Noch verhüllt ein großes Banner den Blick auf das Gelände am Unteruckersee.
Noch verhüllt ein großes Banner den Blick auf das Gelände am Unteruckersee. Claudia Marsal
Auch ein Bootsverleih gehört zum Konzept des „Balu”.
Auch ein Bootsverleih gehört zum Konzept des „Balu”. Claudia Marsal
Noch liegt der Steg verwaist.
Noch liegt der Steg verwaist. Claudia Marsal
Seit dem Verkauf der MS „Onkel Albert” ruht die Fahrgastschifffahrt auf dem See.
Seit dem Verkauf der MS „Onkel Albert” ruht die Fahrgastschifffahrt auf dem See. Claudia Marsal
Südsee-Feeling in Prenzlau

Neues Strandcafé steht in den Startlöchern

Noch ist das Tor vorm „Balu” zum Leidwesen der Prenzlauer verschlossen. Auch von dem versprochenen Fahrgastschiff ist auf dem See nichts zu sehen.
Prenzlau

Gute Nachrichten für Prenzlau: Nach Rücksprache mit den neuen Betreibern des „Balu” teilte die Stadt in dieser Woche mit, dass die Eröffnung naht. In den nächsten zwei bis drei Wochen sollen sich die Türen des kleinen Lokals an der Uckerpromenade wieder öffnen. Aufgrund vielseitiger Erneuerungen und den damit verbundenen Lieferengpässen hatte sich der Saisonstart etwas verzögert. Sobald der genaue Eröffnungstermin für das „Balu” feststeht, wird die Öffentlichkeit informiert, hieß es.

+++ Sein letzter Sommer im „Balu“ +++

Beim neuen Fahrgastschiff sieht die Lage indes nicht ganz so rosig aus. Dort müssen Veränderungen vorgenommen werden, die wider Erwarten einen größeren Umfang als geplant haben. Wann das Schiff seinen ersten Einsatz auf dem Uckersee hat, kann momentan noch nicht gesagt werden. Aber sowohl die Stadt als auch die Pächter gehen davon aus, dass das noch dieses Jahr der Fall sein wird.

Stadt froh über neue Betreiber

Bürgermeister Hendrik Sommer weiß, dass die Prenzlauer bereits ungeduldig auf Wiederbelebung in diesem Bereich warten: „Das ist verständlich. Als Stadt waren und sind wir froh, dass wir – und das noch während der Corona-Pandemie – neue Betreiber gefunden haben, die genauso wie wir wollen, dass beide Angebote wieder zur Verfügung stehen. Die Betreiber arbeiten sehr engagiert an der Wiedereröffnung ebenso wie am Projekt Fahrgastschiff. Sie hoffen – ebenso wie die Stadtverwaltung – dass es sobald wie möglich losgeht.”

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Der bisherige Pächter von „Balu” und Fahrgastschifffahrt, Torsten Kohn, hatte sich Ende 2021 aus Prenzlau verabschiedet. Bis Saisonende war das beliebte Strandcafé im Südsee-Look noch von dem 49-Jährigen betrieben worden. Sein Schiff, die MS „Onkel Albert”, ging nach dem Verkauf auf den Abtransport gen Polen.

Neu ausgeschrieben

Schon kurz nach Kohns Entscheidung, „Balu” und Schiff aufzugeben, hatte die Prenzlauer Stadtverwaltung die Fahrgastschifffahrt, das Strandcafé an der Uckerpromenade und den dazu gehörenden Bootsverleih ausgeschrieben. „Wir wollen dieses Angebot nicht nur für den Vier-Sterne-Campingplatz ,Sonnenkap‘, sondern auch für die Einheimischen erhalten“, betonte Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos). Es hatte danach sieben Anfragen von Interessenten gegeben. Davon hätten vier ein Angebot abgegeben. Wovon nur eines einen Barbetrieb vorsah. Die Stadt entschied sich für ein Trio aus Prenzlau, das mit einem ganzjährigen Konzept überzeugte. Danach legte das Team Robert Stresemann, Marko Lehnhardt und Enrico Muchow los.

Bei einem Pressetermin im April 2021 stellten die drei Prenzlauer ihr Konzept vor. Sie hatten damals bereits ein sogenanntes Wassertaxi für40 Personen von Templin nach Prenzlau überführt. Hier sollte es überholt und für seine zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden. Geplant war, dass das Wassertaxi – ein neuer Name wird noch gesucht – auf beiden Uckerseen verkehrt. Parallel zu den Arbeiten am Wassertaxi wollten die drei künftigen Betreiber – sie verfügen alle bereits über einen Bootsführerschein – noch die entsprechenden Qualifikationen ablegen, um zukünftig 40 Personen über die Uckerseen schippern zu dürfen. Was den Bootsverleih betrifft, sollten Tretboote, Kanus und Stand-Up-Paddling angeboten werden. Dazu kommen solarbetriebene BBQ-Donuts für acht Personen und BBQ-Inseln für 15 Personen.

Exklusive Bar

Die größte Veränderung sollte das Strandcafé erfahren, hin zur „exklusiven Strandbar für jedermann“, in der man sowohl tagsüber als auch abends schöne Stunden verbringen kann. Dafür sollten hochwertige Outdoor-Loungemöbel, eine Outdoor-Bar mit stimmiger Farbgestaltung sowie nachhaltiges Geschirr sorgen. Ein Highlight sollte der auf jedem Tisch installierte Order-Cube sein, über den Gäste per Knopfdruck mit dem Kellner kommunizieren können, versprach man im vergangenen Jahr. Was aus dem Konzept, das unter anderem Verkostungen, Weekouts, Balu Nights, Sushi Showcooking und Magiershows vorsah, verwirklicht wird, dürfte bald zu sehen sein. Die Prenzlauer bleiben gespannt.

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