CORONA-KRISE

Prenzlau erlässt allen Eltern Kita-Gebühren für April

Auch Erziehungsberechtigte, die eine Notfallbetreuung beanspruchen, sollen nicht zahlen müssen. Templin will in die gleiche Richtung gehen.
In Prenzlau müssen die Eltern für April keine Kita-Gebühren zahlen, Templin bemüht sich um eine ähnli
In Prenzlau müssen die Eltern für April keine Kita-Gebühren zahlen, Templin bemüht sich um eine ähnliche Regelung. (Symbolbild) Uwe Anspach
Uckermark.

Um Eltern in der aktuellen Corona-Krise zu entlasten, hat die Stadt Prenzlau entschieden, allen Eltern mit Kindern in Kinderbetreuungseinrichtungen die Kita-Gebühren für April zu erlassen. Anders als in der vom Land Brandenburg am Mittwoch erlassenen Regelung profitieren davon auch Eltern in systemrelevanten Berufen wie Pflegepersonal oder Polizei, die das Land von der Befreiung von den Kita-Gebühren für April ausgenommen hat, und die eine Kita-Notfallbetreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen. „Wir machen hier keine Ausnahme. Diese Regelung betrifft auch die Eltern, die die Notbetreuung der Kitas in Anspruch nehmen“, so der Erste Beigeordnete Marek Wöller-Beetz (CDU). Die Abbuchung der Gebühren würde Anfang Mai erfolgen und wird diesmal ausgesetzt. Dies erfolge automatisch. Die Eltern müssten dafür keinen Antrag stellen. Die Anfang April eingezogenen Gebühren sind die Beiträge für den Monat März. „Mit dieser einheitlichen Regelung sprechen wir gewissermaßen auch einen Dank an die Eltern aus, die trotz erhöhtem Risiko weiter arbeiten gehen“, so Bürgermeister Hendrik Sommer.

Land erstattet Kita-Trägern Geld

Das Land Brandenburg hatte am Mittwoch entschieden, dass alle Eltern im Land, deren Kinder aktuell wegen der Kita-Schließungen keine Einrichtung besuchen, ab April die Kita-Gebühren erstattet bekommen beziehungsweise nicht mehr zahlen müssen. Von der Befreiung ausgenommen sein sollen allerdings Eltern, deren Kinder die Notbetreuung wahrnehmen. Die Träger der Kitas will das Land mit 160 Euro monatlich pro Krippenplatz, 125 Euro pro Kindergartenplatz und 80 Euro pro Hortplatz entschädigen.

Templin will ebenfalls Entlastung

Die Stadt Templin strebt eine ähnliche Regelung wie Prenzlau an, wie Bürgermeister Detlef Tabbert (Link) dem Uckermark Kurier versicherte. Allerdings gebe es noch Abstimmungsbedarf mit den freien Trägern, die für viele Kitas in der Kurstadt zuständig seien. „Rund 80 Prozent der Kinder in Templin werden in Einrichtungen betreut, die freie Träger wie Vereine, Kirchen, Initiativen oder Gesellschaften betreiben”, erläuterte Tabbert. Die Stadt wolle zeitnah eine Beitragsbefreiung für alle betreuten Kinder in der Stadt und in den Ortsteilen, sodass das mit allen Trägern abgestimmt werden müsse. Erst dann könne es eine endgültige Regelung geben.

 

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