„One Billion Rising”
Prenzlau tanzt gegen Gewalt an Frauen

An dem Flashmob beteiligten sich Tanzgruppen aus dem Tanzstudio "Swing" in Prenzlau sowie Mitarbeiter von der Interessengemeinschaft Frauen und Familie.
An dem Flashmob beteiligten sich Tanzgruppen aus dem Tanzstudio „Swing” in Prenzlau sowie Mitarbeiter von der Interessengemeinschaft Frauen und Familie.
Konstantin Kraft

Auf der ganzen Welt wird am 14. Februar für mehr Frauenrechte protestiert. Auch in der Uckermark-Kreisstadt wurde dafür das Tanzbein geschwungen.

Vor dem Prenzlauer Kino wurde am frühen Donnerstagabend ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kinder gesetzt. Ab 17 Uhr hat sich die Friedrichstraße dafür in einen öffentlichen Tanzplatz verwandelt. Dazu eingeladen hatte der Verein Interessengemeinschaft Frauen und Familie Prenzlau in Kooperation mit der Stadt Prenzlau. Rund 200 Personen beteiligten sich an dem tänzerischen Protest.

Passanten tanzen spontan mit

Zum Programm gehörte ein Flashmob mit Tanzgruppen aus dem Tanzstudio „Swing” in Prenzlau sowie Mitarbeiter vom Verein IG Frauen und Familie. Die Tänzer waren vor allem Kinder, aber auch Männer und Frauen aus allen Altersklassen. Nach der Choreografie wurden auch Passanten dazu eingeladen, das Tanzbein mit zu schwingen.

Weitere Aktion in der Uckermark

Die Aktion geht zurück auf eine weltweite Kampagne, die unter dem Titel „Eine Milliarde erhebt sich”, im englischen Original „One billion rising”, alljährlich am 14. Februar startet. Eine Milliarde – diese Zahl spielt auf eine Statistik der Vereinten Nationen an, wonach jede dritte Frau in ihrem Leben sexuelle oder körperlicher Gewalt erfahren muss. In der Uckermark wurde heute etwa auch auf dem Marktplatz in Angermünde getanzt.