Größter Wunsch

Prenzlauer will auf „Wolfsjagd“ gehen

Günter Warwas weiß, dass viele Mitmenschen den Wolf verteufeln. Er nicht. Das steigert die Chance, dass sein größter Wunsch wahr wird.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Von so einem Schnappschuss träumt Günter Warwas schon sein ganzes Leben.
Von so einem Schnappschuss träumt Günter Warwas schon sein ganzes Leben. Claudia Marsal
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Prenzlau.

Einmal den Wolf ins Visier nehmen. Davon träumt Günter Warwas schon sein ganzes Leben. Der pensionierte Schlosser weiß, dass er dafür Zeit brauchen wird. „Auf einen kapitalen Hirsch habe ich mal fünf lange Wochen gewartet“, verrät er schmunzelnd.

Mit dem Teleobjektiv Isegrim „einfangen“

Aber jetzt, wo der Wolf auch in den hiesigen Breitengraden wieder heimisch ist, rechnet er sich gute Chancen aus, dass es auch mit Meister Isegrim klappt. Günter Warwas will deshalb nun auf die Jagd nach ihm gehen. „Natürlich nicht mit der Flinte, sondern nur mit der Kamera“, beruhigt der Prenzlauer schnell, das 300er Teleobjektiv sollte den gewünschten Erfolg bringen.

Abschussforderungen ärgern ihn

„Ich könnte diesem herrschaftlichen Tier nämlich niemals etwas tun“, versichert der Vater zweier erwachsener Kinder. Und deshalb ärgern ihn die Abschussforderungen. „Unmöglich finde ich das“, echauffiert sich der langjährige AWP-Mitarbeiter. Nur ungern erinnert er sich an Braunbär Bruno, dessen zwangsverordnete Tötung 2006 die Gemüter erhitzte. „Ich habe Angst, dass die Wölfe hier das selbe Schicksal ereilt“, räumt der vierfache Großvater ein.

„Wolfsjagd“ in eingegrenztem Bereich

Er freut sich über jede Sichtungsmeldung in den Medien. Dass entlang der A20 und im benachbarten Vorpommern-Greifswald-Kreis wiederholt Wölfe gesehen worden sind, macht ihn happy, denn das grenzt den Bereich, wo er in diesem Sommer auf „Wolfsjagd“ gehen wird, schon einmal ein.