ASTRAZENECA

Prenzlauer Hausarzt: Damit werde ich nicht impfen

Allgemeinmediziner Frank Förster hält Impfen im Kampf gegen Corona für immens wichtig. Trotzdem geht er jetzt mit Zweifeln an die Öffentlichkeit.
Der Prenzlauer Allgemeinmediziner Frank Förster sagt: „Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wurde gegen die urspr&u
Der Prenzlauer Allgemeinmediziner Frank Förster sagt: „Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wurde gegen die ursprüngliche Virusvariante entwickelt, die zunehmend an Bedeutung verliert und in naher Zukunft wohl kaum noch eine Rolle spielen wird. Seine Wirksamkeit von unter 70 Prozent schon bei der ursprünglichen Coronavariante, seine höhere Nebenwirkungsrate und seine Nichtwirksamkeit gegen neue Virusvarianten lassen ihn zunehmend als nicht mehr akzeptabel erscheinen.“ privat
Im Impfzentrum Prenzlau sind zunächst 900 Impfdosen des Herstellers AstraZeneca für die Uckermärker avisiert. G
Im Impfzentrum Prenzlau sind zunächst 900 Impfdosen des Herstellers AstraZeneca für die Uckermärker avisiert. Gemäß der Impfverordnung kann das Vakzin des schwedisch-britischen Herstellers an Personen der höchsten Priorisierungsgruppe, die unter 65 Jahre alt sind, verimpft werden. Expa
Prenzlau ·

Allgemeinmediziner Frank Förster nimmt für sich in Anspruch, grundsätzlich ein großer Befürworter des Impfens zu sein. Im Gespräch mit dem Uckermark Kurier versichert der Prenzlauer, dass seine Praxis bei allen Impfungen sehr hinterher sei: „Das wissen unsere Patienten genau.“ Egal, ob es beispielsweise um Immunisierung gegen die normale Grippe, Pneumokokken oder Gürtelrose gehe – „wir haben eine sehr hohe Impfrate zu verzeichnen.“ Und zwar seit über 30 Jahren schon, denn so lange praktiziert der Uckermärker bereits in der Kreisstadt. Impfen hält der 63-Jährige auch im Kampf gegen das Coronavirus für immens wichtig, wie er sagt. Trotzdem geht der Mediziner jetzt mit seinen Zweifeln an die Öffentlichkeit.

Unter 70 Prozent

Er hat Bedenken gegen ein bestimmtes Vakzin und begründet das wie folgt: „Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wurde gegen die ursprüngliche Virusvariante entwickelt, die zunehmend an Bedeutung verliert und in naher Zukunft wohl kaum noch eine Rolle spielen wird. Seine Wirksamkeit von unter 70 Prozent schon bei der ursprünglichen Coronavariante, seine höhere Nebenwirkungsrate und seine Nichtwirksamkeit gegen neue Virusvarianten lassen diesen Impfstoff zunehmend als nicht mehr akzeptabel erscheinen – und das zu Recht!“

Mögliche Erbgutveränderung

Es habe seiner Kenntnis nach bislang keine Zulassung in den USA und in der Schweiz gegeben, setzt der erfahrene Hausarzt hinzu: „wohl wegen nicht ausreichender Studienlage, u.a. auch hinsichtlich möglicher Erbgutveränderungen. In Südafrika wird er wegen mangelnder Wirksamkeit gegen die dort vorherrschende Coronavariante schon nicht mehr verimpft. Für eine schnelle Anpassung an neue Virusvarianten soll er nicht so gut geeignet sein wie die mRNA-Impfstoffe.“

Seiner Meinung nach sollte der Impfstoff von AstraZeneca deshalb nach dem jetzigen Erkenntnisstand nicht mehr verimpft werden.

Dem Allgemeinmediziner ist bewusst, dass große Hoffnungen in das Mittel gesetzt wurden, und dass die jetzige Entwicklung vom Hersteller und den politischen Entscheidungsträgern nicht vorhergesehen werden konnte. „Die Entscheidung treffen zu müssen, den Impfstoff nicht mehr einzusetzen, ist deshalb außerordentlich bedauerlich“, räumt Diplom-Mediziner Frank Förster ein: „Aber wenn die Politik jetzt nicht sachlich reagiert, verspielt sie die Impfakzeptanz der Bevölkerung.” Er befürchte dann diesbezüglich genau so ein Desaster wie 2009 bei der Impfung gegen die Schweinegrippe. Natürlich müsse jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich mit dem derzeitigen AstraZeneca-Impfstoff impfen lässt. Für ihn steht allerdings fest: „Ich werde weder Patienten mit diesem Impfstoff impfen, noch mich selbst damit impfen lassen.“

Von Berlinern abgelehnt

Leser des Uckermark Kurier hatten in der Vergangenheit wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass beispielsweise in der Hauptstadt viele Menschen den Impfstoff von AstraZeneca ablehnen und deshalb zwischen den Herstellern wählen könnten. Da stelle sich die Frage, ob der von den Berlinern abgelehnte Impfstoff nun für die Uckermärker gerade gut genug sei, denn im Impfzentrum Prenzlau müsse man nehmen, was woanders nicht gewollt werde oder gerade übrig sei – so der Grundtenor der Beschwerden.

Dazu befragt, hatte Uwe Schmidt, Leiter des Impfzentrums in Prenzlau, vergangene Woche gesagt, dass er diese Kritik nicht nachvollziehen könne, aber von der Skepsis gehört habe. Seit letztem Mittwoch sind im Prenzlauer Impfzentrum theoretisch 210 Impfungen täglich mit AstraZeneca möglich.

Impflisten überschaubar

„Derzeit sind die Impflisten allerdings überschaubar“, räumte er ein. Das habe aber mit der sehr kurzfristigen Entscheidung zu tun, die Impfungen am 17. Februar starten zu lassen. Am besagtem Mittwoch wurden in Prenzlau 50 Personen geimpft. Davon standen fünf auf der Liste, und 45 Personen – meist aus Pflegediensten – wurden zusätzlich geimpft. Insgesamt sind zunächst 900 Impfdosen des Herstellers AstraZeneca avisiert. Gemäß der Impfverordnung kann der Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers an Personen der höchsten Priorisierungsgruppe, die unter 65 Jahre alt sind, verimpft werden. Dazu gehört unter anderem Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege oder in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko – beispielsweise in Rettungsdiensten, Notaufnahmen sowie in Corona-Impfzentren. In der Uckermark sind bislang knapp 4000 Impfungen vorgenommen worden.

Im brandenburgischen Impfzentrum Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) sind neben den priorisierten ambulanten und stationären Pflegekräften auch Verwaltungsmitarbeiter des Landkreises und der zugehörigen Städte und Gemeinden geimpft worden. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) hatte damit auf einen Hilferuf aus dem Impfzentrum reagiert, das über eine geringe Nachfrage nach Impfterminen der prioritär Berechtigten mit dem Präparat von AstraZeneca berichtete. Daher sei kurzfristig interessierten Verwaltungsmitarbeitern, aber auch Feuerwehrleuten oder Kindergarten-Mitarbeitern eine außerplanmäßige Impfung angeboten worden, so Reinhardt.

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Kommentare (20)

sollte sich mal besser informieren und z. B. den Newsletter des Deutschen Ärzteblatts vom 17.2. lesen. Der Impfstoff von Astrazeneca verhindert leichte und mittelschwere Verläufe zu 62,6%,schwere Verläufe mit Aufenthalt im Krankenhaus, Beatmung oder gar Tod verhinderte er in der Zulassungsstudie zu 100%!

...der scheinbar über besondere Erkenntnisse verfügt:

1. „Der Corona-Impfstoff von AstraZeneca wurde gegen die ursprüngliche Virusvariante entwickelt..."
Trifft das nicht auf alle Coronaimpfstoffe zu?

2. "....die zunehmend an Bedeutung verliert und in naher Zukunft wohl kaum noch eine Rolle spielen wird."
Trifft das nicht auf alle Viren und ihre Varianten zu?

3. "Für eine schnelle Anpassung an neue Virusvarianten soll(!!!) er nicht so gut geeignet sein wie die mRNA-Impfstoffe.“
Ersetzt bei Ihnen Hörensagen Studien? Wenn nicht, welche Studien belegen das?

4. Natürlich müsse jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich mit dem derzeitigen AstraZeneca-Impfstoff impfen lässt. Für ihn steht allerdings fest: „Ich werde weder Patienten mit diesem Impfstoff impfen....."
Ist das nicht ein Widerspruch und wo bleibt da die Selbstbestimmung des Patienten?

Für mich könnte ein Arzt, der so unbedarft urteilt, nicht mehr Arzt meines Vertrauens sein.

Übrigens bedeutet 70% Wirksamkeit nicht, dass nur 70% der Geimpften geschützt sind. Es bedeutet, jede einzelne Person ist zu 70% davor geschützt, überhaupt zu erkranken. Das ist nicht so viel wie 92%, aber allemal besser als gar nichts.

@ Claudia Marsal:
"Leser des Uckermark Kurier hatten in der Vergangenheit wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass beispielsweise in der Hauptstadt viele Menschen den Impfstoff von AstraZeneca ablehnen und deshalb zwischen den Herstellern wählen könnten."

Leser des Uckermark Kurier hatten in der Vergangenheit wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass Frau Marsal überaus einseitig über Corona berichtet.
Warum, Frau Marsal, gibt es bei Ihnen keinerlei Hinweis, dass die Meinung dieses Allgemeinmediziners wohl eher Einzelmeinung ist und in keiner Weise die Haltung der Ärzteschaft widerspiegelt?:

Ärzte werben für Corona-Impfung – auch mit AstraZeneca
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/02/18/aerzte-werben-fuer-corona-impfung-auch-mit-astrazeneca

Prinzipiell ist die Aussage mMn korrekt.

Vektordesigns haben den zeitlichen Nachteil, dass die umgeschriebenen Trägerviren hinsichtlich der Expression, Stabilität und Replikationsfähigkeit in menschlichen Zellen aufwendiger, sprich von neuem geprüft werden müssen, um eine Zulassung zu erhalten.

Im Grunde gibt der Prenzlauer Arzt unbeabsichtigt das Impfprocedere bei Influenza wieder. Bei den Grippe-Impfstoffen, die jährlich hergestellt werden, wird eine Lotterie veranstaltet, in der Hoffnung die kommenden Grippeviren-Mutationen mit den hergestellten Impfstoffen breit zu treffen. Dieses Procedere wird/wurde wenig bis selten in die Öffentlichkeit gebracht, weil es kaum wen interessierte. Genauso wird es auch mit CoVid-Impfstoffen sein. Das Corona-Management-Problem ist die im Frühling 2020 festgelegte Alternativlosigkeit, nur auf CoVid zu starren und sämtliches, bisherige Wissen über Viren und das jährliche, bisherige Virenmanagement sechs Fuss tief zu vergraben und drauf sitzen, damit es nicht an die Öffentlichkeit kommt. Die Technologien der Antike verschwanden mit dem Untergang des Römischen Reiches und wurden ca. 600 Jahre später neu entdeckt bzw. neu erfunden. Bei Viren und Impfung ging das Wissen im Jahr 2020 innerhalb von paar Monaten verloren, trotz nicht-vergessendem Internet. Dass man beim AstraZeneca-Impfstoff bei Corona das Grippeimpfwissen anwendet ohne es zu erwähnen (z.B. Ihre 70%-Wahrscheinlichkeit) zeigt, dass weder Grippe-Schutzimpfung noch Corona-Schutzimpfung das versprechen, was allgemein durch die Öffentlichkeit schwirrt und Hoffnungen macht, die heute wie die letzten Jahre an der Realität vorbeigehen (z.B. wer geimpft stirbt nicht, ist immun, nicht ansteckend usw.). Deshalb ist es nötig, dass möglichst alle Völker dieser Welt sich wieder erden und der Panik und Angstmache die Rote Karte zeigen. Das wird noch ein sehr langer Weg. Die Null-CoVid-Phantasten werkeln/merkeln bereits.

an die Kommentatoren: Warum können Sie abweichende Meinungen nicht ertragen?
Genau daran krankt unsere Gesellschaft aktuell: Am Zulassen abweichender Meinungen und an einem echten Diskurs. Sie verunglimpfen lieber, mal wieder!
Danke Frau Marsal für diesen Bericht.

natürlich

> Warum können Sie abweichende Meinungen nicht ertragen?

Die Kommentatoren *ertragen* es doch - der Artikel ist ja noch online.

Ihre MEINUNG dazu schreiben, dürfen sie aber schon - genauso wie *Sie* das getan haben.

DAS werden Sie wohl ertragen müssen ;-)

Lieber Mensch, abweichende Meinungen kann man ertragen, aber nicht die Lüge. Da muss man als denkender Mensch eingreifen und das richtigstellen, das haben die Kommentatoren hier gemacht. Das völlige Außerachtlassen von gesicherten Fakten, das Frau Marsal hier nicht zum ersten mal macht, kann einfach nicht unkommentiert stehen bleiben.

Irgendwann ist alles, was man sich wünscht und was man sich ausdenkt, real.

Dann kommt ihr Kind und sagt, Eis und Schokolade sind die einzig empfehlenswerten Lebensmittel, das hat die Wissenschaft festgestellt. Und dann muss es bei Ihnen ab morgen nur noch Eis und Schokolade geben - drei mal täglich.

Da würden Sie doch aber auch einschreiten, hoffe ich doch. :-)

Dauergästen immer zu beobachten.
Das spiegelt jedoch nicht den fehlenden Diskurs wider. Den gibt es für alle Leserinnen und Leser im eigenen Umfeld. Danke für diesen Artikel

Nein, Danke.

- überzeugt international nicht - vielleicht ein Impfstoff für arme Länder.
Der Arzt will seine Patienten vor Schaden bewahren, das ist nachvollziehbar!

Das angewandte Verfahren von AZ funktioniert seit Jahrzehnten reibungslos, wenn man die nötige Zeit hat.

Für solche spontanen, dynamischen Situationen ist es allerdings ungeeignet. Das hat auch nichts mit arm oder reich zu tun. Es kostet im Gegenteil sogar mehr Geld, die Studien laufen zu lassen.

Das Problem an der Sache ist Murphys Gesetz. Das Verfahren ist von wissenschaftlicher und technischer Seite hochkomplex und es sind sehr viele Menschen daran beteiligt. Wenn dabei irgendwas schiefgehen kann, und das Riskio erhöht sich unter Zeitdruck, dann geht auch was schief. Die Frage ist nur was.

Kann ein falsches Etikett sein oder im dümmsten Falle Tumorbildung. Wer will sowas im Zweifel schon herausfinden.

was für ein Geschwurbel ohne jede Ahnung...

Ich kann den Frust darüber schon in gewisser Weise nachvollziehen, den dann doch relativ schnell zugelassenen Impstoff "als Rest" zu bekommen, während andere das innovativere Produkt erhalten haben und deshalb dankend ablehnen können aber deswegen gänzlich darauf zu verzichten? Ich weiß nicht.

Zögerer, Zauderer und Pfennigfuchser leben vllt. länger, mag sein, und er muss das schließlich mit sich selbst ausmachen, wenn er Zweifel hat aber die Zögerer, Zauderer und Pfennigfuchser in Berlin und Brüssel bekommen dafür wahrscheinlich noch die Quittung des Wählers im September. Das sieht Ihnen auch niemand nach, Chancen verpasst zu haben.

jetzt plötzlich "innovativ", vor 2 Monaten noch Menschenexperiment. Ihr müsst Euch schon entscheiden! Mist, wenn die Wahrheit einen einholt.

Das Verfahren ist innovativ.

Wo hab ich bitte geschrieben, es handele sich um ein Menschenexperiment? Wie gut Proteine vom Menschen aufgenommen werden, kann man in 30 Minuten testen. Da muss man keine Langzeitstudien zu anfertigen. Kann man auch einfach mal schreiben, statt sich was aus den Fingern zu saugen.

Ihr Artikel suggeriert, in Berlin könnten die Impfberechtigten den Impfstoff frei wählen. Das ist seit dem 18.2. nicht mehr der Fall.

Der Tagesspiegel berichtete am 18.2.:
"In der E-Mail der Senatsverwaltung an die Kassenärztliche Vereinigung, die dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es: In den Corona-Impfzentren (CIZ) Arena, Messe, Erika-Heß-Stadion und Velodrom, in denen mit Biontech und Moderna geimpft wird, seien nur „impfberechtigte Personen mit einem Alter über 80 Jahre“ einzulassen."
https://www.tagesspiegel.de/berlin/-ist-der-zutritt-grundsaetzlich-zu-verwehren-astrazeneca-anweisung-der-berliner-gesundheitssenatorin-empoert-aerzte/26929910.html

Vielleicht berichtigen sie das der Korrektheit halber und aus Informationsgründen für die Leser?

Ausserdem frage ich mich, wieso sie, bevor es einen Beschluss gibt, ob und wann neben den Impfzentren auch die Hausarztpraxen impfen, schon eine ablehnende subjektive Stimme eines Arztes wiedergeben. Für die Leser interessant wäre vielmehr eine Liste der Hausarztpraxen, welche gegen Corona impfen oder eine Nummer, wo die Leser das erfahren können und nicht, welche Person in der Zukunft nicht impfen will.

"Die Corona-Impfkampagne in Schottland hat laut einer Studie zu einer deutlichen Entlastung der Krankenhäuser geführt. Vier Wochen nach der ersten Impfung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca ging das Risiko der Geimpften, wegen Covid-19 ins Krankenhaus zu müssen, um bis zu 94 Prozent zurück, heißt es in einem Preprint der Universität von Edinburgh, das noch nicht von Fachexpertinnen geprüft wurde. Beim Impfstoff von Biontech/Pfizer sinkt das Risiko demnach um bis zu 85 Prozent."
weiteres siehe hier: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-94-prozent-weniger-krankenhausaufenthalte-nach-einer-dosis-astrazeneca-a-58ae2153-add3-4955-90da-41bc98d323d3

aber glauben Sie, das überzeugt notorische Impfgegner???

Die Kommentarspalte macht schon deutlich, wo das Problem liegt. Hier ist ein Artikel erschienen, der soviel Bullshitt verbreitet, dass man sich fragt, ob der arme Dr. Förster hier überhaupt mit der Veröffentlichung einverstanden war und dass sich Kommentatoren um die Richtigstellung bemühen müssen, mit Quellen, die die Autorin absolut ausser Acht lässt. Eigentlich sollte das die Aufgabe der Journalistin sein. Hier müssen das die Kommentatoren nachholen.
Und dann taucht sie in den Kommentaren wieder auf, die Erzählung von den alternativen Fakten. Aber liebe Leute, es gibt abweichende Meinungen, aber nicht abweichende Fakten. Es gibt vielleicht widersprüchliche Fakten oder verschiedene Untersuchungsergebnisse oder unterschiedliche Betrachtungsweisen, aber nicht alternative Fakten, das ist eine Erfindung der Trump-Regierung, um behaupten zu können, dass zur Amtseinführung des Präsidenten damals viel mehr Menschen da waren, als es tatsächlich der Fall war. Die Fakten haben gefälligst mein Wunschdenken abzubilden. So agiert man hier. Alternative Fakten ist ein Euphemismus für Lüge!

Aber das ist ja mittlerweile die bevorzugte Strategie der Autorin hier. Wenn Du nicht überzeugen kannst, dann verwirre, schockiere, irritiere. Das bringt Aufmerksamkeit und lenkt von dem unerwünschten Sachverhalt ab.

Toll, Frau Marsal. Wieder mal ein bisschen mehr Chaos in die Gesellschaft gepumpt, wiedermal nicht den Job einer Journalistin erledigt, wiedermal daran mitgewirkt, dass unserer Demokratie ein Sargnagel verpasst wird. Toll gemacht, ist natürlich sarkastisch gemeint.

Wann wird es endlich eine Konsequenz der Redaktion geben? Es kann doch nicht sein, dass jemand ungestraft immer wieder solche Unwahrheiten verbreitet.