FACHKRÄFTE

Prenzlau ist Kaderschmiede in der Pflege

Rekordverdächtig: Seit Oktober zählt die Medizinische Schule Uckermark nun insgesamt 262 Schüler. Auch die hundert Neuen haben beste Berufsaussichten.
Insgesamt 100 Frauen und Männer im Alter von 16 bis 50 Jahren haben im Oktober unter verschärften Corona-Auflagen ei
Insgesamt 100 Frauen und Männer im Alter von 16 bis 50 Jahren haben im Oktober unter verschärften Corona-Auflagen eine neue Ausbildung an der Medizinischen Schule Uckermark in Prenzlau begonnen. Privat
Prenzlau.

Berufe in der Pflege sind krisensicher. Das hat sich herumgesprochen. Die Medizinische Schule Uckermark (MSU) verzeichnet weiterhin steigende Anmeldezahlen. Im Oktober 2020 haben am Schulsitz in Prenzlau erneut 100 Frauen und Männer im Alter von 16 bis 50 Jahren ihre Ausbildung begonnen. 86 von ihnen sind angehende Pflegefachfrauen und -männer, sieben davon kommen im Rahmen einer Umschulung. Die restlichen 14 Schüler haben sich für die Richtung Altenpflegehilfe entschieden. Leiterin Ilona Thiedig versichert, dass ihr Team gut auf den neuen Pflegefachkraft-Ausbildungsgang vorbereitet sei, der auf einem geänderten Gesetz fuße: „Wir haben viel Zeit in die Erstellung des Lehrplanes, in die Auswahl der Unterrichtsmethoden sowie in die Vorbereitung der Praxisunterlagen investiert.” Dafür nutzten die 21 Mitarbeiter, darunter 15 Lehrkräfte, vor allem die Zwangspause im März und April, als wegen des Lockdowns kein Unterricht stattfinden durfte.

72 Prüflinge

„Wir Kollegen waren weiter vor Ort und haben die Zeit intensiv genutzt, um danach einen guten Start gewährleisten zu können.” Davon profitierten natürlich auch alle „alten” Schüler, die ab 27. April wieder die Schulbank drücken durften. Gut gerüstet ging ein Teil von ihnen so den Endspurt der Ausbildung an. Am 30. September war der letzte Schultag für insgesamt 72 Gesundheits- und Kranken- sowie Altenpfleger, Altenpflege- sowie Krankenpflegehelfer. Allerdings schafften diesmal lediglich 61 die Prüfungen im ersten Durchgang. Das ist eine recht hohe Durchfallerquote. Der Rest darf sich allerdings im Januar nochmal an den Prüfungsaufgaben versuchen und hoffentlich besser abschneiden. Was die Zukunftsperspektiven der MSU-Absolventen anbelangt, seien diese mehr als gut, betont Ilona Thiedig. Von den Exmatrikulierten seien, so Thiedig, bereits 98 Prozent in eine Beschäftigung vermittelt worden. Aktuell zählen jetzt 262 Frauen und Männer zur Schülerschaft.

Immer mehr Männer

Noch dominieren die Vertreter des weiblichen Geschlechts, aber das Verhältnis verschiebe sich, stellte die Schulleiterin heraus. Immer mehr Männer könnten sich vorstellen, einen Beruf in der Pflege zu ergreifen. „In der Praxis sind sie sehr gefragt”, spricht Ilona Thiedig aus Erfahrung. Sie hebt abschließend voller Lob ihr Team hervor, ebenso wie die Ausbildungsbereitschaft der Krankenhäuser der Uckermark, vieler Pflegeeinrichtungen und der Agentur für Arbeit sowie des Jobcenters, die genau wie die MSU voller Motivation den neuen Ausbildungsgang unterstützten. Alle Schüler erhielten aus den Händen ihrer Klassenleiter eine kleine Schultüte, um ihnen den Start in den neuen Lebensabschnitt zu versüßen. „Ich wünschen den angehenden Pflegekräften viel Erfolg und Freude in der Ausbildung.” Wer sich für eine neue berufliche Perspektive interessiert, kann sich bei der MSU melden, Telefon 03984 2270.

Link MSU: https://www.nordkurier.de/uckermark/pflegekraefte-beginnen-in-prenzlau-ihre-ausbildung-0136917310.html

Link Pflege: https://www.nordkurier.de/themen/pflege

Link Krankenhäuser: https://www.nordkurier.de/themen/krankenhaeuser

Link Jobcenter: https://www.nordkurier.de/themen/jobcenter

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