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In diesem unscheinbaren Briefumschlag fand Pfarrer Thomas Höhle 3000 Euro sowie das Schreiben der anonymen Spender, das Geld der Suppenküche in der russischen Stadt Omsk zukommen zu lassen. Horst Skoupy
Überraschung im Briefkasten

Pfarrer erhält 3000 Euro von anonymen Spendern

Offenbar wegen seiner Kontakte nach Russland haben Unbekannte Thomas Höhle um Hilfe gebeten. Der katholische Geistliche kann tatsächlich helfen.
Templin

Eine nicht alltägliche Mission hat Templins Pfarrer Thomas Höhle auf sich genommen. Am Abend des 3. Januar hatte er im Briefkasten, der er sich mit dem katholischen Pfarramt teilt einen ziemlich dicken Briefumschlag gefunden. „In dem Umschlag befanden sich 3000 Euro in 50-Euro-Scheinen. Dazu lag ein Schreiben, in dem ich gebeten wurde, das Geld an die Suppenküche der Stadt Omsk weiterzuleiten“, erzählte Thomas Höhle.

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Über die Identität des Spenders kann er nur rätseln, denn der Brief ist nur mit den Worten „die Spender“ unterzeichnet. Die Personen scheinen Thomas Höhle gut zu kennen, wissen sie doch, dass er in Russland tätig war. Tatsächlich hatte Thomas Höhle von 1993 bis 2005 eine deutsche katholische Gemeinde in der Nähe der russischen Stadt Nowosibirsk betreut. Vermutlich hatte die Spender die Hoffnung, dass er noch Kontakte besitzt, die ihm dabei helfen könnten, das Geld nach Omsk zu bringen.

Die hat er tatsächlich. „Ich habe noch Kontakt zu einer deutschen Frau, die vor Jahren nach Russland gegangen ist, um sich dort sozial zu betätigen. Sie kennt die Suppenküche in Omsk“, erzählte Thomas Höhle. Über sie hat er Kontakt zum Betreiber der Caritas Nowosibirsk und zum deutschen Partnerverband in Osnabrück erhalten. „Der Zufall will es, dass in der kommenden Woche jemand aus Osnabrück nach Sibirien reist. Ich habe das Geld deshalb dem Verband in Osnabrück überwiesen. Der Mitarbeiter wird es in bar den Betreibern der Suppenküche in Omsk übergeben“, sagte er.

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Für Thomas Höhle ist es nicht wichtig, wer ihm den Umschlag in den Briefkasten gesteckt hat. Was zählt, sei das humanistische Anliegen, sagte er. Sich mit einer Geldspende in dieser Höhe für Bedürftige einer russischen Stadt in Sibirien einzusetzen, sei alles andere als alltäglich und verdiene Dank und Anerkennung, so der Pfarrer.

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