Begeisterung pur

Preußen sind wieder mit ihrem Publikum vereint

Das erste Präsenzkonzert des Preußischen Kammerorchesters wurde im Friedgarten in Prenzlau zum lustvollen Wiedersehen für Musiker und Besucher gleichermaßen. Acht lange Monate der coronabedingten Enthaltsamkeit lagen hinter ihnen.
Nach acht Monaten Live-Abstinenz marschierte das Preußische Kammerorchester mit Pauken und Trompeten wieder vor seinem P
Nach acht Monaten Live-Abstinenz marschierte das Preußische Kammerorchester mit Pauken und Trompeten wieder vor seinem Publikum auf.
Konzertmeisterin Aiko Ogata, Varvara Ciocea (von links), Penka Bliznakova-Fischer sowie Emi Otogao (nicht im Bild) bezauberten
Konzertmeisterin Aiko Ogata, Varvara Ciocea (von links), Penka Bliznakova-Fischer sowie Emi Otogao (nicht im Bild) bezauberten das Publikum mit Vivaldis Streicherkonzert für vier Violinen. Monika Strehlow
Mit Hingabe und viel Humor dirigierte Jürgen Bischof die Musiker im Friedgarten durch ein fröhlich-optimistisches Ko
Mit Hingabe und viel Humor dirigierte Jürgen Bischof die Musiker im Friedgarten durch ein fröhlich-optimistisches Konzert. Monika Strehlow
Für Heiterkeit beim Publikum sorgten „Die beiden lustigen Mistfinken“, komponiert von Paul Hindemith, der in
Für Heiterkeit beim Publikum sorgten „Die beiden lustigen Mistfinken“, komponiert von Paul Hindemith, der in seinen frühen Jahren auch als musikalischer „Bürgerschreck“ bekannt war. Monika Strehlow
Prenzlau

Die Uckermark durfte am Wochenende viele ihrer Künstler wieder im Rampenlicht erleben, so auch das Preußische Kammerorchester. „Mit Pauken und Trompeten“ – Dirigent Jürgen Bischof und Konzertmeisterin Aiko Ogata hätten kein besseres Motto für das denkwürdige Konzert wählen können. Mit Händels Festmusik aus seinem Oratorium „Herkules“ marschierten die Musiker symbolisch wieder auf die offene Bühne.

Nach acht Monaten Zwangspause ohne ein einziges Live-Konzert nahmen sie ihr Publikum mit auf eine fröhlich-optimistische Reise durch die Musikepochen vom Barock über die Wiener Klassik bis hin zu weltbekannten Filmmusiken von Ennio Morricone und John Williams. Paul Hindemith „Lustige Mistfinken“ sorgten für Heiterkeit auf den Zuschauerplätzen, beschwingt verabschiedete man sich im Trompetenglanz festlicher Barockmusik von Telemann

Publikum fordert Zugaben

Nach diesen 90 Minuten, die Hoffnung und Zuversicht auf weitere Präsenzkonzerte gaben, wurde das Preußische Kammerorchester nicht ohne Zugaben vom Publikum klatschend verabschiedet. Wie sehr es seine „Preußen“ vermisst hatte, war an den anschließenden kurzen Gesprächen mit den Musikern zu erkennen. Die Damen und Herren des Orchesters genossen es sichtlich, mit ihrem Spiel so viel Freude verbreitet zu haben. Viel zu lange hatten sie darauf warten müssen. Moderatorin Angela Steer zum Beispiel hatte vor eineinhalb Jahren zuletzt durch eine Veranstaltungen geführt. Ein Verlust nicht nur für die bühnenerfahrene Berufstänzerin. Livestream und Radiomusik seien nicht dasselbe wie Liveauftritte, sagte sie. Die Schwingungen, die dabei zwischen Musikern und Publikum entstünden, ließen eine seelische Gemeinschaft entstehen. Und auch für Jürgen Bischof, der zudem mehrere Chöre leitet, musste 18 Monate auf einen Liveauftritt warten.

Am 11. Juni bereits laden die „Preußen“ zum ersten von 20 Konzerten ihrer „Klassik in Dorfkirchen“ nach Seehausen ein. Am 13. Juni musizieren sie in Malchow unter freiem Himmel zum Festgottesdienst des Stiftungsfestes. Am 19. Juni beteiligen sie sich an der „Langen Nacht der offenen Kirchen“ mit maritimer Musik für Orgel und Orchester in der Prenzlauer Nikolaikirche. Am 8. Juli beginnt das Bebersee Festival…

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Prenzlau

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