Geschäftsführerin Corinna Linde zeigt eine der Radlerhütten auf dem zehn Hektar großen Gelände des P
Geschäftsführerin Corinna Linde zeigt eine der Radlerhütten auf dem zehn Hektar großen Gelände des Prenzlauer Campingplatzes „Sonnenkap”. Oliver Hauck
Auf Saisonkater Rudi wartet eine eigene Hütte.
Auf Saisonkater Rudi wartet eine eigene Hütte. Privat
Ein „Glampingzelt“. Das Kunstwort steht für „glamouröses Camping“.
Ein „Glampingzelt“. Das Kunstwort steht für „glamouröses Camping“. CPGmbh
Tourismus

Schweizer und Finnen treffen sich am Sonnenkap

Seit zwei Jahren gibt es in Prenzlau das „Sonnenkap“, den Campingplatz am Unteruckersee. Aktuell ist die Ferienanlage für den Tourismuspreis 2023 des Landes Brandenburg nominiert.
Prenzlau

„Wir sind ein eingeschworenes Team“, sagt Geschäftsführerin Corinna Linde über ihre sieben Festangestellten und die Saisonkräfte. Seit Januar dieses Jahres leitet sie den Campingplatz alleinverantwortlich und vereint Tagesgeschäft und Planungen in einer Person. Das 10,5 Hektar große Gelände umfasst mehr als 200 Stellplätze für Fahrzeuge, Hütten und Zelte für einfache und gehobene Ansprüche. Eine Zeltwiese am See sowie ein Bistro, sanitäre Einrichtungen und ein Wellnessgebäude mit Sauna und Salzgrotte gehören dazu. Aktuell ist das Sonnenkap für den Tourismuspreis 2023 des Landes Brandenburg nominiert. Acht Unternehmen und Vereine kamen dort in die engere Auswahl. „Mit unserer Präsentation vor der Jury in der letzten Woche sind wir sehr zufrieden“, ist die 41-Jährige optimistisch.

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Gepunktet hat die Ferienanlage bereits beim ADAC, als dieser im vergangenen Sommer die Klassifizierung des Campingplatzes vornahm. Vier von fünf möglichen Sternen und die Auszeichnung als ADAC-Tipp 2023 hat das Sonnenkap nun erhalten. Die sanitären Einrichtungen sowie die Lage und Ausstattung des Geländes schnitten dabei besonders positiv ab, nachzulesen bei pincamp.de. Spielen solche Bewertungen eine große Rolle für die Urlauber? „Es gibt schon Gäste, die darauf schauen und ihren Campingplatz danach aussuchen“, sagt Linde.

Die Besucherzahlen hätten sich seit 2021 positiv entwickelt, sagt die Managerin. Waren es im ersten Jahr etwas über 18 000 Übernachtungen, so standen 2022 schon über 20 000 zu Buche, und das, obwohl die Chance bestand, wieder ins Ausland zu fahren. Für 2023 ist sie optimistisch: „In der kurzen Zeit haben wir bereits Stammgäste gewonnen, die mehrmals pro Jahr kommen.“

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Neben den Feriengästen aus der näheren Umgebung gibt es viele Zugvögel unter den Campern: „Manche Gäste wollten eigentlich zur Ostsee und hier nur Zwischenstopp machen, sind aber dann bei uns geblieben“, sagt Linde und weiß Kurioses zu berichten: „Aus der Schweiz hatten wir im vergangenen Sommer einen Gast, der mit seinem Wohnanhänger, auf dem Weg nach Rügen, bei uns Station machte.“ Mit über achtzig Jahren war er 2022 der älteste Gast. Die weiteste Anreise hatte vermutlich ein Finne, der mit seinen seltenen Hunden zu einer Ausstellung in Bulgarien unterwegs war. Aber auch Urlauber aus Rumänien, Island und den Niederlanden trugen sich in die Gästebücher ein.

Gründe genug für Corinna Linde, 2023 neue Ziele anzupeilen: „25 000 Übernachtungen wären ein gutes Ergebnis“, sagt sie. Für die neue Saison suche man auch noch nach Kräften für die Küche und zum Reinemachen. Zudem plane man, den Gästen in diesem Jahr weitere Freizeitangebote zu machen, wie den Verleih von Steh- und Paddelboards, Bastelnachmittage für Kinder und Yoga. Nach der Winterpause freut sich das Team dann wieder auf den Kontakt mit den Urlaubern. Und hofft, dass auch „Saisonkater” Rudi zum Sonnenkap zurückkehrt: „Letzten Sommer war er plötzlich da, sehr zutraulich und schnurrte.“ Besonders die Kinder hätten das Tier sofort ins Herz geschlossen. Gegen Ende der Saison kam er immer seltener und wird seit Weihnachten vermisst. Über die Rückkehr dieses vierbeinigen Feriengastes zum Frühjahr würde sich das gesamte Sonnenkap-Team freuen.

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