HAUSHALT 2020

Prenzlau macht fast eine halbe Million Euro Minus

Die Kreisstadt der Uckermark will kräftig in Bildung und den Straßenbau investieren. Das bleibt nicht ohne Folgen.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Bei einer Sondersitzung hat Prenzlaus Stadtkämmerer die Eckdaten für den Haushalt 2020 vorgestellt.
Bei einer Sondersitzung hat Prenzlaus Stadtkämmerer die Eckdaten für den Haushalt 2020 vorgestellt. Konstantin Kraft
Prenzlau.

Die Stadt Prenzlau schreibt rote Zahlen beim Haushalt fürs kommende Jahr. Laut aktuellen Kalkulationen übersteigen die Aufwendungen die Erträge um rund 444 000 Euro. Dies teilte der Stadtkämmerer Marek Wöller-Beetz (CDU) bei einer Sondersitzung des Finanzausschusses mit. Endgültig seien die Zahlen aber noch nicht.

Investitionen aus Liquiditätsreserven

Bei den Erträgen rechnet Marek-Wöller-Beetz mit 41,179 Millionen Euro. Die ordentlichen Aufwendungen liegen etwa eine halbe Millionen Euro darüber. Ein Grund für das Minus sind die hohen Investitionen, besonders im Straßenbau, die angeschoben werden sollen. Um die geplanten Investitionen leisten zu können, sollen rund zwei Millionen Euro aus den Liquiditätsreserven der Stadt eingesetzt werden, kündigte Wöller-Beetz an.

Rund zehn Millionen Euro an den Landkreis

Es gibt noch weitere Gründe für das Minus. Der Stadtkämmerer führte etwa die geringeren Erträge aus der Gewerbesteuer an. Ein gewichtiger Punkt seien zudem die sinkenden Einnahmen der Kommune aus den Kitabeiträgen sowie die Erhöhung der Ausgleichszahlungen für die freien Träger. Was sich ebenfalls negativ auf den Haushalt der Stadt Prenzlau auswirke, ist die steigende Summe, die die Kommune an den Landkreis überweisen muss. Und das, obwohl die Kreisumlage seit 2011 um etwa sechs Prozentpunkte auf jetzt 42 Prozent gesunken ist.

Kosten für die Digitalisierung

Der Grund für den gleichzeitigen Anstieg der Abgabe an den Kreis seien die guten Haushaltsergebnisse in den vergangenen Jahren, so Wöller-Beetz. Weitere Kostenfaktoren für den Haushalt 2020 seien steigende Personalkosten und zunehmende Kosten für die Digitalisierung in Verwaltung und Schulen.

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Kommentare (2)

Vieleicht kommen ja auch zusätzliche Kosten durch folgende grenzdebile Vorschläge auf:

https://www.nordkurier.de/uckermark/kreis-uckermark-plant-klimaschutzmanager-0135961007.html

https://www.nordkurier.de/uckermark/streit-um-fotoshow-in-prenzlau-1436734109.html

Bei letzteren wird die Verschwendungssucht unserer Stadtoberen auf 100000 Euro beziffert.

Ein Staat, dass für Bildung immer weniger Geld ausgibt, investiert in Volkverblödung. Die Hüpfdemos in ganz Deutschland mit dem Singsang "Wir wollen kein CO2" zeigt bereits diese Tendenz. Entweder wird in Chemie, Physik und Biologie geschlafen, diese Fächer finden nicht mehr statt oder das Fachpersonal ist schon ungebildet.