WURZELAUFBRÜCHE

Radweg nach Kuhz wird endlich repariert

Der Radweg an der Landesstraße 24 ist gerade fünf Jahre alt und schon reparaturbedürftig. Die Kraft der Baumwurzeln wurde ausgeblendet.
Sigrid Werner Sigrid Werner
Eine Folie soll vor künftigem Durchwachsen von Wurzeln schützen.
Eine Folie soll vor künftigem Durchwachsen von Wurzeln schützen. Sigrid Werner
Noch bis Juni bleibt der Radweg von Kuhz nach Haßleben ab hier gesperrt.
Noch bis Juni bleibt der Radweg von Kuhz nach Haßleben ab hier gesperrt. Bernhardt Rengert
Haßleben.

Der straßenbegleitende Radweg an der L 24 zwischen Haßleben und Kuhz ist derzeit für Radler gesperrt. Obwohl erst 2014 gebaut, muss der Aspalt schon wieder erneuert werden. Die Wurzeln alter Pappeln sind eingewachsen und haben den Weg stark beschädigt. Dellen und Aufbrüche stellten zuletzt eine Unfallgefahr dar. 40 Pappeln wurden in der vegetationslosen Zeit gefällt und Wurzelreste beseitigt. Nun wurde der Asphalt auf rund 400 Metern abgefräst. Es werden horizontal und vertikal Wurzelschutzfolien aufgebracht, das Fräsgut wird beim Neuaufbau der Trag- und Deckschicht anschließend mit eingebaut. Bis Ende Juni sollen die Bauarbeiten beendet sein. Im Herbst soll als Ersatz für die Bäume eine Heckenbegrünung zur Feldseite hin erfolgen. Das Bauvorhaben kostet rund 80 000 Euro.

Wurzelaufbrüche keine Seltenheit

Die Gemeinde Boitzenburger Land bügelt im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht nach Aussagen des Bürgermeister mit dieser Baumaßnahme eine Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde aus, die sich im Vorfeld des Radwegeneubaus gegen ein Fällen aller Pappeln ausgesprochen hatte und nur einzelne Bäume entnehmen ließ. Auch anderswo in der Uckermark haben Kommunen nach einigen Jahren mit Wurzelaufbrüchen an neu gebauten Radwegen zu tun. Auch im benachbarten Templin wurden besonders betroffene Stellen begradigt und geflickt. Teure Wurzelsperren sind an den kilometerlangen Radwegestrecken aber offensichtlich bislang nicht üblich.

 

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