Neuer Nistplatz
Pinnow bietet Störchen zweites Quartier

Um die neue Nisthilfe aufstellen zu können, war Technik nötig, die die Agrargesellschaft Uckerland mbH zur Verfügung gestellt hatte.
Um die neue Nisthilfe aufstellen zu können, war Technik nötig, die die Agrargesellschaft Uckerland mbH zur Verfügung gestellt hatte.
Gabriel Chohan

Die Nisthilfe für Adebare im Dorf ist heiß begehrt. Um Streit zwischen den Vögeln zu verhindern, haben Eheleute eine Initiative gestartet.

Die Pinnower Gerhard und Gisela Loose fiebern dem nächsten Frühjahr besonders entgegen: Sie sind gespannt, ob sich dann auf der neuen Nisthilfe für Störche ein Brutpaar niederlassen wird. Es ist die zweite, die in dem kleinen Ort steht. Um die erste gab es immer wieder heftigen Streit unter den Vögeln. Das haben die Looses, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, nicht nur einmal erlebt. Dabei seien auch Eier aus dem Nest geworfen, erzählt Gerhard Loose. Er wollte das nicht mehr länger mit ansehen und ergriff die Initiative, einen zweiten Nistplatz im Ort zu schaffen.

Mehrere Unternehmen unterstützen die Initiatoren

Den erforderlichen Betonmast für die neue Nisthilfe stellte das Unternehmen BTT aus Prenzlau bereit. Auch den Transport nach Pinnow übernahm die Firma. Beim Abladen und Aufstellen des Mastes war dann die Agrargesellschaft Uckerland GmbH behilflich. Etwa fünf Stunden habe es gedauert, bis die neue Behausung für ein Storchenpaar aufgestellt war.

Nicht jeder Nistplatz ist gleich gut

2018 habe es im Altkreis Templin 40  Brutpaare gegeben, so Norbert Bukowsky, zusammen mit Wolf-Hasso Seybold Weißstorchbeauftragter in der Region. Dem stünden 133  Nistplätze gegenüber. „Wohnungsmangel“ bestünde also nicht. Trotzdem seien solche Initiativen wie die in Pinnow positiv. Nistplätze mit einem entsprechend guten Nahrungsangebot seien bei den Störchen natürlich begehrt.