CORONA-PROTEST

Pfarrer wendet sich gegen die „totale Panikmache“

Aus persönlicher Betroffenheit mischt sich Thomas Dietz in die Corona-Debatte ein. Von der ersten Demo kehrte er beeindruckt nach Schönfeld heim.
Thomas Dietz sagt: Wir werden mit astronomischen Zahlen und Horrorbildern in Schockstarre versetzt und eine sachliche Auseinan
Thomas Dietz sagt: Wir werden mit astronomischen Zahlen und Horrorbildern in Schockstarre versetzt und eine sachliche Auseinandersetzung zur wirklichen Lage ist nicht möglich! Die wird einfach untersagt: Ungeheuerlich! Claudia Marsal
Schönfeld.

Thomas Dietz hätte sich am Wochenende gern wieder auf den Weg nach Berlin gemacht – zur Corona-Demo. Bei der ersten am 1. August war er bereits dabei. Aber diesmal verhinderte das sein Terminplan – bereits Wochen vorher standen die Konfirmationen drin. Diese Familien wollte er nicht enttäuschen. Bei der Entscheidung fürs Bleiben konnte er allerdings nicht ahnen, dass es die für den 29. August geplante Kundgebung auch gar nicht geben wird. Der Senat hat sie Mittwoch verboten.

Ein Unding, wie der 60-Jährige, der 1989 in Schönfeld ordiniert wurde und seitdem für viel Bewegung im ganzen Pfarrsprengel gesorgt hat, findet. Denn um die Menschen und vor allem um die Situation vor Ort macht sich der 2015 mit dem Bundesverdienstorden geehrte Kirchenmann zunehmend Sorgen.

Bereits am 20. April schickte er deshalb einen offenen Brief an Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke (SPD) und Ministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne). Darin schilderte er unverblümt die Situation auf dem Land: „Seit nunmehr fünf Wochen liegt das öffentliche Gemeindeleben unserer Kirchengemeinden durch die Regierungsbestimmungen in unserem Land am Boden ... Dies ist in der 800-jährigen Geschichte unserer Kirchengemeinden einmalig.

Selbst zu Pestzeiten möglich

Selbst zu schlimmsten Kriegs-, Diktatur- und Pestzeiten war dies möglich und hat den Menschen Trost, Orientierung und Hoffnung gegeben. Und das alles passiert überall in unserem Land und hier speziell in einer der sozial schwächsten Regionen Deutschlands, für die ich spreche und wo Sie froh und dankbar sein sollten, dass es solche Aktivitäten gibt – trotz so vieler Widrigkeiten!“

Die Schäden, so Dietz, die jetzt infolge der Regierungsbestimmungen eintreten würden, stellten sich für ihn als unverantwortlich dar: „Sie türmen sich vor uns auf und werden über Jahre und Jahrzehnte nachwirken. Die Menschen benötigen dringend das Gespräch und die Gemeinschaft.“ Sie seien in den vergangenen Wochen in eine Angstpsychose versetzt worden, „die ich so in meiner über 32-jährigen Arbeit als Seelsorger noch nie erlebte! Völlig berechtigt haben die Menschen Angst um ihr Lebenswerk und ihre weitere Existenz.

Dabei geht es nicht um den Erhalt von Luxusreisen nach Thailand, Ägypten oder Neuseeland, sondern um ihr Lebenswerk und die Perspektiven, um die von ihnen und ihrer Kinder. Dies ist eine Angst, die tötet! Ich frage: In welcher Statistik erscheint eigentlich diese? Der Präsident der Bundesärztekammer hat Ende April in einem Interview darauf hingewiesen, dass weder aus wissenschaftlicher noch aus medizinischer Sicht es Gründe gibt, die derzeitigen Einschränkungen so fortzusetzen. Wie sind die derzeitigen Beschränkungen, die Kontaktsperren, die Verbote der freien Religionsausübung noch verstandesgemäß nachzuvollziehen? Ich kann es nicht mehr! Vielleicht ist mein Horizont zu begrenzt?“

Keine Antwort

Danach wartete der Kirchenmann auf Antwort. Vergebens, deshalb ging Anfang Mai erneut Post auf den Weg, diesmal auch noch an Bischof Dr. Christian Stäblein adressiert. „Viele Menschen haben mich gefragt, ob ich auf meinen offenen Brief eine Antwort erhalten habe. Leider ist das nicht der Fall. Ich bedaure das zutiefst, weil es anscheinend nicht mehr zur politischen Kultur in unserem Land gehört! Und ich bedaure das umso mehr in einer Zeit, in der Aufklärung und Nachvollziehbarkeit des regierenden Handelns nötiger denn je ist! Vor 30 Jahren erlebte ich als damaliger DDR-Bürger das Wunder des friedlichen Endes der kommunistischen Diktatur und die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes. Das war für mich ein unglaubliches Geschehen, mit dem ich niemals gerechnet hatte. Zurzeit erlebe ich, dass unsere Grundrechte wesentlich eingeschränkt sind, ohne erkennbare und überzeugende Gründe...

Sie schüren Angst! Wollen Sie das? – An diesem Wochenende sind im Spiegel die täglichen Todesfälle im ersten Quartal diesen Jahres im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren veröffentlicht worden. Es gibt keine Übersterblichkeit!

Es gab sie auch nicht! Warum wird dann nicht endlich dieser todbringende Lockdown beendet? Sterben erlebe ich, aber ganz und gar anders: Ich erlebe, wie mühsam aufgebaute Existenzen einbrechen, wie Menschen ruiniert werden, wie Menschen vereinsamen, wie Menschen nicht einmal von ihren Angehörigen Abschied nehmen dürfen, wie die Bildung von Kindern und Jugendlichen auf Wochen und Monate hin unterbrochen und auf ein niedriges, billiges Niveau gefahren wird, ich erlebe, wie Menschen in Depressionen versinken, ich erlebe, dass Enkel sich nicht trauen ihre Großeltern zu besuchen und in die Arme zu nehmen ... ich erlebe, wie Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit um sich greifen, dass erkrankte Menschen nicht im Krankenhaus aufgenommen werden, obwohl dies zur Hälfte leer steht, ich erlebe, dass Angehörige Patienten nicht besuchen dürfen, dass Kinder verwahrlosen, weil der einzige Ort, an dem sie tagsüber gut aufgehoben waren, die Kindertagesstätte, seit Wochen geschlossen ist... Ich erlebe, wie die Gemeinschaft in dieser Gesellschaft zerbricht! Und begleitend: Ich erlebe auch traurig und enttäuscht, dass meine eigene Kirche versagt und keine Stellung bezieht.

DDR-Kirche hatte Mut

Dies ist ganz und gar anders als in der Kirche zur DDR-Zeit! Dort hat Kirche Mut bewiesen, auch wenn nicht alles richtig war. Die Gleichgültigkeit gegen über all diesen Erscheinungen macht mich sehr betroffen...“ Wieder erhielt er keine Antwort von der Landesregierung, aber der Bischof nahm sich ausführlich Zeit zu einem langen Gespräch.

Im August fuhr Pfarrer Dietz dann zur Demo nach Berlin und schrieb noch in der Nacht folgende Gedanken nieder: „Ein unvergessliches Erlebnis – das Volk war auf der Straße – so habe ich es zuletzt November 1989 erlebt! Damals war ich angehender Pfarrer (29), heute, 31 Jahre später, bin ich mit meinen Kindern (21 und 25) und einem Freund, einem Benediktiner-Mönch (69) dabei gewesen und zutiefst dankbar dafür! ... Ich habe noch nie so viel Menschen auf einmal gesehen! Unvergesslich! Durchweg waren die Demonstranten friedlich, gut gesonnen, konstruktiv. Ich sah viele Regenbogenfahnen, nur eine Reichskriegsfahne. Hochachtung vor den Organisatoren... Jede Demokratie könnte stolz und dankbar für solche Menschen sein! Zu Beginn ein langer, ich schätze zehn Kilometer führender Gang durch die Stadt, trotz Hitze alles dabei: eine 84-jährige Oma aus Eisenach schenkte mir eine Blume, – Familien, Verkäuferinnen, Ärzte, Rechtsanwälte, ein türkischer Koch, Biker aus München, Lehrerinnen, unzählige Jugendliche, Studenten, muslimische Frauen, immer wieder Ehepaare und Familien aus allen Bevölkerungsschichten – ich habe so viel nette und tolle Leute kennengelernt! Von einem solchen Publikum kann ein Kirchentag nur träumen! Dann wären wir Volkskirche! Tolle, phantasievolle Plakate! Manchmal musste ich herzhaft lachen...

Kirche schläft

Mit unzähligen Leuten habe ich mich unterhalten. Sie waren völlig baff, als sie hörten, dass ich Pfarrer bin. ‚Die Kirche schläft total‘ war der Grundtenor!... Ich war traurig. Ich habe mich geschämt... Am Rande des Umzugs beobachtete ich, wie ein RBB-Team versuchte, Menschen anzusprechen und nach den Beweggründen ihrer Teilnahme zu fragen. Die Menschen lehnten ab und ich hörte wiederholt die Begründung: ‚Ihr habt uns gestern als Corona-Leugner und Rechtsradikale verunglimpft. Mit euch sprechen wir nicht.‘ Ich ging daraufhin zu dem Team und erklärte meine Beweggründe: Dass ich im Frühjahr drei Beerdigungen hatte von Menschen, die nicht an oder mit Corona; sondern seelisch vor Einsamkeit zu Tode verkümmert sind, und dass ich das für eine menschliche Gesellschaft für unwürdig halte. Ich erzählte ihnen, dass meine Frau statt mit 25, mit 35 Teilnehmern in die Sommerfreizeit fuhr, weil die Eltern seelig waren, dass endlich irgendetwas mit ihren Kindern veranstaltet wurde und diese Gemeinschaft erfuhren. Ich erzählte ihnen, dass zuvor das Brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport großartige Förderung für jedes Kind angekündigt hatte.

Und als es um die Klärung der Formalita ging, war keiner zuständig und trotz mehrfacher Anrufe und Mails meinerseits bekam ich nicht einmal eine Antwort ... Ich erzählte ihnen, dass ich in der unmittelbaren, sowieso schon gebeutelten Umgebung den Niedergang von zwei Gasthöfen und jeglicher Kultur erlebte...

Diffamierung unerträglich

Ich sagte ihnen auch, dass ich die Diffamierung der Teilnehmer als Corona-Leugner und Rechtsradikale schmerzlich und für unverantwortlich halte! Bereits um 14.30 Uhr meldeten „öffentliche“ Medien völlig lächerliche Teilnehmerzahlen und den Abbruch der Demonstration. Tatsächlich erfolgte der Abbruch erst circa zwei Stunden später. Ich hatte das Gefühl, dass er geplant war. Man hatte Angst, dass noch mehr Menschen kommen! Völlig unnötig, unverhältnismäßig erfolgte dieser Abbruch durch die Polizei ... Die Menschen ließen sich nicht durch die massenweise provokant aufmarschierende bewaffnete Polizei beirren.“

Der Pfarrer hat diese Schreiben öffentlich gemacht, nicht um zu agitieren, wie er sagt: „sondern aus meiner persönlichen Betroffenheit heraus, die mir niemand nehmen kann.“ Als Dietz vom Verbot der Demonstration am Sonnabend hörte, war er enttäuscht: „Enttäuscht, weil damit weiterhin eine öffentliche kritische Diskussion über die Maßnahmen verhindert wird und ich zunehmend um den Frieden in unserem Land fürchte.“

Wenig später sei er auf einen Text des inzwischen verstorbenen katholischen Pfarrers Lothar Zenetti aus Leipzig gestoßen: „Den gibt es auch vertont von Konstantin Wecker und Reinhard May. Das ermutigt.“ Zenetti schrieb: ‚Was keiner wagt, das sollt ihr wagen. Was keiner sagt, das sagt heraus. Was keiner denkt, das wagt zu denken. Was keiner anfängt, das führt aus. Wenn keiner ja sagt, sollt ihr‘s sagen. Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein. Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben. Wenn alle mittun, steht allein. Wo alle loben, habt Bedenken. Wo alle spotten, spottet nicht. Wo alle geizen, wagt zu schenken. Wo alles dunkel ist, macht Licht.“ In diesem Sinne!

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Kommentare (23)

...die ihre Politik auf Angst- und Panikmache stützen, werden früher oder später gestürzt. Die Leidensfähigkeit einer Bevölkerung kann sehr lang strapaziert werden, wenn diese unaufgeklärt ist.

"Ich sagte ihnen auch, dass ich die Diffamierung der Teilnehmer als Corona-Leugner und Rechtsradikale schmerzlich und für unverantwortlich halte! Bereits um 14.30 Uhr meldeten „öffentliche“ Medien völlig lächerliche Teilnehmerzahlen"

Dann hätte er mal um sich schauen sollen. Wie soll man Zellhaufen mit eindeutig rechtsradikale Symbole auf den Flaggen denn sonst bezeichnen wenn nicht als Rechtsradikale? Und viele trugen dort ganz ungeniert Hakenkreuze u. ä. zur Schau.
Teilnehmerzahlen: Die 1,3 Mio vom braunen Spätzlefresser sind völlig aus der Luft gegriffen.
Über 1 Mio waren zuletzt bei der Love Parade im Jahr 1999 auf dem 17. Juni. Und da war der ganze 17. Juni rappelvoll mit Menschen und nicht nur n marginaler Teil der Straße.
Man sieht auch hier... die Kirche hat den Bezug zur Realität völlig verloren und ist vollend überflüssig.

Schwabenhasser, intoleranter Schwachkopf!
Der Lock-Down ist vorbei, ausser in Deinem Hirn!

du bist tiefbraun und im Gegesatz zu dir hab ich n Hirn.
und dass die Schwaben in Berlin irreparable Schäden angerichtet haben, sieht man an den Mieten... Das ist zum größten Teil Schuld der Süddeutschen, die sich hier breit gemacht haben wie lästige Fliegen.

Corona - DDR - Corona - DDR - ...

Ab in die Tonne. Der Typ hat keine Mission. Traurig

Dieser Artikel reiht sich ein, in die völlig an der Wirklichkeiten vorbei geschriebenen C.M. Artikeln.
So ein unkommentierter Schwachsinn.
Kein Wunder, daß der Pfaffe keine Antwort auf seinen Brief erhalten hat.
Man kann sich ja nicht mit jedem Quatsch ernsthaft beschäftigen.

er ist im Karpfenteich vom KOI-NB gelandet. Links abgetaucht und rechts wieder hochgekommen.

..Taten und Worten werdet Ihr sie erkennen.

Ein schöner und ehrlicher Artikel, auch wenn ich mit der Kirche nichts zu tun habe. Hier geht es um die Wahrheit und um die Lüge. Es gibt nur EINE Warheit und die Lüge. Wer lesen kann in den Kommentaren und auf seine Intuition hört, erkennt die Lüge sofort.

Ich werde immer gefragt ist es wichtig oder kann das weg. Ich sage, das kann weg.

Wir sehen uns unmaskiert am Samstag in Berlin, denn da werden alle Masken fallen.. ALLE!

Viel Spaß, ihre Zeit mit dieser Rohrkrepierer Demo zu verschwenden

könnt Ihr Euch gegenseitig intensivmedizinisch behandeln und beatmen. Ihr lebt Euren Egoismus auf Kosten unseres Gesundheitssystems aus!

Da helfen Globuli dann hoffentlich und ein Gebet mit Herrn Dietz.

Es geht einfach nur darum Zeit zu gewinnen bis ein Medikament auf dem Markt zur Verfügung steht.zur Verfügung steht und darum einen 2ten Lockdown in D tunlichst zu vermeiden! - warum wohl - unsere Kassen sind leer - kommt es zum 2ten implodiert unser eigenes System und das System Europa, die Kuh welche wir noch melken dürfen zum überleben droht auch zu zerfallen - !

nicht glauben - Wissen ist Macht - das dürfen Sie mir glauben - kann man sehr gut von leben - und nichts zu wissen macht nichts;

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher

Beten und meditieren geht immer
Vielen Dank Frau Marsal🙏🏻

Dieser Artikel spricht auch mir aus der Seele. Sollten wir uns nicht alle, gemeinsam, auf unsere menschlichen Werte stützen? Ist es nicht so, dass wir Bürger alle ein gemeinsames Ziel haben? Eine gesunde Gesellschaft im demokratischen Miteinander in Akzeptanz des Gegenüber. Wir alle haben Herz, Seele, Verstand und streben nach Frieden. Liebe Mitbürger: Ich sehe in vielen Kommentaren, dass wir uns haben spalten lassen. Glättet Eure Agressionen und besinnt Euch auf das Wesentliche, das menschliche Miteinander. Wir sind eine Menschheitsfamilie. Die Politik, die gerade betrieben wird, spaltet das Volk. Wer spaltet, der herrscht. Lasst Euch nicht spalten. Wir wollen doch auch nicht zu HOMOHYGIENIKERN werden und alle Werte, die uns ausmachen, wegwerfen. Das ist doch kein würdiges Leben. Es braucht mutige Menschen, die für ein menschliches Leben ohne ständige Angst aufstehen. Pfarrer Thomas Dietz hat diesen Mut. Habt Ihr wenigstens den Mut, Euch Euren eigenen Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Und vertraut nicht den Hauptmedien. Die Deutschen haben schon oft der Regierung und den öffentlichen Medien vertraut und dann sind wir in die Diktatur gerutscht. Ich selbst bin in der DDR gross geworden und weiss, wie sich ein Staatspropagandafunk anhört. Es ist unglaublich, was gerade mit uns allen gemacht wird. Glaubt Ihr, es macht Spass, gegen den Strom zu schwimmen und sich ständig Diffamierungen auszusetzen? Bitte hört auf Euer Innerstes und lasst Euch nicht von Angst und Panik leiten. Bleibt zusammen und hetzt nicht gegeneinander, sondern diskutiert in Augenhöhe. Wir wollen doch alle in friedlichem Miteinander leben! Danke Thomas Dietz für Deine Worte.

Solche Artikel sind rar in Deutschlands Zeitungen. Danke Claudia Marsal! Hier wird ein Interview so wie es scheint wiedergegeben ohne Bewertung und Erklärung.

Ich war auch auf dieser Demonstration am 1. August. Es war unglaublich friedlich und harmonisch. Es waren so viele. Es wurde Geschichte geschrieben. Jeder Mensch sollte so etwas unglaubliches einmal miterleben dürfen. Das Bild das Pfarrer Thomas Dietz von der Demonstration beschreibt kann ich uneingeschränkt bestätigen. So viele unglaublich liebevolle Menschen die man dort treffen durfte. Ich danke euch allen, liebe Schwestern und Brüder!

Das was in der Mainstreampresse nirgendwo beleuchtet wird ist das Leid und der Tod, der DURCH diese Maßnahmen entstehen. Ich kenne niemanden der jemanden kennt, der an dem Virus erkrankt, geschweige gestorben ist. Aber ich kenne Menschen, die ihre Existenz verloren haben oder kurz davor stehen. Ich habe traurigerweise von einer Frau in meinem Freundeskreis erfahren, die taubstumm war und es nicht ertragen konnte ihre Mitmenschen nicht mehr zu verstehen. Sie hat sich vor wenigen Tagen das Leben genommen. Ich wünsche mir ein Ende dieser menschenverachtenden Maßnahmen.

Danke Pfarrer Thomas Dietz für die klaren Worte!

Frau Marsal macht jetzt auch Satire. :)

Oder ist das etwa ernst gemeint, wenn sie ausgerechnet einen Kirchenmann als Experten für Corona und gesellschaftliche Vorhersagen bringt? Einen, der im Ernst meint: "Dies ist ganz und gar anders als in der Kirche zur DDR-Zeit! Dort hat Kirche Mut bewiesen..." Ja, wann denn, Herr Pfarrer? Als sie sich als "Kirche im Sozialismus" auf Parteilinie getrimmt hat? Oder als sie den Helden von Leipzig, Christoph Wonneberger, abgesetzt hat, weil sie die Politisierung der Montagsgebete verhindern wollte?
Es waren nur wenige einzelne Pfarrer, die mutig waren. Die Kirche hat, wie immer, denn Herrschenden gedient.

Ich kann verstehen, dass Pfarrer Dietz bedauert, dass das schon lange laufende Sterben des christlichen Gemeindelebens nun durch Corona noch beschleunigt wird. Aber warum sucht er als Christ die Schuld dafür beim Staat? Müsste er sie nicht eher bei sich selbst und seinen Glaubensbrüdern und -schwestern suchen und sich fragen, warum der Jahwe-Gott seinen Gemeinden eine solch schwere Prüfung auferlegt?
Müsste er sich nicht fragen, was er falsch gemacht hat, wenn einen Frau aus seinem Freundeskreis den Freitod sucht? Hätte er nicht lieber mit ihr, ganz ohne Maske, Kontakt halten sollen statt zu einer Demo nach Berlin zu fahren? Nach seiner Aussage waren da ja so viele Menschen, dass es auf einen mehr oder weniger nun wirklich nicht angekommen wäre.

Aber ich denke mal, Frau Marsal ist doch eher zur Satirikerin geworden. Soweit kann der Nordkurier nun doch nicht runter gekommen sein, dass dies alles als ernst gemeinter Artikel ohne jeden Gegenkommentar veröffentlicht worden wäre.

Wenn wir alle friedlich miteinander Leben wollen,dann soll die Kirche sich mal lieber daraus halten,und einfach mitziehen .Wie war das noch vor kurzem als sich etliche Kirchenbesucher bei Gottesdiensten infiziert haben,und dann kommt jemand daher und bringt noch die Pest ins Spiel.
Pfui Teufel!

Persönliche Erfahrungen, Erlebnisse und Emotionen von Menschen kann man nicht widerlegen. Sie sind subjektiv. Man kann sie aber verobjektivieren, wenn diese Erfahrungen und Erlebnisse von vielen Menschen genau so erlebt wurden und bestätigt werden.
Ich war am 1. August 2020 auf dieser Demonstration für Frieden und Freiheit und für unser Grundgesetz dabei. Ich kann alles bestätigen, was Pfarrer Dietz erlebt hat und kann jeden Satz seines Berichtes unterschreiben. Es war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben, wie sich Menschen in einer solchen Dimension vollkommen friedlich versammelt hatten, um ihrer Sorge Ausdruck zu verleihen, daß die Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten - höchste Rechtsgüter unserer Verfassung - in keinerlei Verhältnis zum aktuellen Pandemiegeschehen stehen. Wer Zahllen lesen kann, der gehe bitte auf die offizielle Seite des Robert-Koch-Instituts. Dort wird er feststellen, daß es zu keinerlei Erhöhung der Infektionszahlen gekommen ist, sondern daß lediglich die Testzahlen seit Juni um 75% erhöht wurden sind. Nach eigenen Aussagen unseres Gesundheitsministers mißt man bei einem Testvolumen in dieser Dimension nur noch Falsch-Positive Ergebnisse.
Jeder und jede kann dies an Hand der veröffentlichten Zahlen des RKI selbst nachprüfen. Anhand dieser Zahlen gibt es seit Anfang April keine Pandemie mehr. Die entsprechenden Proben der Sentinelpraxen (das sind ausgewählte Praxen, die stichprobenartig auf bestimmte Erreger testen, um ein Epidemiegeschehen beurteilen zu können) des RKI haben seit dieser Zeit keinen einzigen SARS-CoV-2-Erreger mehr nachgewiesen.
Rainer Krause

Neuer Ort zentraler Gegenprotest, Samstag 9.30 Uhr Bebelplatz – Das breite Bündnis um Aufstehen gegen Rassismus hat sich aufgrund von Sicherheitserwägungen entschieden die Kundgebung vom Simsonweg (Mahnmal für die im NS Ermordeten Sinti und Roma) auf den Bebelplatz zu verlegen.

00.00 – 23.59 Uhr verschwörungsideologische Dauerkundgebung, Scheidemannstraße/Große Querallee „Wir sind für das Grundgesetz“ (angemeldet seit dem 22.08 – 29.08.)00.01- 23.59 Uhr Reichsbürger-Kundgebung „Nie wieder Faschismus – Für Frieden und Freiheit“, Platz der Republik00:01- 23.59 Uhr Dauerkundgebung Reichsbürgerspektrum „Mahnwache Heimat und Weltfrieden GG139/GG146), Platz der Republik

Richtig. Und genau da haben sich die Menschen des Mittelalters angesteckt. Oder Flagellanten, also religiös entrückte Selbstgeißler, brachten die Pest auf ihren Reisen von Stadt zu Stadt mit. Es gibt aber einen Unterschied zu heute: Damals dachten alle, es sei eine Strafe Gottes. Heute wissen wir, es war eine übertragbare Krankheit. Genau wie C19. Ich bin übrigens auch ein Teil der Bevölkerung. Ich habe weder eine Angstpsychose noch sonstige schwerwiegenden Probleme mit Corona. Ich freu mich nicht über die verschobenen Konzerte und Veranstaltungen, aber ich weiß, dass ich das eines Tages nachholen kann. Je mehr sich die Leute vernünftig an die entsprechenden Vorschriften dazu halten, desto schneller ist es soweit. Also verschont mich bitte mit weitern Artikeln und Interviews von Wichtigtuern, die mich retten wollen.