CORONA

Prenzlauer sicher: Gesund leben wirkt mehr als jedes Corona-Bußgeld

Ronny Schulz treibt Sport und isst gesund. Warum der Intensivpfleger all das für fast wichtiger als Verbote hält, verriet er dem Uckermark Kurier.
Ronny Schulz (rechts) trainiert bei „Fit 500“ oft mit dem 17-jährigen Gymnasiasten Leon Knull.
Ronny Schulz (rechts) trainiert bei „Fit 500“ oft mit dem 17-jährigen Gymnasiasten Leon Knull. Claudia Marsal
Prenzlau.

Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen, lüften und Kontakte reduzieren – die Coronaregeln bestimmen momentan auch den Alltag von Ronny Schulz. Als Intensivpfleger muss der 37-Jährige die Vorschriften sogar strengstens beachten, schließlich zählen zu seiner Klientel vor allem Risikopatienten. Diese Menschen will der Prenzlauer ebenso wenig in Gefahr bringen wie seine betagte Oma oder das jüngste Glied der Familie, seine erst drei Monate alte Tochter Charlotte Rosi. Der Kreisstädter hat deshalb auch fast kein Problem mit „nachvollziehbaren Beschränkungen” oder damit, dass 2020 anders verläuft. Etwas aber stört ihn an der Corona-Debatte gewaltig: „Immer ist nur von Verboten und Strafen die Rede. Das nervt irgendwann und schlägt aufs Gemüt und unter Umständen sogar in Verweigerung um. Ich bin der Meinung, dass unserer Eigenverantwortung für die Gesundheit mehr Raum in der öffentlichen Diskussion eingeräumt werden müsste.” Ronny Schulz spielt damit auf die vielfältigen Möglichkeiten an, sein Immunsystem zu stärken.

Mehrmals pro Woche

Er setzt vor allem auf Sport, trainiert regelmäßig bei „Fit 500”, einem Studio, das sieben Tage die Woche rund um die Uhr geöffnet hat und somit bestens zu seinem Rhythmus als Schichtarbeiter passt. Selbst nach dem Spätdienst oder vor dem morgendlichen Erwachen seines Babys rafft sich der muskelbepackte Mann zum Sporteln auf.

„Aber man muss ja gar nicht so wie ich mehrmals pro Woche ins Fitnesscenter gehen”, versichert der Familienvater: „Mindestens genauso wichtig ist doch, auf gesunde Ernährung zu achten und Bewegung in den Alltag einzubinden.”

Spaziergang reicht

Für den einen könne das die Gartenarbeit oder der Spaziergang um den See sein, der andere habe die tägliche Gassirunde, setzt der Pfleger hinzu: „Hauptsache runter vom Sofa und raus an die frische Luft. Das macht den Kopf frei und sorgt für Glücksgefühle. Die wiederum sind die Basis dafür, dass der Körper sich gegen Krankheiten in Stellung bringen kann.” Mindestens genau wichtig wie das physische Wohlbefinden sei die Psyche. „Also wenig Stress und sich mit Menschen und Dingen umgeben, die einem gut tun.” Das gelte auch bei Corona, denn Covid 19 werde von Viren ausgelöst, bei denen starke Abwehrkräfte wichtiger denn je seien.

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