HILFE FÜR FAMILIEN

Prominenter Opa wird Schirmherr im Kinder-Netzwerk

Das Wort von Uwe Schmidt hat Gewicht. Die Kontakte des Ex-Sparkassenchefs sind Gold wert. Das nutzt der 71-Jährige, um zu helfen.
Peggy Redlich und Uwe Schmidt unterzeichneten die Urkunden. Dass der pensionierte Banker schon auf die 72 zugeht, sieht man ihm nicht an.
Peggy Redlich und Uwe Schmidt unterzeichneten die Urkunden. Dass der pensionierte Banker schon auf die 72 zugeht, sieht man ihm nicht an. Claudia Marsal
Prenzlau.

Vor ein paar Tagen hatte Uwe Schmidt mal wieder seinen jüngsten Enkel aus Bernau zu Gast. Eine Woche lang tobte der Zweijährige unter Opas Obhut durch das Prenzlauer Haus. Der 71-Jährige weiß somit aus erster Hand, wie anstrengend Kinder in diesem Alter sind und wie dankbar man für jedwede Unterstützung bei der Betreuung der Kleinen ist. Nach zwei erwachsenen Söhnen und zwei älteren Enkeln (11 und 7) rief ihm das der quicklebendige Knirps einmal mehr in Erinnerung.

Von daher lag das „Netzwerk Gesunde Kinder” mit seiner Frage, ob sich Uwe Schmidt nicht den Schirmherr-Posten bei ihnen vorstellen könnte, vermutlich goldrichtig.

Ex-Sparkassenchef zurzeit im Landtag

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Uckermark, der aktuell mit SPD-Mandat im Landtag sitzt, sagte trotz einer Vielzahl anderweitiger Verpflichtungen zu. Am vergangenen Freitag nun unterschrieb der Kreisstädter den Vertrag. Dass der pensionierte Banker bereits in den Jahren zuvor häufig die Fäden gezogen hat, wenn es um Belange des Netzwerks ging, ist allerdings allen Beteiligten bewusst, wie Koordinatorin Peggy Redlich beim Pressetermin herausstellte.

DRK ist ein guter Träger

Am wichtigen Meilenstein, der Trägerschaftsübernahme durch das DRK, beispielsweise habe er eine große Aktie gehabt, versicherte die junge Frau. Die letzte Entscheidung hätten aber die dortigen Verantwortlichen zu treffen gehabt, stellte Uwe Schmidt klar. Das Engagement des Wohlfahrtsverbandes sei gar nicht hoch genug zu wertschätzen, betonte der Kommunalpolitiker. Förderung fürs Netzwerk gibt es zwar auch vom Land – insgesamt drei Millionen Euro pro Jahr. Aber dieses Geld müssen sich alle Niederlassungen teilen. Im Alltagsgeschäft ist das Netzwerk in Prenzlau und Templin daher zwingend auf weitere Partner angewiesen.

67 Partner helfen

Aktuell sind es 67 Partner, die den Koordinatorinnen Doreen Boll und Peggy Redlich und ihren Teams zur Seite stehen. Allen gemein ist vermutlich die Wertschätzung der Arbeit, die vom Netzwerk für Familien mit kleinen Kindern geleistet wird. Die Betreuung dauert von der Geburt bis zum Ende des dritten Lebensjahres an. Aus der täglichen Arbeit wissen die Frauen aber, dass die Eltern sich eine Verlängerung bis zum Schuleintrittsalter wünschen würden. Diese Idee gaben sie dem neuen Schirmherr als Arbeitsaufgabe schon mit auf den Weg.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Prenzlau

Kommende Events in Prenzlau (Anzeige)

zur Homepage