KREISKRANKENHAUS

Polnische Ärzte wollen in Prenzlau bleiben

Etwa die Hälfte der Ärzte am Kreiskrankenhaus Prenzlau kommen aus Polen. Sie hätten bei einer Rückreise ab Freitag in Quarantäne gehen müssen.
Die polnischen Ärzte am Kreiskrankenhaus haben zugesagt, ihren Dienst fortzusetzen.
Die polnischen Ärzte am Kreiskrankenhaus haben zugesagt, ihren Dienst fortzusetzen. UMTV
Prenzlau.

Fast alle polnischen Ärztinnen und Ärzte, die am GLG Kreiskrankenhaus Prenzlau arbeiten, haben zugesagt, vorläufig in der Kreisstadt zu bleiben und ihren Dienst fortzusetzen. Dies teilte der Sprecher des Krankenhausbetreibers Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (GLG) Andreas Gericke am frühen Donnerstagnachmittag mit. Grund für die Unsicherheit war die Ankündigung der polnischen Regierung, ab Freitag auch Berufspendler nach einer Rückkehr ins Land in eine 14-tägige Quarantäne zu schicken. Am Prenzlauer Kreiskrankenhaus kommt etwa die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte aus Polen und pendelt täglich über die Grenze.

Dank für Einsatzbereitschaft

„Es ist keine Selbstverständlichkeit und kein Leichtes, sich für einen längeren Zeitraum von der Familie und Freunden sowie vom Heimatland zu trennen“, sagte Krankenhausverwaltungsdirektorin Marita Schöneman. Im Namen der Krankenhausbetriebsleitung dankte sie den polnischen Ärztinnen und Ärzten sowie allen Beschäftigten des Krankenhauses für die „sehr hohe Einsatzbereitschaft in der laufenden Pandemie-Krise”. Aktuell werde die genaue Unterbringung der polnischen Mediziner Prenzlau geprüft. Kontingente seien bereits zugesichert.

Schwedt gegen Beschränkungen für Berufspendler

Unterdessen wandte sich die Stadt Schwedt am Donnerstag in einer Erklärung entschieden gegen die neuen Beschränkungen für polnische Berufspendler, die ab Freitag alle in eine 14-tägige Quarantäne müssen, wenn sie in aus Deutschland in ihr Heimatland Polen zurückkehren wollen. „Ich bin tief enttäuscht, dass durch politische Entscheidungen die gewachsenen, grenzüberschreitenden Strukturen ad hoc gekappt werden. Bei allem Verständnis für die kritische Situation in Corona-Zeiten müssen beide Seiten darauf achten, dass wichtigste Funktionen im grenznahen Raum aufrechterhalten bleiben", sagte der Schwedter Bürgermeister Jürgen Polzehl (SPD). Die Stadt Schwedt und die dortigen Unternehmen haben besonders viele Berufspendler als Beschäftigte. Die Oderstadt verwies darauf, dass sich die brandenburgische Landesregierung in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und der polnischen Seite befinde, um zu einer praktikablen Lösung zu kommen.

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