CORONAKRISE

Prenzlauer Zahnarzt dementiert Schließgerücht

Lukas Szafranski weiß, worüber in Prenzlau spekuliert wird. Doch dem tritt der 46-Jährige entgegen. Er macht die Coronaauflagen verantwortlich.
Zahnarzt Lukas Szafranski (vorn links) freut sich auf den Neustart in Prenzlau. Er ist zuversichtlich, dass die Praxisübe
Zahnarzt Lukas Szafranski (vorn links) freut sich auf den Neustart in Prenzlau. Er ist zuversichtlich, dass die Praxisübernahme die richtige Entscheidung war und baut dabei fest auf die Unterstützung des langjährigen Teams in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Claudia Marsal
Prenzlau ·

Totgesagte leben länger – vielleicht hat Zahnarzt Lukas Szafranski an dieses deutsche Sprichwort gedacht, als er Anfang dieser Woche mit seinem Team in die Offensive ging. „Ich weiß, dass in Prenzlau spekuliert wurde, dass unsere Praxis schließt“, sagte der 46-Jährige dem Uckermark Kurier. Doch das sei mitnichten so, setzte er hinzu. Im Gegenteil, durch die Übernahme wolle er die große Zahnarztpraxis im Zentrum der Kreisstadt auch perspektivisch auf sichere Füße stellen, betonte der Zahnmediziner, der hier bereits seit 2006 im Angestelltenverhältnis gearbeitet hatte. Der bisherige Inhaber Dr. Michael Krenz werde den Patienten noch stundenweise erhalten bleiben, stellte Lukas Szafranski auf Nachfrage klar. Ab 1. Oktober fungiere aber er selbst als Chef.

Scharfe Auflagen

Was die Schließgerüchte anbelangt, kann sich der gebürtige Pole das nur mit den scharfen Coronabeschränkungen zu Beginn erklären. „Die Krise hat auch uns Zahnärzte hart getroffen“, bestätigte der Unternehmer. Vor allem in der Anfangszeit, als unklar war, welche Behandlungen sie überhaupt noch vornehmen durften, seien da viele Unsicherheiten gewesen. Das habe, so Lukas Szafranski, wie bei den meisten anderen Praxen auch eine kurzzeitige Schließung zur Folge gehabt. Bis in den Vormonat hinein galten zudem etwas eingeschränkte Öffnungszeiten, weil nicht das gesamte Portfolio der Zahnmedizin angeboten wurden durfte. Das ist nun anders.

„Jetzt hat sich die Lage glücklicherweise wieder normalisiert, so dass wir zu den gewohnten Behandlungszeiten und Umfängen übergehen können“, versicherte der neue Chef von insgesamt acht Angestellten, zu denen sowohl angestellte Zahnärzte als auch -helferinnen und -prophylaxe-Experten sowie Reinigungskräfte gehören.

Nur mit Maske

Weiter gelten allerdings die aktuellen Vorgaben wie Einhaltung des Mindestabstandes, also Einschränkungen im Warteraum, sowie die Mundschutzpflicht im Behandlungsvorraum. „Drinnen darf die Maske selbstverständlich wieder abgenommen werden“, merkte Lukas Szafranski scherzend an. Bei grippeähnlichen Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit bestehe außerdem striktes Behandlungsverbot. Patienten, die das betrifft, müssen zunächst zum Hausarzt und das abklären lassen, also unter Umständen einen Coronatest absolvieren und auf den Negativbescheid warten. „Was das anbelangt, sind wir nämlich nicht die richtigen Spezialisten“, räumte der Zahnmediziner abschließend ein. Er freue sich sehr auf seinen Neustart in Prenzlau und sei sicher, dass sein Team mit ihm als neuem Chef da mitziehe.

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