FRIDAYS FOR FUTURE

Templiner Schülerprotest geht in den Ferien weiter

Ein Zeichen gegen die Klimakrise haben einmal mehr junge Menschen in der Kurstadt gesetzt. Es war die dritte Veranstaltung dieser Art.
Horst Skoupy Horst Skoupy
Trotz der Ferien gingen am Freitag Schüler und Jugendliche in Templin für den Klimaschutz auf die Straße.
Trotz der Ferien gingen am Freitag Schüler und Jugendliche in Templin für den Klimaschutz auf die Straße. Horst Skoupy
Ole Weitermann (vorn rechts) überreichte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert einen Katalog mit Forderungen an die Bundesregierung.
Ole Weitermann (vorn rechts) überreichte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert einen Katalog mit Forderungen an die Bundesregierung. Horst Skoupy
Templin.

Die Ferien haben Schüler und Jugendliche in Templin am Freitagmittag nicht davon abgehalten, für den Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Mit einem erneuten Demonstrationszug durch die Stadt, zu dem eine Jugendaktionsgruppe jetzt bereits zum dritten Mal aufgerufen hatte, wollen sie Druck auf die Politiker ausüben, sich ihrer Verantwortung zu stellen.

Protest wird fortgesetzt

63 Schüler und junge Menschen waren den Angaben der Veranstalter zufolge dem Aufruf gefolgt. Mit Sprechchören forderten sie die Templiner auf, sich ihnen anzuschließen. Auf dem Marktplatz verdeutlichten sie in Redebeiträgen ihr Anliegen. Sie wollen ihren Protest so lange fortsetzen, bis die Bundesregierung durch ihre Politik klar erkennen lässt, dass sie die Ziele des Klimaabkommens, das sie 2015 in Paris unterzeichnet hat, umsetzen will.

Forderungen an die Politik übergeben

An Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Linke) übergaben die Jugendlichen einen Katalog mit Forderungen an die Bundesregierung. Dazu gehört unter anderem ein Ende der Subventionierung von fossilen Brennstoffen, der Ausstieg aus der Kohle bis 2030 oder auch die Stromgewinnung aus regenerativen Energien zu 100 Prozent bis 2035. Um klimapolitische Ziele für die Stadt zu formulieren, versprach der Bürgermeister, mit den Jugendlichen in den Dialog zu treten.

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Kommentare (6)

Hallo Schüler.....aufwachen!!!! Es gibt keine Speichermöglichkeiten für den produzierten Strom. Aber ihr könnt ja neue Forderungen aufstellen. "Speicher für alle" oder so ähnlich. Malt ma fix neue Papschilder denn bis Freitag ist es nicht mehr lang hin.

... hatte und hat Flausen im Kopf. Zu meiner Jugendzeit lehnten wir uns auch gegen die Erwachsenenwelt auf. Wir kamen nicht auf die Idee, dass die Zukunft uns allein gehöre. Heute skandiert die Jugend "Klimawandel stoppen" - das ist wie "Natur stoppen".

Die beiden Kommentare hier zeigt doch das eigentliche Probleme, die Elterngeneration und die Politiker verstehen doch nichts von den eigentlichen Problemen. Es geht hier nicht um irgendwelche Flausen und Speichermöglichkeiten, es geht um viel mehr, es geht um die Zukunft der Erde. Jawohl es gibt es Speichermöglichkeit für erneuerbare Energien. Alleine 2018 deckten die erneuerbaren Energien fast 40% des deutschen Energiehaushalts und es könnte noch viel mehr sein, wenn die dreckigen Braunkohle abgeschafft wird.

Aber was sind schon Argumente für euch, fahrt gerne weiter eure SUVs und fliegt fern der Heimat in den Urlaub.
Die Wahrheit des Klimawandels ist schwer zu verkraften. Die Augen davor zu schließen ist leichter.

Erwarten Sie, daß unsere nationalen / regionalen Maßnahmen die Welt retten?
Ich bin seit 25 Jahren nicht geflogen und fahre keinen SUV! Fangen Sie doch bitte bei sich an, wenn das zutreffen sollte!
Wenn alle Braunkohle- und Atomkraftwerke abgeschalten sind, werden Sie im Zweifel auch Altreifen anzünden, um eine warme Wohnung zu haben. Dann wird die Elterngeneratation wissen, daß dieser ganze Hype Wohlstandsauswüchse, gründend auf den Moralvorstellungen des goldenen Nutella-Löffel-Nachwuchs sind und zusammen bei der nächsten echten Wirtschaftskrise auf den Boden der Tatsachen geholt werden werden.

Nichts Geringeres erwartet Greta von der Menschheit. Ist das schon zuviel verlangt?

Den Energiebedarf aus regenerativen Energiequellen zu decken, wird nicht nur aus technischen Gründen in absehbarer Zeit nicht möglich sein. Selbst vorher bejubelte Projekte fallen schon nach kürzester Zeit in der Gunst der Befürworter. Beispiele gefällig?: Kernkraft - gefährlich und Entsorgungsprobleme, Windkraft: Gräuschbelästigung, schlagen Vögel und seit letzter Woche auch Insekten tot, Solar: Blenden Zugvögel und sorgen für Desorientierung dieser, Zusätzliches Gegenargument für die letzten genannten Varianten sind fehlenden geeignete und leistungsfähige Speicher, denn Akku- bzw. Batteriespeicherherstellung belastet die Umwelt schwer und reicht nicht einmal im Ansatz aus. Wer sich mit dem ständigen Wechsel der Aussagen zu Antriebstechnik Benzin/Diesel auseinandersetzt, wird den Verdacht nicht los, daß es sich um geplante Konjunkturprogramme handelt. Der "Greta Hype" zum Umweltschutz durch das Verlassen der Komfortzone hat für mich schon etwas sarkastisches, wenn ich weiß, daß die überwiegende Mehrheit der menschlichen Individuen in bitterster Armut lebt, anstatt in der Komfortzone und gerade auch die Entwicklungsländer zu den stärksten Umweltbelastern gehören.