Die Nichten hatten Hulda Zessin einen Thron geschmückt.
Die Nichten hatten Hulda Zessin einen Thron geschmückt. Privat
Ständchen in Prenzlau

▶ So feierte eine rüstige Ex-Krankenschwester ihren 100. Geburtstag

Zwei hochbetagte Prenzlauer versetzen nicht nur die Nachbarschaft in Erstaunen. Auch die Verwandten sind happy, dass Hulda Zessin und ihr Mann noch so rüstig sind.
Prenzlau

Selbstbestimmt bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden leben. Dieser Wunsch ist für Hulda Zessin und ihren Mann Erich bis jetzt in Erfüllung gegangen. Die beiden hochbetagten Prenzlauer leben noch immer in ihrer kleinen Wohnung in der Platte und freuen sich, ihren Alltag fast ohne fremde Hilfe bestreiten zu können. Die langjährige Krankenschwester und der pensionierte Klinik-Hausmeister, die einst aus Pommern in die Uckermark flohen, erfreuen sich – abgesehen von einigen Wehwehchen – noch recht guter Gesundheit. Und das ist vor allem bei Hulda Zessin nicht selbstverständlich. Denn sie wurde dieser Tage schon 100 Jahre alt.

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Ihre Nichte Carla Neuse berichtete dem Uckermark Kurier von diesem Jubeltag, an dem das Paar Unterstützung von zwei weiteren Verwandten, Ina Kluge und Anita Reinck, bekommen hatte. „Sie fungierten während der zwei Tage währenden Feierlichkeiten als Türöffner und Telefondienst”, erzählte die Göritzerin. „Und sie hatten da gut zu tun, weil es sich viele Menschen nicht nehmen ließen, meiner Tante zu ihrem Ehrentag zu gratulieren.” Unter den Gästen waren auch der Superintendent und der Prenzlauer Bürgermeister.

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Eine ganz besondere Freude brachte der frischgebackenen Hundertjährigen die Schalmeienkapelle Mühlhof. „Die hatte vor ein paar Wochen mal beim Kinderfest im Kiez musiziert. Und danach schwärmte mein Onkel davon, was das für ein schöner Tag gewesen war. In diesem Moment kam uns die Idee, Hulda ein Ständchen bringen zu lassen”, berichtete Carla Neuse der Redaktion. „Als die Musik erklang, waren die beiden ganz aus dem Häuschen. Das hat uns sehr gefreut.” Sie wünscht ihrer Jubilarin und deren Mann noch viele glückliche, gemeinsame Jahre, in denen ein bisschen Unterstützung der Verwandtschaft ausreicht, den Alltag zu bestreiten. Denn das habe das Paar vermutlich auch jung gehalten.

 

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