AKTION FÜR KREBSKRANKE

Prenzlauer Friseure schneiden gratis Haare

Die Modische Linie e. G. engagiert sich für krebskranke Menschen. Die Firma unterstützt die Perückenherstellung mit einer besonderen Aktion.
Claudia Marsal Claudia Marsal
„Babette“-Salonleiterin Yvonne Schreiber mit Azubi Chris Gron aus Lübbenow
„Babette“-Salonleiterin Yvonne Schreiber mit Azubi Chris Gron aus Lübbenow Claudia Marsal
Prenzlau.

Friseure gehören häufig zu den Ersten, die etwas von einer Krebserkrankung in der Kundschaft mitbekommen. Zwangsläufig, wie Yvonne Schreiber sagt. Die Leiterin des Salons „Babette“ in Prenzlau hat zwar registriert, dass der Cut nach der Chemotherapie mittlerweile fast immer zu Hause vorgenommen wird. „Und das ist auch in Ordnung so. Aber man merkt natürlich, wenn Kundinnen weg bleiben oder aber plötzlich ganz anders aussehen“, sagt die Friseurmeisterin betroffen. Nicht nur von Berufs wegen, sondern auch, weil sie selbst eine Frau ist, kann die 39-Jährige bestätigen, dass sich vor allem das weibliche Geschlecht oft über das Haar definiert. Deshalb setzt sie sich mit dem Verein „Uckermark gegen Leukämie“ für das Thema Haarersatz ein.

Mindestmaß 30 Zentimeter

In der eigenen Firma ist sie damit offene Türen eingerannt, wie sie dankbar klarstellt. Die Modische Linie e.G. bietet seit einiger Zeit in allen Salons Haarspendern einen kostenlosen Schnitt an. Ab und an wird davon bereits Gebrauch gemacht, freut sich Yvonne Schreiber im Gespräch mit dem Uckermark Kurier. Vor allem junge Mädchen seien immer öfter bereit, sich zugunsten von Krebskranken von ihrer langen Mähne zu trennen. Nötig für die Perückenherstellung ist ein Mindestmaß von 30  Zentimetern und eine gesunde Haarstruktur. Vorausgegangene Tönungen oder Färbungen sprechen dem aber nicht entgegen, stellt die Friseurmeisterin klar.

Krebs ist Thema

In ihrem Salon an der Babette-Kreuzung sind alle zehn Gesellen und auch die zwei Lehrlinge für das Thema sensibilisiert worden. Azubi Chris Gron meistert gerade das zweite Jahr seiner Ausbildung und findet das Engagement toll, wie er sagt. Der 18-Jährige aus Lübbenow hat mit dem Thema Krebs zwar in Familie und Freundeskreis noch keine Erfahrungen machen müssen. In seiner Lehrlingsklasse habe aber gerade jemand diese Diagnose bekommen. „Das war bitter. Umso besser, wenn man wenigstens ein kleines bisschen helfen kann.“

Kontakttelefon: 03984 2157

 

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