BAUARBEITEN AUF B109

Prenzlauer Brücke nimmt Gestalt an

Bis Ende 2020 sollen die zwei neuen Bauwerke vor den Toren der Kreisstadt fertig sein. Die erste Verkehrsfreigabe naht aber schon viel früher.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Die Arbeiten schreiten dank des milden Wetters zügig voran.
Die Arbeiten schreiten dank des milden Wetters zügig voran. Claudia Marsal
André Steidtmann hat Nerven wie Drahtseile.
André Steidtmann hat Nerven wie Drahtseile. Claudia Marsal
Prenzlau.

André Steidtmanns Job ist es, auch in turbulenten Phasen die Interessen des Bauherrn durchzusetzen und Steine aus dem Weg zu räumen. Das kann der Diplomingenieur gut. „Ruhe bewahren“ ist sein Credo, wenn unerwartet Überraschungen eintreten: „Erst durchatmen, dann handeln.“ Und so begleitet er zurzeit im Auftrag des Landesbetriebes für Straßenwesen auch den Ersatzneubau der beiden Brücken über die Gleise der Deutschen Bahn mit der erforderlichen Abgeklärtheit. „Es läuft ganz gut“, so sein erstes Fazit, nachdem fast die Hälfte des Mammutvorhabens absolviert ist. Gut zwölf Millionen Euro werden am Ende vor den Toren der Kreisstadt verbaut worden sein.

Großbaustelle Prenzlau

Der Außenstehende sieht davon wenig. So viel Geld für nicht mal zwei Kilometer Straße – „das ist schon enorm“, räumt Steidtmann ein. Aber wer mal einen Blick auf die Großbaustelle wirft, bekommt eine Vorstellung von der Materialschlacht, die sich die Betriebe hier liefern. Zum aktuellen Stand befragt, sagt André Steidtmann, dass das Bauwerk 1 über das Anschlussgleis fertiggestellt sei, ebenso die Straßenanbindung einschließlich Geh- und Radweg bis zur Kreuzung am Umspannwerk.

„Zurzeit laufen Rest- bzw. Ausstattungsarbeiten wie der Geländerbau am Radweg, der Aufbau der Schutzplanken und die Herstellung der Fahrbahnmarkierung. Wir erwarten die Verkehrsfreigabe noch im Monat November.“ Auf konkrete Termine mag er sich aber noch nicht festlegen: „Wenn es soweit ist, gibt es eine kurze Information.“

Hauptträger verlegt

Zum Bauwerk 2 befragt, das über die Fernbahn Berlin – Stralsund führt, erklärt der Bauüberwacher, dass hier bereits im Oktober die beiden stählernen Brückenhauptträger verlegt worden sind. Momentan laufen die Schal- und Bewehrungsarbeiten für die Fahrbahnplatte. Die Betonarbeiten soll noch Ende November erfolgen. Zum Glück spielt das Wetter weiter mit. Nach Inbetriebnahme von Bauwerk 1 wird die Umfahrung durch das Gewerbegebiet außer Betrieb gestellt und die provisorische Umfahrung zwischen Umspannwerk und Bauwerk 2 in Betrieb genommen. Die B 109 wird dann in diesem Bereich auf circa 330 Metern ausgebaut und an das Bauwerk herangeführt.

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