BREITBANDAUSBAU

Prenzlauer verspielen Chance auf rasantes Internet

Nur ein Viertel aller Förderadressen für einen kostenlosen Glasfaseranschluss im Prenzlauer Stadtgebiet haben sich bis jetzt zurückgemeldet.
Mehr als 12 000 Haushalte in der gesamten Uckermark sollen von einem kostenlosen Glasfaseranschluss profitieren können.
Mehr als 12 000 Haushalte in der gesamten Uckermark sollen von einem kostenlosen Glasfaseranschluss profitieren können. Jens Büttner
Prenzlau.

Im Zuge des Breitbandausbaus in der Uckermark sollen bis Ende 2022 alle „weißen Flecken“ mit Übertragungsraten von weniger als 30 Mbit/s von der Landkarte verschwinden. Förderfähige Haushalte bekommen den Glasfaseranschluss kostenlos direkt bis ins Haus verlegt. Auch in der Stadt Prenzlau einschließlich der Ortsteile gebe es rund 550 Haushalte, die sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss sichern könnten, informierte der Breitbandverantwortliche des Landkreises Uckermark Andre Reichow, bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadt- und Ortsteilentwicklung in Prenzlau am Dienstag.

Geringe Rücklaufquote

Das Problem: Die Rücklaufquote der Grundstückeigentümer, die an einer förderfähigen Adresse wohnen, ist im Prenzlauer Stadtgebiet mangelhaft. Nur etwa 25 Prozent der Betroffenen hätten bis jetzt auf das Erstanschreiben der Stadtwerke Schwedt, die für die Vermarktung des Breitbandausbaus zuständig sind, reagiert. Die Kreisverwaltung hofft auf eine Anschlussquote von 90 Prozent und mehr. Voraussetzung für die kostenlose Verlegung eines Glasfaseranschlusses zum eigenen Haus ist der Abschluss eines Grundstücknutzungsvertrages mit der e.discom. Dieser Vertrag ist wiederum nicht an die Buchung eines Internet-Produktes gekoppelt.

Chance kommt nicht wieder

„Die Chance für einen kostenlosen Glasfaseranschluss direkt bis ins Haus kommt nicht wieder“, appellierte der Breitbandverantwortliche. Die ersten Bauarbeiten für das Glasfasernetz in Prenzlau sollen im Bereich Bündigershof/Wollenthin erfolgen. „In der Kernstadt von Prenzlau wird so gut wie gar nicht ausgebaut.“ Beim aktuellen Ausbau, bei dem auf einer Länge von mehr als 1600 Kilometern Tiefbauarbeiten in der Uckermark geleistet werden, sollen jedoch Rohrverbände mit verlegt werden, die weitere Ausbaustufen vereinfachen. Ein Folge-Förderprogramm für die „grauen Flecken“ sei bereits in Abstimmung bei der Europäischen Union.

Förderfähige Haushalte

Wer glaubt, an einer förderfähigen Adresse zu wohnen, kann sich bei den Stadtwerken Schwedt unter der Telefonnummer 03332 449 449 melden. Weitere Informationen zum Ausbau sowie einem Test der Verfügbarkeit finden sich zudem unter www.glasfaser-sws.de

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