könne. Sprecher Ingo Heese schrieb auf Nachfrage: „Es liegen hier keine Informationen vor, dass die Polizei von einem Zeugen zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen gerufen wurde. Aus der Polizeiinspektion konnte ich in Erfahrung bringen, dass zur besagten Zeit eine Funkwagenbesatzung lediglich eine Personengruppe kontrollierte. Sollten es dennoch Personen geben, die uns Hinweise zu einer eventuellen Straftat geben können, werden diese gebeten, ihre Feststellungen der Polizei in Prenzlau zu melden.“

Telefon: 03984 350

Auch in Neubrandenburg hatte es zuletzt Probleme mit jungen Männern mit Migrationshintergrund gegeben, die im öffentlichen Raum Straftaten begangen haben sollen.

 

StadtLandKlassik - Konzert in Prenzlau

zur Homepage

Kommentare (2)

Hat sich die Mutter bestimmt nur ausgedacht. Migranten mit Messern!? Und dann auch noch sexuelle Belästigung!? Niemals! Sowas machen unsere Gäste doch nicht. Stimmts Simslabim?

Auch ein blindes Huhn, findet mal ein Korn...