FUND IN TIEFKÜHLKOST

Schwangere entdeckt Glasstück in Nudelpfanne aus Discounter

In einem Tiefkühlgericht fand eine Prenzlauerin einen großen Fremdkörper. Sie warnte sofort die Öffentlichkeit. Auch der Discounter Netto reagierte prompt.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Dieses Bild postete die Prenzlauerin im Internet.
Dieses Bild postete die Prenzlauerin im Internet. privat
Der Hersteller hat zu dem Produkt keine weiteren Beschwerden und geht von einem Einzelfall aus.
Der Hersteller hat zu dem Produkt keine weiteren Beschwerden und geht von einem Einzelfall aus. privat
Prenzlau.

Vanessa Meißner ist im siebenten Monat schwanger. „Und ständig hungrig”, wie die 23-Jährige sagt. Mit zwei kleinen Kindern kommt die Bald-Dreifach-Mama aber nicht immer zum Kochen. Deshalb greift die Prenzlauerin ab und an zu Tiefkühlkost. Nudelpfannen haben es der jungen Frau zurzeit besonders angetan. Glücklicherweise aß Vanessa Meißner die letzte nur allein. „Als ich den Teller fast leer hatte, fand ich darin nämlich ein Stück Glas. Nicht auszudenken, wenn das im Mund meiner Kinder gelandet wäre”, atmet die Uckermärkerin auf.

Sie reagierte geistesgegenwärtig und beförderte den Fremdkörper in ihre Hand. In der Hoffnung, nicht vorher schon kleinere Teile verschluckt zu haben. Tags darauf brachte die Kundin das murmelgroße Glasstück in den Supermarkt und bekam ihr Geld zurück. Parallel dazu postete sie einen Warnhinweis im Internet. Nach Bekanntwerden des Fundes setzte sich der Uckermark Kurier mit der Unternehmenskommunikation der Netto Marken-Discount AG & Co. KG in Maxhütte-Haidhof in Verbindung.

Analyse in Auftrag gegeben

Die reagierte prompt und gab beim Hersteller einen Analysebericht in Auftrag. In diesem steht, dass es sich bei dem Fremdkörper um Alkalikalkglas mit einer grünlichen Färbung handelt. „Derartiges Material wird in unserer Produktion nicht verwendet. Wir müssen daher annehmen, dass er mit einer der Rohwaren in das Produkt gelangt sein könnte.” Um das Risiko von eingeschleppten Fremdkörpern so gering wie möglich zu halten, würden, so das Fazit, Rohwaren einer strengen Wareneingangskontrolle unterzogen und die Lieferanten auf Basis einer jährlich aktualisierten Lieferantenbewertung auditiert. Während der Audits seien die Betrachtung des Fremdkörperrisikos sowie der Maßnahmen zur Minimierung von Fremdkörpern ein maßgeblicher Prüfpunkt.

Röntgengeräte installiert

„Als wesentlicher Bestandteil der Risikominimierung sind in ihren Produktionsprozessen neben der visuellen Kontrolle fortschrittlichste Technologien zur Fremdkörpervermeidung, wie z. B. Farblaser, Metallsuch- und/oder Röntgengeräte, installiert... Auch bei den Rohwaren, die wir selbst produzieren machen wir keine Abstriche bei der Vermeidung von Fremdkörpern.”

Bereits beim Erntevorgang auf dem Feld sorgten Vorrichtungen an der Erntemaschine dafür, dass Kleintiere und Vögel verscheucht werden. Zusätzliche regelmäßige Sichtkontrollen auf dem Feld durch unsere Anbauberater sorgen dafür, dass eventuelle Fremdkörper gar nicht erst in die Produktion gelangen... Bei unserem internen Wasch-, Reinigungs-, Sortier- und Verarbeitungsprozess in unseren Produktionswerken wird eine sorgfältige Sortierung der Ware vorgenommen. Hierzu gehören Lasersorter, Grobsiebtrommeln, mehrstufige Waschstraßen mit Gegenstromprinzip und Sichtprüfungen.”

Keine weiteren Beschwerden

Trotz aller Maßnahmen sowie des Einsatzes der modernsten Detektionstechnik bleibe leider ein unvermeidliches Restrisiko. „Unsere Produktionsmitarbeiter werden in regelmäßigen Schulungen durch unsere Qualitätssicherung bezüglich der Thematik umfassend sensibilisiert. Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass keine weiteren Beschwerden bekannt sind und es sich um einen bedauerlichen Einzelfall handelt, für den wir uns entschuldigen.”

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Kommentare (3)

Mhm ... Lecker! Bestrahlte Nudeln.

Na und nun? Ausspucken und Weiteressen, oder entsorgen! So ein Zirkus wegen einem Steinchen.

HIHRKE, ich bin voll Ihrer Meinung. Und jetzt folgt Sarkasmus: Überlegen Sie mal, eine Schwangere (schon die Überschrift des Artikels schreit nach Aufmerksamkeit ), wenn die Glasbruchstücke verschluckt hätte, das hätte doch schwerwiegende ungeahnte Folgen (Spätfolgen) für das ungeborene Kind haben können. Da muss man als 23-jährige nun bald 3-fach Mama doch unbedingt Warnhinweise im Internet verbreiten und im Discounter Alarm schlagen. Da kann man das Beweisstück nicht einfach im Mülleimer entsorgen.