CITYOFFENSIVE 2020

Prenzlau will lokalen Einzelhandel stärken

Online gibt es alles immer und sofort. Darunter leiden oft die Einzelhändler vor Ort. Dabei haben sie einen ganz besonderen Wert für die Stadt.
Mit #Heimatshoppen bewirbt sich Prenzlau im Rahmen der CityOffensive 2020 der IHK Ostbrandenburg. Die Ankündigung stie&sz
Mit #Heimatshoppen bewirbt sich Prenzlau im Rahmen der CityOffensive 2020 der IHK Ostbrandenburg. Die Ankündigung stieß bei Einzelhändlern in der Innenstadt auf reges Interesse. Konstantin Kraft
Prenzlau ·

Prenzlaus City-Managerin Susanne Ramm hat bei einem gemeinsamen Frühstück mit Einzelhändlern aus der Friedrichstraße und der gesamten Innenstadt eine Lanze für die Geschäfte vor Ort gebrochen. Vor Ort einkaufen, bedeute ein Einkaufen bei Nachbarn und Freunden. Es sichere Arbeit- und Ausbildungsplätze. Das Angebot der Einzelhändler mache das Leben in der Stadt attraktiver. Regionale Produkte hätten kürzere Transportwege, was wiederum die Umweltbelastung reduziert. Die Einzelhändler unterstützten Veranstaltungen und Vereine, wovon alle Prenzlauer profitierten. Über die Gewerbesteuern leisteten sie zudem einen weiteren Beitrag, um das finanzielle Wohl der Stadt zu stärken.

Erste Stadt in Brandenburg

Die Auflistung der Vorzüge des regionalen Einkaufens hatte einen bestimmten Grund: Prenzlau hat sich mit dem Projekt „Heimatshoppen Prenzlau” bei der IHK Ostbrandenburg im Rahmen der CityOffensive2020 beworben. Heimatshoppen wurde bereits in anderen Städten erfolgreich durchgeführt. „Wir wären die erste Stadt in Brandenburg”, sagte Susanne Ramm.

Shopping als Erlebnis

Es sei kaum möglich, mit dem Online-Shopping in Sachen Auswahl und ständiger Verfügbarkeit standzuhalten, räumte die City-Managerin ein. Aber auch der Einzelhandel vor Ort habe seine Vorzüge. Wer sich in der Friedrichstraße umschaut, wird überrascht sein, wie umfangreich das Angebot der lokalen Händler doch ist – insbesondere auch an regionalen Produkten. Das Shoppen in der Innenstadt solle als Freizeitgestaltung etabliert werden, sagte Ramm.

Gute Chancen

Die Jury der IHK Ostbrandenburg wird in der nächsten Woche über die eingegangenen Bewerbungen urteilen. In der Kategorie „Events”, in der sich die Stadt Prenzlau mit Heimatshoppen beworben hat, winkt ein Preisgeld von bis zu 14.000 Euro. Auch wenn kein Preis herausspringt, soll die Aktion in abgeschwächter Form dennoch durchgeführt werden.

Zwei Tage im September

Geplant sind zwei Aktionstage am 18. und 19. September. Am Freitag, dem 18. September, wäre ein „Heimatshoppen nach Feierabend” denkbar. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, etwa Bürgermeister und Schwanenkönigin, könnten den Einzelhändlern an der Ladentheke aushelfen. Am Sonnabend, dem 19. September soll das Heimatshoppen parallel zum Herbstfest, der Vereinsmeile und dem Seifenkistenrennen in der Innenstadt fortgesetzt werden.

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