NATURFEINDE

Seeadler-Horstbaum in Uckerland gefällt

Seeadler sind seltene Wildvögel und stehen unter besonderem Naturschutz. Einige Tierfeinde wollen das offenbar nicht akzeptieren.
Dieser Baum mit dem Horst eines Seeadlerpaares wurde in der Gemeinde Uckerland von unbekannten Tätern illegal gefäll
Dieser Baum mit dem Horst eines Seeadlerpaares wurde in der Gemeinde Uckerland von unbekannten Tätern illegal gefällt. Kreisverwaltung Uckermark
Prenzlau ·

Bislang unbekannte Täter haben in der Gemeinde Uckerland einen sogenannten Horstbaum eines geschützten Seeadlerpaares illegal gefällt. Wie der Landkreis Uckermark am Mittwoch mitteilte, haben die Täter zudem die Eier der Seeadler beziehungsweise die geschlüpften Jungen der Vögel aus dem zerstörten Nest entnommen und beseitigt.

Horstzerstörung ist Straftat

Nach Angaben der Umweltbehörde des Landeskreises handelt es sich bei dieser verbotenen Fällaktion um eine Straftat. Die Behörde hat die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Den Tätern drohen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren. Als Grund für die Tat wird vermutet, dass geplant ist, Windkraftanlagen zu bauen. Der gefällte Baum befindet sich in der Nähe eines Eignungsgebietes für Windräder. Durch den strengen Schutz der seltenen Seeadler erhalten Windkraftanlagen in betroffenen Bereichen keine Genehmigung.

Zuletzt keine illegalen Fällungen

Bereits in den Jahren 2016 und 2017 hat es ähnliche Fälle in der Uckermark gegeben. Seit 2018 organisieren der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Windkraftfirma Enertrag AG und die Umweltbehörde eine Bewachung ausgewählter Seeadlerhorste. Dadurch kam es in der Zwischenzeit zu keinen weiteren Verlusten. Dieser Horstbaum war jedoch nicht bekannt. Mit einer Flügelspannweite von 2,50 Metern ist der Seeadler der größte heimische Greifvogel. In Brandenburg lebt immerhin rund ein Drittel des bundesweiten Bestandes. Die Kreisverwaltung Uckermark weist unterdessen ausdrücklich darauf hin, dass die Fällung des Baumes nicht zur Aufhebung der Mindestabstände und der Horstschutzzonen für die Windräder führt.

 

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Kommentare (4)

...fordert seine Opfer.

nur leider die falschen. Die Strafe sollte das Delikt sein: Hoch oben in einem Baum fixieren und diesen dann fällen. Mit der Drohung von 5 Jahren kommt man nicht weit, nicht bei der deutschen Justiz.

So wie der Baumstumpf aussieht haben der oder die Täter keine Ahnung vom Umgang mit der Kettensäge! Selbst ein Biber bekommt das ansehnlicher hin.

die Aktion bei Nacht überlebt zu haben. Die Seeadlereier haben es nicht.