EINKAUFEN IN DER CORONA-KRISE

Prenzlauer Marktleiter rechnet mit Rückgang der Panikkäufe

Die Regale, auf denen sonst Hygieneartikel lagern, wie leergefegt. Selbst Frischwaren wie Obst, Gemüse und Fleisch werden auf Vorrat gehamstert.
Matthias Becker, Inhaber des Prenzlauer Rewe-Marktes in der Steinstraße, sorgt für Nachschub. Er geht davon aus, da
Matthias Becker, Inhaber des Prenzlauer Rewe-Marktes in der Steinstraße, sorgt für Nachschub. Er geht davon aus, dass sich das Einkaufsverhalten innerhalb weniger Tage wieder normalisieren wird. Heiko Schulze
Zweitweise sind die Regale m Prenzlauer Rewe-Markt, in denen Hygieneartikel an geboten werden, wie leergefegt.
Zweitweise sind die Regale m Prenzlauer Rewe-Markt, in denen Hygieneartikel an geboten werden, wie leergefegt. Heiko Schulze
Norma-Markt am Neustädter Damm (B 109) in Prenzlau. Mehl und Teigwaren waren Montagfrüh dort so gut wie ausverkauft.
Norma-Markt am Neustädter Damm (B 109) in Prenzlau. Mehl und Teigwaren waren Montagfrüh dort so gut wie ausverkauft. Dafür stapelten sich wenige Meter entfern die vollen Bierkästen. Ines Markgraf
Prenzlau.

Die Unsicherheit in der Corona-Krise schlägt im Einkaufsverhalten der Uckermärker durch, auch wenn es im Landkreis bisher noch keinen infizierten Bürger gibt. Montagvormittag waren die Regale, in denen sonst Toilettenpapier und weitere Hygieneartikel vorrätig lagern, im Rewe-Mark in der Prenzlauer Steinstraße wie leer gefegt. Im Norma-Mark am Neustädter Damm (B 109) gingen Teigwaren und Mehl sichtbar zur Neige. Der Inhaber des Prenzlauer Rewe-Marktes, Matthias Becker, war am Sonnabend selbst „Opfer” von Hamsterkäufen geworden und konnte gegen 12 Uhr keine Kartoffeln mehr kaufen, obwohl am Morgen die Vorräte aufgefüllt waren.

Private Lagerkapazitäten begrenzt

Seit Beginn der Corona-Krise war der Anstieg der Einkäufe von Hygieneartikeln, Nudeln und sonstigen Teigwaren schon sehr spürbar gewesen. In den zurückliegenden Tagen kamen Obst, Gemüse, Fleisch und Backwaren hinzu, schildert Matthias Becker. „Doch irgendwann werden die privaten Lagermöglichkeiten in Wohnungen und Eigenheimen für Vorräte und Tiefkühlwaren ausgeschöpft sein”, prophezeit der Marktleiter eine spürbare Abnahme der „Hamsterkäufe” in den nächsten Tagen. In Italien sei eine ähnliche Entwicklung zu beobachten gewesen.

Marktleiter: Ruhe bewahren

Dabei könnten die Kunden darauf vertrauen, dass alle Artikel in absehbarer Zeit nach wie vor verfügbar sei werden: „Auch wenn für wenige Stunden mal einige Regale leer bleiben, die Lieferketten sind nicht unterbrochen.” In seinem Rewe-Markt erfolgt täglich die Anlieferung der Frischware (Obst, Gemüse, Fleisch...), drei Mal wöchentlich kommen die großen Waren, die so genannten Kolonialwaren, in der Steinstraße an. In der Rewe-Kette werde die Bestellung automatisch geregelt. Entsprechend der Prognosen sei das Volumen bestimmter Waren temporär und für alle Märkte um 20 Prozent erhöht worden. Sein Rat an die Kunden: „Ruhe bewahren. In den nächsten Tagen wird sich die Einkaufssituation wieder entspannen.”

Derweil treibt viele Eltern die Auswirkungen der Schließung der Kitas und Schulen um und stellt sie vor große Herausforderungen.

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