Andreas Büttner will sich von der Aktion nicht einschüchtern lassen.
Andreas Büttner will sich von der Aktion nicht einschüchtern lassen. Christophe Gateau
Rechte Bedrohung

Nazis schicken Postkarte an Privatadresse von Politiker aus Templin

Der Landtagsabgeordnete Andreas Büttner (Die Linke) hat eine Postkarte mit rechter Propaganda an seine private Hausanschrift geschickt bekommen.
Templin

Es ist eine „neue Qualität“ der Bedrohung. Wie jetzt bekannt wurde, hatte der linke Landtagsabgeordnete Andreas Büttner aus Templin am Wochenende nach Weihnachten eine Postkarte mit rechter Propaganda der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ an seine private Hausanschrift geschickt bekommen.

Polizei ist alarmiert

„Die Nazis schrecken nicht davor zurück diese Karten auch an Privatadresse zu schicken. Diese ganze Aktion ist eine Unverschämtheit“, sagte Andreas Büttner. Er habe nach Erhalt der Postkarte umgehend die Polizei gerufen, die die Karte sicherstellte. „Ich bin der Polizei Uckermark für die schnelle Reaktion sehr dankbar.“

Neue Qualität

In seiner politischen Tätigkeit habe Büttner auch in der Vergangenheit schon Bedrohungen und Einschüchterungsversuche ertragen müssen. Mit Blick auf den Versand der Postkarte an seine Privatadresse sprach er jedoch von einer „neuen Qualität“, da hier auch seine Familie mit betroffen sei.

Keine Einschüchterung

Bei alledem stellte der Linken-Politiker klar: „Diese Aktion hat keine Auswirkungen auf meine politische Arbeit. Sie zeigt aber, dass Neonazis auch vor privaten Adressen nicht zurückschrecken und damit bewusst versuchen, Menschen zu verunsichern. Das werden sie bei mir aber nicht schaffen. Meine Bemühungen, sich gegen Faschismus und Rassenwahn einzusetzen, werden eher gestärkt.“

 

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