BRANDGEFAHR

Parken im Wald wird in Templin richtig teuer

Mit Bußgeldern müssen Bürger ab sofort in der Kurstadt rechnen, die sich in Forstrevieren falsch verhalten.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Autofahrer, die ihre Wagen im Wald abstellen, geraten angesichts der Waldbrandgefahr ab sofort ins Visier von Mitarbeitern des Stadtforstes und des Ordnungsamtes der Stadt.
Autofahrer, die ihre Wagen im Wald abstellen, geraten angesichts der Waldbrandgefahr ab sofort ins Visier von Mitarbeitern des Stadtforstes und des Ordnungsamtes der Stadt. Heiko Schulze
Templin.

Forstbedienstete und Ordnungsamtsmitarbeiter wollen ab sofort verstärkt gegen Menschen vorgehen, die sich im Wald falsch verhalten. Das kündigte Stadtförster Christian Hierdeis in Templin an. Verstöße gegen unberechtigtes Befahren von Waldwegen, Parken im Wald oder gar offenes Feuer in Forstrevieren sollen demnach mit Bußgeldern geahndet werden. Anders als bei Ordnungsverstößen in der Stadt, die immer Knöllchen in gleicher Höhe nach sich ziehen, richte sich die Höhe der Bußgelder nach der jeweils herrschenden Waldbrandwarnstufe, so Hierdeis.

Potenzielle Gefahren

Hintergrund für die Maßnahme ist die anhaltende extreme Trockenheit in den Wäldern. Pilze- oder Blaubeersucher, die ihr Auto im Wald parken; Menschen, die mit dem Auto zu Badestellen in Waldnähe fahren; oder auch Angler, die an Ufern im Wald übernachten und dann Grills oder offenes Feuer anzünden – dies alles seien potenzielle Gefahren, die zu Waldbränden führen können, so der Stadtförster.

Rücksichtsloses Verhalten

Mit präventiven Kontrollen soll ihnen entgegengewirkt werden. Es gehe dabei nicht darum, Bürger zur Kasse zu bitten. Die meisten Bürger würden sich angesichts der Situation vernünftig verhalten. Doch es gebe Rücksichtslosigkeiten, gegen die vorgegangen werden müsse, stellte Christian Hierdeis klar.

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