TRAGISCHES ENDE

Seeadler kommt in Windrad in der Uckermark zu Tode

Unter einem Windrad bei Wilsickow wird ein toter Seeadler gefunden. Die Verletzungen lassen eindeutige Schlüsse zu.
Konstantin Kraft Konstantin Kraft
Bei der Kollision mit dem Flügel eines Windrades wurde dem Seeadler die linke Schwunghand (im Bild rechts) abgetrennt.
Bei der Kollision mit dem Flügel eines Windrades wurde dem Seeadler die linke Schwunghand (im Bild rechts) abgetrennt. privat
Wilsickow.

Der Anblick bereitet Schmerzen. In einem Windfeld bei Wilsickow (Gemeinde Uckerland) ist ein Seeadler mit den Flügeln einer Windkraftanlage kollidiert und verendet. Die Verletzungen am Körper des Adlers lassen wohl keinen anderen Schluss zu. Dem Anschein nach handelt es sich um ein Jungtier.

Anwohner fassungslos

Fritz Gampe aus Milow breitet noch einmal seine Flügel aus. Leblos liegt der Kadaver in seinen Händen. Eine beträchtliche Spannweite, die niemals mehr durch die Lüfte segeln kann. „Was bleibt ist der getrocknete Blutfleck an der Spitze des Windflügels. Der wird vom nächsten Regen abgewaschen werden.”

Schwunghand abgetrennt

Fritz Gampe ist emotional berührt. Ihm ist sehr wohl bewusst, dass „jedwede Technik ihre Opfer fordert. Wer wüsste das nicht besser als wir alle, die wir Auto fahren oder mit dem Flugzeug unterwegs sind.” In diesem Falle ist es die Windkraft. „Trotzdem, wenn ich dann so einen Windflügel geköpften Seeadler auf dem Felde liegen sehe, dann rührt mich das schon mächtig an”, schilderte Gampe. Der Naturfreund will den Seeadler erst kürzlich noch über seinem heimischen Dorfsee beobachtet haben.

Kadaver fachgerecht entsorgt

Hätte sich die Flugbahn des Seeadlers nur um wenige Zentimeter anders gestaltet, dann wäre dem Tier dieses Schicksal wohl erspart geblieben. „Er hätte es vielleicht geschafft, wäre mit einem Schreck davon gekommen.” Doch der letzte Flug des majestätischen Vogels hat einen anderen Ausgang genommen, einen tragischen. Sein Kadaver endet im Müllsack und wird von einem Mitarbeiter der Pflegestation „Storchenhof Papendorf” fachgerecht entsorgt.

 

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Kommentare (4)

Wusstet ihr, dass allein das CO², dass verbraucht wird um den Beton für das Fundament eines Windkraftrades, zu produzieren, durch diese Windkraftrad nie mehr "neutralisiert" wird.
[Die Red.: Teilen Sie uns bitte Ihre Quellen mit. Besten Dank.]

denn diese Erkenntnis scheinen Sie alleine zu besitzen.

dass ein Braunkohlekraftwerk ca. 1200 g CO2 je produzierter KWh erzeugt, ein Steinkohlekraftwerk ca. 750 g?
Produktion und Transport von ca. 190 t Stahl und 2600 t Beton, der für eine WKA mit ca. 130 m Nabenhöhe inkl. Fundament benötigt wird, erzeugen ca. 2150 t CO2.
Über eine Laufzeit von 20 Jahren ergibt dies bei mittleren Windverhältnissen spezifische Emissionen von ca. 7 g je KWh, an windstarken Standorten ca. 5 g.
Zwar fehlen noch Produktion und Transport von Gondel und Rotoren, jedoch verbleibt bis zum Wert der Kohlekraftwerke noch genügend (saubere und kalte) Luft.
Wie auch bei Ihnen üblich, ohne Quellen und Belege.
[Die Red.: Quellenangabe ist nie verkehrt. Besten Dank.]

Ist es nicht mehr üblich, geschützte Arten beim Artenschutz zur Untersuchung und Dokumentation abzugeben?