MINI-BABYSACHEN

Prenzlauerin entwirft Frühchen-Kollektion

Wenn Neugeborene zu klein für normale Babysachen sind, ist guter Rat teuer. Hildegard Thiesson hat sich des Problems angenommen und begonnen zu stricken.
Diese neun Mini-Garnituren möchte die Prenzlauerin verschenken.
Diese neun Mini-Garnituren möchte die Prenzlauerin verschenken. Claudia Marsal
Prenzlau.

Circa 60 000 Babys pro Jahr kommen in Deutschland vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Die Überlebensrate der Frühchen ist zwar kontinuierlich besser geworden, aber die betroffenen Eltern stehen in der Anfangszeit vor einem großen Berg Sorgen. Angefangen von der bestmöglichen medizinischen Betreuung über spezielle Ernährung bis hin zur Bekleidung, die speziell angefertigt werden muss.

Sogenannte reifgeborene Babys kommen mit den Kleidergrößen 50/56 gut zurecht. Die kleineren Neugeborenen liegen mit Größe 48 meist richtig. Das ist die Auswahl im Handel riesengroß. Schwerer wird es schon bei Frühgeborenen, die im achten Monat das Licht der Welt erblicken. Sie benötigen meist Größe 44, abhängig von der Körpergröße manchmal auch nur Größe 38. Und alle Babys, die nicht mal bis zur 32. Schwangerschaftswoche warten können, sind auf noch winzigere Bekleidung angewiesen.

Süße Kombis

Die offiziell kleinste Größe ist hier die 32. Für diese Minis Sachen zu bekommen, gestaltet sich schwer. Das weiß auch Hildegard Thiesson, die viele Jahre mit Leib und Seele als Krankenschwester gearbeitet hat. Vor allem die Schicksale kranker Kinder bewegten die Prenzlauerin immer sehr.

Bei solchem Leid weggucken, könne sie bis heute nicht, versichert die 79-Jährige. Hildegard Thiesson entwickelte deshalb eine süße Kombi, in welche die winzigen Neugeborenen gesteckt werden können. Ihre Stricksachen werden auch gern für Sternenkinder, also totgeborene Babys, genutzt, um sie würdevoll zu bestattet.

Mit Hingabe häkelte die Seniorin kleine Jäckchen nach einer speziellen tunesischen Handarbeitstechnik. Auch Mützchen und Schühchen gehören dazu.

Eltern können sich melden

Nach dem Winter mit seinen langen, dunklen Nächten sitzt das Handarbeitstalent nun schon wieder auf einem Berg eigener Kreationen. Hildegard Thiesson würde sich freuen, wenn sich in der Leserschaft Abnehmer fänden. Die Witwe hat neun kleine Kombis in verschiedenen Farben angefertigt und der Redaktion des Uckermark Kurier übergeben.

Junge Eltern von Frühchen beziehungsweise Sternenkindern können sich per E-Mail bei uns melden, wenn sie Bedarf haben. Die Übergabe würde in der Redaktion der Prenzlauer Zeitung erfolgen.

Telefon: 03984 864712

 

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